Schüleraustausch und Gap Year: 6 Punkte warum Jasmina den Freiwilligendienst macht, Organisation und Bewerbung

Jasmina kommt aus Brandenburg. Sie verbringt ihr Gap Year mit einem Reisestipendium der Stiftung Mensch und Zukunft im Freiwilligendienst in Israel. Sie berichtet hier über ihre Erfahrungen. Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Erfahrungen im Gap Year kannst du im Schüleraustausch Blog lesen: https://www.schueleraustausch-portal.de/freiwilligendienst/
1 Gap Year: Meine Motivation für den Freiwilligendienst. Schon in der Schulzeit wusste ich, dass ich später Medizin studieren möchte. Allerdings war ich mir nicht sicher, an welcher Uni ich mich bewerben will und ob ich überhaupt für den medizinischen Bereich geeignet bin. Ich wollte nicht direkt im Anschluss an die Schule mit dem Studium anfangen, weil das Medizinstudium mit einem riesigen Lernaufwand verbunden ist und ich nicht sofort nach dem Abi weiterlernen wollte. Außerdem wollte ich gerne etwas mehr von der Welt sehen, allerdings nicht nur reisen, sondern auch den Alltag einer anderen Kultur erleben und eine andere Sprache lernen.
2 Gap Year: im Freiwilligendienst auch etwas für mein Studium lernen. Eine weitere Motivation für mich war die Möglichkeit, vor dem Studium schon praktisch im medizinischen Bereich zu arbeiten und somit vielleicht auch mehr mit der Theorie im Studium anfangen zu können. Die Chance, ein Jahr lang selbstständig mein Leben neben der Arbeit zu organisieren, gibt mir viel Selbstständigkeit, die später im Studium und allgemein im Leben vermutlich sehr nützlich sein wird.
3 Gap Year: Die Suche nach der Austauschorganisation. Für meine Organisation, das Deutsche Rote Kreuz (Soziale Freiwilligendienste M-V), habe ich mich entschieden, da eine Freundin ebenfalls ihren Freiwilligendienst beim DRK absolviert und weil ich bei meinen Recherchen im Internet schnell auf die übersichtliche Webseite gestoßen bin.
4 Gap Year: Die Vorteile des Internationalen Jugendfreiwilligendienstes. Mich überzeugte vor allem das Konzept eines tatsächlichen Freiwilligendienstes, bei dem es nicht nur um die Beschäftigung des Volontärs geht, sondern bei dem die Hilfe im Einsatzland auch wirklich gebraucht wird. Außerdem werden die Freiwilligendienste im Rahmen des Internationalen Jugendfreiwilligendienstes (IJFD) zu einem großen Teil staatlich gefördert, so dass weder für die beteiligten Organisationen, noch für den Freiwilligen so enorme Kosten entstehen wie bei Auslandsaufenthalten bei anderen Organisationen. Zudem übernimmt das DRK als Entsendeorganisation in Kooperation mit der Organisation im Einsatzland einen großen Teil der organisatorischen Arbeit, wie zum Beispiel die Beantragung der Visa, die Zuteilung zur Einsatzstelle und die Bereitstellung einer Unterkunft.
5 Gap Year: Das Bewerbungsverfahren für den Freiwilligendienst war unkompliziert. Ich wurde nach Absendung meiner Bewerbungsunterlagen schnell nach Schwerin zum Bewerbertag eingeladen, obwohl ich die Bewerbungsfrist etwas überzogen hatte.
6 Gap Year: Die Vorbereitung auf mein Auslandsjahr. Dort lernte ich die freundlichen Mitarbeiter kennen, die sich persönlich sehr gut um alle Freiwilligen kümmern, ebenso wie einige andere Freiwillige und Interessierte, zu denen ich teilweise noch immer Kontakt habe. Es folgte einen Monat vor Abreise das Vorbereitungsseminar, bei dem wir interessante Workshops zu verschiedenen Themen hatten. Es ging um Kultur der Einsatzländer, weltpolitische Themen wie Rassismus und dem Umgang damit, außerdem wurden wir von Freiwilligen des letzten Jahres besucht, die uns viel berichtet haben. Es gab jedoch auch viele andere Aktivitäten wie einen Selbstverteidigungskurs und natürlich Freizeit, um die anderen Freiwilligen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen, die in unseren Einsatzländern, wie in meinem Fall Israel, sehr nützlich sind.
Schüleraustausch und Gap Year: Wie man die gute und günstige Austauschorganisation findet. Wer ins Internet sieht, stellt fest: Es gibt sehr viele Anbieter für Freiwilligendienst .Wichtig ist, nur solche Anbieter anzusehen, die sowohl leistungsfähig als auch seriös sind. Am einfachsten und sichersten ist es, wenn man eine vor-geprüfte Anbieter-Auswahl nutzt. Dafür gibt es die Anbieter-Suchmaschine auf dem Schüleraustausch-Portal, das unabhängig informiert: www.schueleraustausch-portal.de/organisationen. Dort gibt es auch die Stipendien Datenbank mit mehr als 1.000 seriösen Stipendien. Vor der Entscheidung sollte man zusätzlich mit mehreren guten Anbietern persönlich sprechen. Dafür gibt es die bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen, die deutschen Spezialmessen für Schüleraustausch und Gap Year der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung, die nur seriöse Anbieter zulässt. Orte und Termine: www.aufindiewelt.de/messen. Der Eintritt ist frei. Die nächste AUF IN DIE WELT-Messe für Berlin und Brandenburg findet am 15.02.2020 in Berlin statt.

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