Schüleraustausch und Gap Year: 5 Punkte zum Freiwilligendienst von Jasmina in Israel – WG und Arbeit

Jasmina kommt aus Brandenburg. Sie verbringt ihr Gap Year mit einem Reisestipendium der Stiftung Mensch und Zukunft im Freiwilligendienst in Israel. Sie berichtet hier über ihre Erfahrungen. Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Erfahrungen im Gap Year kann man im Schüleraustausch Blog lesen (www.schueleraustausch-portal.de/freiwilligendienst).

1 Freiwilligendienst im Gap Year: Chaos in meiner Wohnung. In unserer Wohnung gab es kurz vor, sowie auch kurz nach den Feiertagen und dem Jahreswechsel etwas chaotische Umstände. Zunächst hatten wir einen Wasserschaden, der sowohl unsere Wohnung als auch die Wohnung unter uns betraf. Der nette Handwerker zog für zwei Wochen quasi in unser Wohnzimmer ein, riss Wände auf und bohrte Löcher an diversen Stellen, um den Schaden zu beheben und neue Leitungen zu verlegen, während die Wohnung bewohnbar blieb, auch wenn wir kein warmes Wasser hatten und es in allen Zimmern grau vor lauter Baustaub wurde. In dieser Zeit nutzten wir oftmals die Duschen in unseren Stationen im Krankenhaus und verbrachten unsere Tage oftmals außerhalb unseres Zuhauses, zumal zwei von uns aus ihrem Zimmer aufs Sofa ziehen mussten. Als der Wasserschaden behoben, die Wände wieder verschlossen und die Wohnung geputzt war, standen wir vor dem nächsten Problem. Wir hatten, vermutlich durch das regnerische Wetter verursacht, plötzlich sehr viel Schimmel, diesmal in dem Zimmer von mir und meiner Mitbewohnerin. Auch wir zogen dann ins Wohnzimmer um, ich habe eine Nacht auf meiner Station auf einer Liege in einem der Ärztezimmer und eine weitere Nacht in der Wohnung der Zivildienst-Mädchen von meiner Station geschlafen, die nur zwei Straßen von uns entfernt wohnen. Inzwischen sind wir wieder in unserem Zimmer und warten darauf, dass der Handwerker unsere Wände mit einer speziellen Farbe überstreicht.

2 Freiwilligendienst im Gap Year: Meine Arbeit mit kranken Kindern im Kinderkrankenhaus. Auf meiner Station läuft es sehr gut, ich fühle mich dort wirklich zuhause, auch wenn es emotional sehr schwer sein kann, Kinder in schlechten gesundheitlichen Zuständen zu sehen und mit Eltern zu reden, während man weiß, dass deren Kind sterben wird. Trotzdem versuche ich, zu allen Eltern und Patienten ein persönliches Verhältnis aufzubauen, was mir auch gut gelingt.

3 Freiwilligendienst im Gap Year: Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern im Krankenhaus. Mit den Krankenschwestern, Sozialarbeitern und Ärzten auf meiner Station verstehe ich mich auch immer besser, man beginnt, persönlichere Bindungen aufzubauen und redet auch über mehr als nur die Station und die Patienten. Dazu trägt auch bei, dass mein Hebräisch immer besser und alltagstauglicher wird.

4 Freiwilligendienst im Gap Year: Die seelische Belastung auf der Kinderkrebsstation. Wir reden auch in unserer WG oftmals über unseren Arbeitsalltag, was uns allen dabei hilft, besser mit einigen Situationen umzugehen. Bei einigen meiner Freunde sterben täglich Menschen auf den Stationen, die dort nur einige Tage oder Wochen waren. Im Gegensatz dazu ist es bei mir in der Onkologie eher so, dass die Patienten in langfristigen Therapien sind, viel Zeit auf meiner Station verbringen und es ihnen auch über einen längeren Zeitraum schlecht geht. Die seelische Belastung ist vermutlich in beiden Fällen gleich, da ich meine Patienten zumeist zwar nicht sterben, aber dafür leiden sehe und auch immer besser persönlich kenne, als andere Freiwillige ihre sterbenden Patienten kennen. In jedem Fall sind wir ziemlich machtlos gegenüber den gesundheitlichen Umständen und fühlen uns oft auch hilflos, da wir einfach keine medizinische Ausbildung haben.

5 Freiwilligendienst im Gap Year: Meine Motivation für die Arbeit mit kranken Kindern. Dafür können wir aber jeden Tag versuchen, unseren Patienten mit kleinen Dingen eine Freude zu machen und immer wieder Menschen zum Lächeln zu bringen, soweit es eben geht. Das sagte mir eine Ärztin meiner Station in einem Gespräch über unsere Machtlosigkeit gegenüber der Natur der Krankheiten und darüber, warum sie trotz der vielen traurigen Dinge in der Kinder-Onkologie arbeitet.

Schüleraustausch und Gap Year: Wie man die gute und günstige Austauschorganisation findet. Wer ins Internet sieht, stellt fest: Es gibt sehr viele Anbieter für Freiwilligendienst .Wichtig ist, nur solche Anbieter anzusehen, die sowohl leistungsfähig als auch seriös sind. Am einfachsten und sichersten ist es, wenn man eine vor-geprüfte Anbieter-Auswahl nutzt. Dafür gibt es die Anbieter-Suchmaschine auf dem Schüleraustausch-Portal, das unabhängig informiert: www.schueleraustausch-portal.de/organisationen. Dort gibt es auch die Stipendien Datenbank mit mehr als 1.000 seriösen Stipendien. Vor der Entscheidung sollte man zusätzlich mit mehreren guten Anbietern persönlich sprechen. Dafür gibt es die bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen, die deutschen Spezialmessen für Schüleraustausch und Gap Year der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung, die nur seriöse Anbieter zulässt. Orte und Termine: www.aufindiewelt.de/messen. Der Eintritt ist frei. Die nächste AUF IN DIE WELT-Messe für Berlin und Brandenburg findet am 15.02.2020 in Berlin statt.

Veröffentlicht von:

Deutsche Stiftung Völkerverständigung

An der Reitbahn 1
22926 Ahrensburg
DE
Homepage: https://www.deutsche-stiftung-voelkerverstaendigung.de

Ansprechpartner(in):
Michael Eckstein
Herausgeber-Profil öffnen


      

Firmenprofil:

Die Deutsche Stiftung Völkerverständigung ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in der Nähe von Hamburg. Die Stiftung ist ordentliches Mitglied des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.
Auf dem Gebiet des Schüler- und Studentenaustausches und der internationalen Bildung engagiert sich die Stiftung mit den Austausch-Stipendien, Universitätsstipendien für die USA, den bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen, den Deutschen Schüleraustausch-Messen, dem SchülerAustausch-Preis, Fachtagungen und Publikationen. Mit den Informations- und Vergleichsportalen www.internationale-hochschulen.de, www.schueleraustausch-portal.de, www.sprachreise-suche.de gibt die Stiftung auch im Internet unabhängige Informationen.

Informationen sind erhältlich bei:

Deutsche Stiftung Völkerverständigung
Dr. Michael Eckstein
An der Reitbahn 1
D-22926 Ahrensburg
E-Mail: presse@schueleraustausch-portal.de


    Auch interessant: