Geschäftsklima sinkt am Venture Capital-Markt

Trotz besserer Geschäftslage sinkt das Geschäftsklima am Venture Capital-Markt
Auf dem deutschen Venture Capital-Markt kühlte das Geschäftsklima im 3. Quartal wieder etwas ab. Der Geschäftsklimaindex sank um 6,1 Zähler auf 16,8 Saldenpunkte. Die VC-Investoren bewerten ihre aktuelle Geschäftslage besser als im Quartal zuvor (+2,7 auf 26,5 Saldenpunkte), jedoch blicken sie pessimistisch auf die nächsten 6 Monate. Der Indikator für die Geschäftserwartung fiel deutlich auf 7,1 Saldenpunkte (-14,8).
Beim Dealflowklima sind die Entwicklungen unterschiedlich.
Im zweiten Quartal trübte es insgesamt etwas ein. Nun zieht die Beurteilung der Höhe des VC-Dealflows wieder etwas an, jedoch die Zufriedenheit mit dessen Qualität rutscht massiv ab. Dies hängt möglicherweise mit den überzogenen Einstiegsbewertungen kapitalsuchender Gründer zusammen. Die Beurteilung der Einstiegspreise stürzte auf einen neuen Tiefpunkt ab. Es herrschte im dritten Quartal eine starke Dynamik bei den Bewertungen der Geschäftserwartungen, der Dealflowqualität sowie den Einstiegspreisen. Diese wurde wahrscheinlich durch die Vorkommnisse bei WeWork in den USA ausgelöst, die eine Diskussion über die Bewertung und Qualität von Start-ups auslösten.

Derzeit gibt es keine klare Tendenz bei der Entwicklung des Geschäftsklimas auf dem deutschen Venture Capital-Markt. Wie sich die Marktstimmung letztlich entwickelt, wird vermutlich davon abhängig sein, wie der Markt auf den Schock durch die Ereignisse um WeWork reagiert.

Ein weiteres starkes Venture Capital-Jahr ist zu erwarten. Die stabil positive Stimmungslage und die starke Nachfrage nach Wagniskapital dürften die Grundlage dafür sein. Venture Capital ist zunehmend die Wunschfinanzierung bei ambitionierten Gründern. Die VCs müssen aus der Vielzahl von Beteiligungsanfragen die relevanten und attraktivsten identifizieren.

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Publiziert durch PR-Gateway.de.


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