Stell dein Licht nicht unter den Scheffel

Manchmal dauert es ein wenig, bis man seine eigenen Werte und  Fähigkeiten entdeckt. Doch jeder Mensch, jedes Tier ist etwas ganz Besonderes, Einzigartiges. Dieses Buch möchte Kindern Mut machen, sich zu zeigen wie man ist. Manchmal gehört da schon eine Portion Überwindung dazu. Doch auch Empathie und Hilfsbereitschaft kommen hier nicht zu kurz. Auch Eltern sollten dieses Buch lesen.

 

Kleine Mutmachgeschichten

Für die Autorinnen Heidi Dahlsen, Christine Erdic, Britta Kummer und Karin Pfolz ist ein Kinderlachen das schönste Geschenk, aber sie wissen auch, dass dies schnell getrübt sein kann.
In diesem Buch finden sich liebevoll erzählte Geschichten die Kindern in schwierigen Situationen Mut machen können. Wie wichtig Freundschaft und Kameradschaft ist und das Erkennen von Gefahren, aber auch den eigenen Wert sehen und den Mut zum Helfen zu haben, sind Themen dieses Werkes.
Witzige, aber auch gefühlvolle Erlebnisse aus dem Leben, für Kinder die mutig und selbstsicher im Leben stehen wollen.

ISBN-13: 978-3903056442

 

Leseprobe aus „Johannes“

Johannes Geschwister sind total begabt und gewinnen immerzu Preise. Im Wohnzimmer steht extra eine Vitrine, in der alle Medaillen, Urkunden und Pokale gesammelt sind, um diese den Besuchern stolz zu präsentieren. Wenn die Sonne hereinscheint, blitzt und blinkt es, sodass er seine Augen zukneifen muss, um nicht geblendet zu werden. Johannes seufzt, denn er konnte bisher keinen Sieg erringen und kann somit überhaupt nichts vorzeigen.

Als ihm bewusst wird, dass er noch nie etwas Bewundernswertes getan hat, muss er weinen. Noch ganz deutlich hat er die Schreie seiner Freunde und die lauten Lacher der Zuschauer im Ohr. Am vergangenen Samstag beim Fußball-Pokalspiel hatte er endlich eine Chance, Tobias schoss ihm den Ball zu und er nahm Anlauf, trippelte am Gegenspieler Sebastian vorbei und lief und lief und lief und weil sich ihm niemand in den Weg stellte, schmetterte er den Ball mit aller Wucht auf das Tor. Er war so glücklich, denn das war sein allererstes überhaupt. Das Glück hielt jedoch nicht lange an, denn nun sah er, dass er ins eigene Tor getroffen hatte. Am liebsten wäre er im Boden versunken. Sein Trainer wollte ihn trösten, aber was half das? Das Spiel war verloren und er allein daran schuld.

Zuhause hatte ihn am Abend niemand gefragt, ob seine Mannschaft gewonnen hat. Alle sprachen nur davon, dass Constantin der Gewinner des spektakulären Tennis-Matches war. Mama und Papa waren sehr stolz auf seinen großen Bruder.

„Johannes, das Abendessen ist fertig“, hört er Clarissa rufen.

Er geht nach unten und setzt sich an den Tisch. Weil er keinen Appetit hat, schiebt er den Teller von sich weg.

„Was ist los?“, fragt seine Mama. „Bist du krank?“

„Nein“, antwortet er.

„Na, dann ist ja gut, ich habe nämlich keine Zeit mit dir zum Kinderarzt zu fahren.“

Und wieder einmal drehen sich die Gespräche nur um Constantins Tennistraining und die anstehenden Turniere und um das große Konzert, an dem Clarissa als Pianistin ihren ersten großen Auftritt haben wird.

Papa wird Constantin zum Tennis begleiten und Mama Clarissa in die Stadthalle.

„Und wann feiern wir meinen Geburtstag?“, fragt er. „Ihr seid ja dann alle gar nicht da.“

Er ist maßlos enttäuscht, denn er hatte gehofft, dass er auch so eine schöne Feier wie Tristan haben wird.

„Johannes, du Wicht, du wirst erst zehn Jahre alt“, sagt Constantin und lacht. „Das ist doch kein großes Ding.“

„Ja“, ergänzt Papa, „ich gebe dir Geld und du kannst deine Freunde in die Pizzeria einladen.“

„Welche Freunde?“, fragt Johannes leise und schon wieder kommen ihm Tränen hoch, die er tapfer runterschluckt.

Er hat ja gar keine Freunde, die er einladen könnte. Seine Fußballkameraden lachen immer noch über ihn. Sie nennen ihn „blindes Huhn“. Und die Jungs aus der Schwimmmannschaft wollen auch nichts mit ihm zu tun haben, weil er allen hinterherschwimmt wie ein lahmes Walross.

Niemand würde seine Einladung annehmen, da ist er sich sicher. Nur Tristan, aber den darf er nicht einladen, weil seine Eltern ihm den Kontakt verboten haben. Tristans Mama kann nach einem Unfall nicht mehr arbeiten und sein Papa ist Hausmeister in der Schule. Mit „solchen“ Leuten soll er sich nicht abgeben, meint seine Mama. Das kann er nicht verstehen, denn immer wenn er bei Müllers zu Besuch ist, natürlich nur heimlich, sind alle freundlich zu ihm und haben viel Spaß miteinander. Tristan ist niemals allein.

 

Wie die Geschichte weitergeht und noch vieles mehr kann man in dem spannenden Buch nachlesen.

 

©byChristine Erdic

 

Firmeninformation
Die deutsche Buchautorin Christine Erdic lebt zur Zeit hauptsächlich in der Türkei.
Beruflich unterrichtet sie in der Türkei Deutsch für Schüler (Nachhilfe), sie gab
Sprachtraining an der Uni und machte Übersetzungen für türkische Zeitungen.

Veröffentlicht von:

Frau Christine Erdiç

115 sok no 30
35050 Izmir
TR
Homepage: https://christineerdic.jimdo.com/

Ansprechpartner(in):
Christine Erdic
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Die deutsche Buchautorin Christine Erdic lebt zur Zeit hauptsächlich in der Türkei. 
Beruflich unterrichtet sie in der Türkei Deutsch für Schüler (Nachhilfe), sie gab 
Sprachtraining an der Uni und machte Übersetzungen für türkische Zeitungen. 

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