Infrarot-Strahler sparen Platz und Zeit bei der Herstellung von Elektromotoren

Elektromotoren kommen in der Industrie vielfach zum Einsatz, für Roboter im Automobilbau ebenso wie in Lackieranlagen. Die Bosch Rexroth AG fertigt in Lohr am Main Elektromotoren, und ein wichtiger Arbeitsschritt ist das Aufkleben von Magneten auf Rotoren. Die Rotoren müssen dazu vorgewärmt werden. Bisher erfolgte dies mit einem konventionellen Heißluftofen im Batchbetrieb, was etwa eine Stunde dauerte und besonders bei kalten Umgebungstemperaturen ein Bottleneck in der Fertigung war. Auf der Suche nach einem neuen Erwärmungsprozess fiel die Wahl bei Bosch Rexroth auf die Infrarot-Wärmetechnologie, die wesentlich schneller erwärmt als Heißluft.
Nach erfolgreichen Tests im Anwendungszentrum von Heraeus in Kleinostheim baute Bosch Rexroth schließlich drei Infrarot-Module von Heraeus Noblelight mit Steuerung in eine Erwärmungseinheit ein. Spezielle Abschirmungen stellen sicher, dass die Mitarbeiter im Betrieb nicht geblendet werden und dass die erwärmte Luft abziehen kann.
Die neue Anlage benötigt nur etwa einen Quadratmeter Stellfläche, halb so viel wie der alte Umluftofen. Die Einsparung an Zeit ist noch größer, denn je nach Rotorengröße benötigt die Infrarot-Einheit statt 60 Minuten jetzt nur noch zwei bis vier Minuten zur Erreichung der Zieltemperatur.
"Wir haben hier Rotoren verschiedener Durchmesser. Alle werden problemlos durch die Infrarot-Anlage vorgewärmt," sagt Patricia Tschorn, Ingenieurin in der Prozess- und Verfahrensentwicklung bei der Bosch Rexroth AG, "Besonders angenehm ist auch die schnelle Schaltbarkeit der Strahler, dadurch heizt sich die Umgebung wesentlich weniger auf als mit der Heißluft vorher. Das ist angenehm für die Mitarbeiter!"

Das Infrarot-Anwendungszentrum
Heraeus Noblelight macht Wärme seit vielen Jahren für Industrie und Wissenschaft nutzbar. Das hauseigene Anwendungszentrum bietet die Möglichkeit, praxisnahe Tests mit kompetenter technischer Betreuung durchzuführen. Die Tests werden zusammen mit den Kunden ausgewertet und diskutiert. Ziel ist es, den besten Strahlertyp und die beste Konfiguration für die jeweilige Anwendung zu finden – und so den
Wärmeprozess abzustimmen, der präzise und effizient zu den Anforderungen passt.

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Heraeus Noblelight GmbH

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Der Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein 1851 gegründetes und heute weltweit führendes Familienunternehmen. Mit fachlicher Kompetenz, Innovationsorientierung, operativer Exzellenz und unternehmerischer Führung streben wir danach, unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit kontinuierlich zu verbessern.
Wir schaffen hochwertige Lösungen für unsere Kunden und stärken nachhaltig ihre Wettbewerbsfähigkeit indem wir Material-Kompetenz mit Technologie Know-how verbinden. Unsere Ideen richten sich auf Themen wie Umwelt, Energie, Gesundheit, Mobilität und Industrielle Anwendungen. Unser Portfolio reicht von Komponenten bis zu abgestimmten Materialsystemen. Sie finden Verwendung in vielfältigen Industrien, darunter Stahl, Elektronik, Chemie, Automotive und Telekommunikation.
Im Geschäftsjahr 2014 erzielte Heraeus einen Produktumsatz von 3,4 Mrd. € und einen Edelmetallhandelsumsatz von 12,2 Mrd. €. Mit weltweit rund 12.600 Mitarbeitern in mehr als 100 Standorten in 38 Ländern hat Heraeus eine führende Position auf seinen globalen Absatzmärkten.

Heraeus Noblelight GmbH mit Sitz in Hanau, mit Tochtergesellschaften in den USA, Großbritannien, Frankreich, China und Australien, gehört weltweit zu den Markt- und Technologieführern bei der Herstellung von Speziallichtquellen und -systemen. Heraeus Noblelight wies 2014 einen Jahresumsatz von 137,3 Millionen € auf und beschäftigte weltweit 884 Mitarbeiter. Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt Infrarot- und Ultraviolett-Strahler, -Systeme und Lösungen für Anwendungen in industrieller Produktion, Umweltschutz, Medizin und Kosmetik, Forschung und analytischen Messverfahren.

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