AWF Kompakt-Seminar: Absatzplanung und Bedarfsprognose verbessern

Herzogenrath/Aachen, 08. Oktober 2019 – In Kooperation mit Prof. Dr. Götz-Andreas Kemmner, einem der führenden Supply Chain Management Experten im deutschsprachigen Raum, veranstaltet die AWF am 6. – 7. November 2019 in Frankfurt ein Kompakt-Seminar zum Thema Absatzplanung und Bedarfsprognosen verbessern. Im Fokus stehen das Instrumentarium und die Methodenkompetenzen für eine möglichst hohe Lieferbereitschaft bei geringstmöglichen Beständen.

Schwerpunkte sind unter anderem die Vermittlung von Entscheidungskriterien zwischen einer vertriebsorientierten und statistischen Prognose sowie die Schaffung eines Problembewusstseins für die Unschärfe „normalverteilter“ Prognosen.  Es wird auch ein Blick darauf geworfen, wie man zu brauchbaren historischen Daten für eine Absatzprognose gelangt. Der Weg vom Bauchgefühl zur reproduzierbaren Systematik steht dabei stets im Mittelpunkt. Eine Planwertverteilung, die Aufbereitung der Prognosedaten für die Disposition, sowie die besondere Planungsprozessausprägung des Sales and Operations Plannings und Ansätze für Neuteile- und End-of-Life-Prognosen runden das Seminarprogramm ab.

Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Führungs- und Fachkräfte aus den Bereichen Logistik, Supply Chain Management, Produktionsmanagement, Prozessmanagement, Disposition sowie an Linienverantwortliche aus Fertigung und Montage, Fertigungsplanung und -steuerung, Arbeitsvorbereitung und Werkstattführungskräfte, die damit beauftragt oder daran interessiert sind, die Qualität ihrer logistischen Abläufe deutlich zu verbessern und die lernen wollen, welche Gestaltungsmöglichkeiten und Methoden sich hierzu anbieten.

Hintergrund
Der Markt zieht an und die Lieferfähigkeit schmiert ab! Gibt es ein deutliches Signal dafür, dass die Absatzprognose in vielen Unternehmen nicht richtig funktioniert? Unternehmen mit einer funktionierenden Absatzprognose haben sowohl auf den Beginn der Rezession schneller reagiert, als auch auf das Wiederanspringen des Marktes. Trotz allem wird die Bedeutung der Absatzprognose für den Unternehmenserfolg von vielen Entscheidern unterschätzt: Einerseits trifft man auf Unternehmen, die meinen, mit eigenem Know-how und vorhandenem ERP-System ausreichend aufgestellt zu sein, Diese bemerken gar nicht, wie schlecht sie sind, weil sie sich nicht zeigen ließen, wie gut sie sein könnten.
Zum anderen sind manche Unternehmen der Auffassung, dass im Zeitalter der marktsynchronen Produktion eine Absatzprognose nicht mehr erforderlich sei und die schlechte Lieferbereitschaft oder die hohen Bestände der ungenügenden Leistung ihrer Disposition anzulasten seien. Doch woher wollen sie wissen, wie sie die Segel stellen (= disponieren) müssen, wenn sie nicht wissen, woher der Wind (= zukünftige Bedarfe) weht?!

Jede Planung im Unternehmen und alle logistischen Ziele – von der Bestandsreduzierung, über die Absicherung der Lieferbereitschaft, von der Termintreue bis zur optimalen Kapazitätsnutzung – gründen auf einer verlässlichen Absatz- und Bedarfsprognose. Selten ist der Vertrieb in der Lage, zuverlässige Absatzprognosen bereitzustellen. Somit wird es wichtig, aus den Verbrauchshistorien der eigenen Artikel Absatz- und Bedarfsprognosen zu entwickeln und den Vertrieb auf sinnvolle Weise in den Prognoseprozess einzubinden. Die Prognosefähigkeiten praktisch aller ERP-Systeme sind sehr eingeschränkt und genügen den Anforderungen der Praxis meist nicht: Die ERP-Systeme nutzen ausschließlich statistische Verfahren, die eine meist nicht vorhandene ‚normalverteilte‘ Nachfrage unterstellen. Zudem werden Prognosewerte, Lieferbereitschaft und Sicherheitsbestand nicht integriert ermittelt. Abhängig von der Nachfragestruktur kann es genügen, die beschränkten Möglichkeiten der Prognose im SAP- oder ERP-System möglichst gut auszureizen. Welche Einstellungen hierzu im System durchgeführt werden müssen und wie wirkungsvoll Prognosen sind, die mit dem eigenen ERP-System erstellt werden, lassen sich mit Hilfe der Simulationstechnik ermitteln und analysieren. Die ermittelten Parametereinstellungen können im SAP/ERP-System fest hinterlegt oder in Form einer Dispositionsparameteroptimierung laufend nachgepflegt werden. Wie dies erfolgt und weitere relevante Aspekte für eine zuverlässige Absatzprognose zur Absicherung der Lieferbereitschaft bei geringstmöglichem Bestand wird den Teilnehmern vom Referenten, Professor Kemmner, vor- und zur Diskussion gestellt. Weitere Informationen und der Ablaufplan des Seminars finden Sie unter: https://www.awf.de/event/absatzplanung-und-bedarfsprognose-verbessern/ 

Über die AWF
Die AWF Arbeitsgemeinschaft für Wirtschaftliche Fertigung ist eine Plattform für den praxisnahen, an den aktuellen Bedarfen der Unternehmen der verarbeitenden Industrie und des Handels orientierten Erfahrungsaustausch, die bereits seit 1918 besteht.
In unseren Arbeitsgemeinschaften finden sich Vertreter aus Unternehmen, Beratung und Forschung zusammen, um gemeinsam über eine begrenzte Zeit hinweg überbetrieblichen Erfahrungsaustausch zu betreiben, aktuelle innovative Themen zu diskutieren, relevante Probleme zu erörtern und hierfür Lösungen zu erarbeiten. Diese Form der praktischen, innovativen Weiterbildung verfolgt das Ziel, dass Unternehmen von Unternehmen im AWF-Erfahrungsnetzwerk lernen!
Des Weiteren bietet die AWF Veranstaltungen zur Aus- und Weiterbildung für unterschiedliche Zielgruppen und Themenbereiche an. Ziel ist es, die Teilnehmer in öffentlichen Veranstaltungen und in Inhouse-Schulungen mit aktuellen praktischen Erfahrungen und innovativen Lösungen vertraut zu machen.
Ein spezielles Weiterbildungsangebot der AWF besteht in der Qualifizierung und Zertifizierung von Produktions- und Materialplanern, um die in vielen Unternehmen vorhandene Kompetenzlücke bei Fertigungssteuerung und Disposition zu schließen. Aufbauend auf dieser Zertifizierung kann Teilnehmern mit entsprechender beruflicher Erfahrung, auch ohne Studium oder Abitur, ein MBA-Studium ermöglicht werden
Die Angebote der Arbeitsgemeinschaft für Wirtschaftliche Fertigung richten sich an alle, die am technischen und organisatorischen Fortschritt interessiert sind und die mit der Planung, Steuerung und Organisation von Wertschöpfungsprozessen zu tun haben.

 

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Nanolike ist ein international agierendes Unternehmen, das sich auf innovative Mess- und Digitalisierungtechnologien zur Optimierung von Lieferketten spezialisiert hat. Die angebotenen Lösungen zur Digitalisierung von Füllständen erlauben die Automatisierung der Lieferketten von gasförmigen, flüssigen oder rieselfähigen Stoffen die in IBCs, Silos oder Tanks transportiert bzw. gelagert werden. Das Team besteht aus Fachingenieuren der Sparten Nanotechnologie, Prozesstechnik sowie Software- und Hardware-Entwicklern, begleitet von einem erfahrenen Managementteam. Seit seiner Gründung im Jahr 2012 expandiert Nanolike stark und ist heute mit Projekten in Europa, Nordamerika und Asien vertreten. Zielmärkte sind vor allem die Agrarwirtschaft sowie die Lebensmittel- und Chemie-Industrie. Nanolike ist Gewinner mehrerer Innovationspreise, sowie aktives Mitglied des IoT-Valley in Labège (Frankreich) und wird seit 2019 durch den Europäischen Innovationsrat mit einem Zuschuss von 2 Millionen Euro unterstützt.
 

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