Buchtipp zu Ostern: Lebt wohl Familienmonster

Wer die Bücher von Heidi Dahlsen kennt, weiß, dass auch im traurigsten Kapitel eine Portion Humor nicht fehlen darf. Ein Lesevergnügen der besondere Art.

 

Lebt wohl, Familienmonster 

Seit frühester Kindheit musste ich in meiner Familie gegen reale Monster kämpfen. In diesem Buch beschreibe ich, welche Auswirkungen der jahrelange Kampf auf mein bisheriges Leben hatte und wie ich es geschafft habe, mich von den Dämonen meiner Vergangenheit erfolgreich zu befreien.
Lesermeinung: Heidi Dahlsen schreibt nicht einfach nur Bücher, sondern füllt diese mit Lebensgeschichten. Für sie ist das Schreiben eine Form des Verarbeitens ihrer Erlebnisse.
Sie möchte aufwecken und wachrütteln, die Menschen sensibilisieren und mit Vorurteilen gegenüber psychischen Erkrankungen aufräumen. Sie wünscht sich, dass von diesen Krankheiten betroffene Menschen von der Gesellschaft toleriert, akzeptiert und vor allem in die Gesellschaft integriert werden. Bei allen in ihre Bücher gepackten Emotionen, Informationen und Abrechnungen gelingt es ihr noch, den Leser zu unterhalten.
Homepage: www.autorin-heidi-dahlsen.jimdo.com

ISBN-13: 978-3746705859

 

Leseprobe:

 In der Krippe wurde ich sehr gelobt, weil ich so gut aß. Die Köchin füllte immer zuerst meinen Teller, und sobald sie um den Tisch herum war, hatte ich bereits alles restlos weggeputzt und bekam zur Belohnung den zweiten „Schlag”. „So ist es fein. Du musst immer schön aufessen, damit du groß und stark wirst”, sagte sie zu mir. Wer gibt Erwachsenen eigentlich das Recht, kleine Kinder so zu belügen?

Wenn ich wenigstens groß geworden wäre …

Nach heutiger Erkenntnis weiß ich, dass damals auf diese eigentlich nur gut gemeinte Art und Weise mein bleibendes Übergewicht angelegt wurde.Meine Mutter berichtete öfter ganz stolz, dass sie mir bereits im zarten Alter von einem halben Jahr ein Brötchen in die Hand drückte, mich damit in eine Sofaecke klemmte und dann erst einmal in Ruhe einkaufen ging. Als sie nach Hause kam, saß ich immer noch

so da und war auch schon satt.

Meine Eltern übten sich sehr früh darin, mich allein zu lassen. Wahrscheinlich sollte das meine Selbstständigkeit fördern.

Nach meinem dritten Geburtstag kam ich in den Kindergarten.

Es gefiel mir ganz gut. Ich hatte andere Kinder zum Spielen, wurde unterhalten und beschäftigt.

Nur, wenn es früh schon hieß: „Heute wollen wir turnen”, kullerten Tränen unaufhaltsam meine Wangen runter.

Bewegung war noch nie mein Ding, ungeschickt quälte ich mich über die Runden.Das Essen schmeckte auch hier ganz lecker, sodass meine kindlichen Rundungen weiterhin gut versorgt wurden.Im Sandkasten spielte der Wilfried gerne mit mir. Der sagte oft, dass er mich später mal heiraten wird. Das machte mich glücklich, denn ich kannte ihn gut und wusste mich rechtzeitig für das Leben versorgt.Dreißig Jahre später lernte ich seine Frau kennen. Mit ihr war er inzwischen fast zwei Jahrzehnte verheiratet und hatte zwei Kinder. Schmunzelnd erzählte ich ihr von meinen Buddelkasten-Erlebnissen mit ihrem Mann. Sie sah mich erstaunt an und sagte: „Hättest du ihn lieber mal genommen, dann wäre mir viel erspart geblieben.” 

 

©byChristine Erdic

 

Firmeninformation
Die deutsche Buchautorin Christine Erdic lebt zur Zeit hauptsächlich in der Türkei.
Beruflich unterrichtet sie in der Türkei Deutsch für Schüler (Nachhilfe), sie gab
Sprachtraining an der Uni und machte Übersetzungen für türkische Zeitungen.

Veröffentlicht von:

Frau Christine Erdiç

115 sok no 30
35050 Izmir
TR
Homepage: https://christineerdic.jimdo.com/

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Christine Erdic
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Die deutsche Buchautorin Christine Erdic lebt zur Zeit hauptsächlich in der Türkei. 
Beruflich unterrichtet sie in der Türkei Deutsch für Schüler (Nachhilfe), sie gab 
Sprachtraining an der Uni und machte Übersetzungen für türkische Zeitungen. 

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