IfKom begrüßen Aktionsplan des Forschungsministeriums zur digitalen Nachhaltigkeit

IfKom ist der Meinung, der Aktionsplan des BMBF ist ein sinnvoller zielgerichteter Ansatz, der nunmehr mit konkreten Terminen und auch einem Budget ausgestattet werden muss.

Der Verband der Ingenieure für Kommunikation e. V. ( IfKom ) begrüßt den in dieser Woche vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vorgestellten Aktionsplan für Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Mit dem Aktionsplan "Natürlich.Digital.Nachhaltig." will das BMBF einen Beitrag dazu leisten, die Digitalisierung auf eine nachhaltige Entwicklung auszurichten. Dazu zeigt der Plan drei Handlungsfelder auf, die von den Grundlagen wie Bildung, Sicherheit und Datennutzung über digitale Technologien wie "Green ICT" und Batterien-Entwicklung bis zu den digital erreichbaren Nachhaltigkeitszielen reichen.

Auch aus Sicht des Ingenieurverbandes IfKom sind der Einsatz digitaler Technologien und die Ziele der Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit keine Gegensätze. Digitalisierung kann helfen, erhöhte Energie- und Ressourcenverbräuche zu erkennen und gegenzusteuern. Dazu sollte nach Meinung der IfKom die Forschung an Systemen der Künstlichen Intelligenz oder im Rahmen von Industrie 4.0 bezüglich energieeffizienter Technologien verstärkt werden und dementsprechend auch eine Schwerpunktförderung erfahren.

Der Plan des BMBF sieht vor, die Förderung nachhaltiger, ressourcen- und energiesparender digitaler Technologien mit der Initiative "Green ICT – Grüne IKT" auszubauen, um die Verringerung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen von informationsverarbeitenden und -speichernden Komponenten zu erreichen. Allerdings erschließt sich nicht, warum diese Förderung erst ab dem Jahr 2021 anlaufen soll. Es handelt sich nach Auffassung der IfKom bei der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT, ICT) um eine Schlüsseltechnologie, deren Entwicklung maßgeblich die Wirtschaft, aber auch die Gesellschaft prägt und deren Einfluss auf Ressourcen und Umwelt nicht früh und intensiv genug untersucht werden kann, um innovative effiziente Systeme zu erhalten.

Das BMBF will zudem Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Bildungsstrukturen verankern, um allen Lernenden die nötigen Qualifikationen für die Gestaltung einer nachhaltigen digitalen Welt zu vermitteln. Ab dem Jahr 2020 wird das BMBF verstärkt den Schwerpunkt Digitalisierung in den deutschen BNE-Prozess (Bildung für Nachhaltige Entwicklung) aufnehmen, um Nachhaltigkeit und Digitalisierung stärker zu verbinden. Auch wenn bereits jetzt in der Plattform BNE Bund, Länder, Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft vertreten sind, appellieren die IfKom an die Vertreter der Politik, an den föderalen Eigenständigkeiten gerade im Bereich Bildung nicht aus Prinzip festzuhalten, sondern im Sinne einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung beim Zukunftsthema Digitalisierung noch stärker zusammen zu arbeiten.

Aus Sicht der IfKom müssen auch Ingenieure bei der Entwicklung, der Planung, dem Betrieb und den Recycle-Prozessen die Aspekte der Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit berücksichtigen. Das gilt insbesondere für Managemententscheidungen, die oft unter rein betriebswirtschaftlichen Aspekten getroffen werden. Um dieses Anliegen zu unterstützen, kooperieren die IfKom mit dem Forschungsinstitut für nachhaltige Ausbildung von Führungskräften (FinAF). Ziel ist es, Ingenieurinnen und Ingenieure darin zu bilden, ihre Fachkompetenz einzubringen, um den Prinzipien der ethischen Legitimierbarkeit, der Nachhaltigkeit und der gesellschaftlichen Kontrollierbarkeit gerecht zu werden.

Der Aktionsplan des BMBF ist aus Sicht der IfKom ein sinnvoller zielgerichteter Ansatz, der nunmehr jedoch mit konkreten Terminen und auch einem Budget ausgestattet werden muss.

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