Bei Provider-Outsourcing Millionen-Einsparung möglich

Karlsruhe, 10. Dezember 2019 – Unternehmen und andere Einrichtungen, die ihre Provider-Steuerung extern vergeben, können bis zu 60 Prozent der entsprechenden IT-Kosten einsparen. Bei Aufwendungen von zum Beispiel 400.000 Euro pro Jahr, beläuft sich das Einspar-Potenzial demnach auf rund eine Viertelmillion Euro. Das geht aus Berechnungen der auf IT-Management und Service Level Agreement (SLA) spezialisierten Scholderer GmbH hervor.

"Outsourcing ist heute gängige Praxis, damit Unternehmen sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können", erklärt Geschäftsführer Dr. Robert Scholderer. Wenn Unternehmen allerdings für externe Dienstleister eine interne Providersteuerung einrichten, entstehe ein zusätzlicher Zeit- und Kostenaufwand. Dieser mindere oftmals die Kosteneffekte, die das Outsourcing bringen soll. "Unternehmen müssen sich fragen, ob die interne Providersteuerung zu ihrem Kerngeschäft gehört", so Scholderer. Einerseits könne man das IT-Know-how nicht mehr aufrechterhalten und lagert es deshalb aus, hole sich mit der Providersteuerung aber eine noch größere und komplexere Know-how-Baustelle ins Haus.

"Bei der Provider-Steuerung in Eigenregie entstehen Kosten für Personal, Schulungskosten, fortlaufende Lohnkosten bei Urlaub und Krankheit, und zusätzlich gibt es immer noch externe Berater", zählt Robert Scholderer die einzelnen Posten auf. Komme es zusätzlich zu Personalwechsel, führe dies zu weiteren Kosten. Bei der komplett externen Betreuung fallen hingegen keine Schulungskosten an, und auch Urlaub und Krankheit belasten den Arbeitgeber nicht. Robert Scholderer: "Bei einem Mitarbeiterwechsel kann der externe Service ohne Unterbrechung fortgeführt werden, ohne dass neue Zuständigkeiten verteilt, Mitarbeiter geschult oder neue Services vereinbart werden müssen."

Darüber hinaus sei eine gesicherte Provider-Steuerung unabhängig von der jeweiligen Unternehmensarchitektur intern kaum zu realisieren. "Das ist zu zeitintensiv und braucht immer auch spezielles und aktuelles Know-how, das in Unternehmen außerhalb der IT- und Internet-Dienstleister so in der Regel nicht zu finden ist", erklärt Robert Scholderer. Zudem berge die interne Provider-Lösung mehrere Risiken. So kann bei personellen Wechseln, strategischen oder strukturellen Änderungen innerhalb eines Unternehmens oder einer Einrichtung Know-how verloren gehen. "Durch den Know-how-Verlust entstehen wiederum Interpretationsspielräume, was zusätzliche Kosten verursachen und schlimmstenfalls die Daten eines Unternehmens gefährden kann", betont Scholderer. "Eine externe Provider-Steuerung kann die erforderliche Kontinuität dauerhaft sicherstellen und aufgrund der Expertise marktkonform mit Dienstleistern agieren."

Die interne Provider-Steuerung liefere zudem keinen Beitrag zur Wertschöpfung, "weder bei einem Handwerksbetrieb oder einem Maschinenbau-Unternehmen, noch in einer Bank, Hochschule oder der Verwaltung." Hier sei spezielles IT-Service-Personal nötig. Die dafür nötigen laufenden Personalkosten und die Kosten zur Personalbeschaffung können nach den Berechnungen der Scholderer GmbH weit über den Aufwendungen für ein externes IT Service Management (ITSM) liegen. Daher sind bei externer Vergabe des Provider-Services je nach Einzelfall Einsparungen von rund 30 bis zu 60 Prozent möglich.

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Dr. habil. Robert Scholderer gilt als führender Experte in Sachen SLA (Service Level Agreement). Er studierte Mathematik und Informatik in München, promovierte in Karlsruhe und habilitierte sich an der TU Ilmenau, wo er als Dozent tätig ist. Für namhafte deutsche Firmen und internationale Konzerne hat er über 1.000 SLA- und Outsourcing-Verträge mit einem Volumen von rund 800 Millionen Euro erstellt. Das von ihm entwickelte SOUSIS-Modell zählt offiziell zu den vier internationalen IT-Standards für die Gestaltung von SLAs. Scholderer ist Autor des IT-Bestsellers "IT-Servicekatalog", seine Seminare und Vorträge haben mehr als 1.000 Teilnehmer besucht.

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