Alexa meets Industry – FIR erforscht Nutzen von Sprachsteuerungssystemen für KMU im Maschinenbau

Aachen, 19.02.2020. Alexa, Siri, Cortana, Bixbi…: Diese Namen hört man mittlerweile in immer mehr Haushalten. Sprachassistenten übernehmen auf Zuruf viele Aufgaben, vom Einschalten des Radios über die Regelung der Beleuchtung bis hin zum Erstellen von Einkaufslisten. Mit zunehmender Verfügbarkeit smarter Geräte etablieren sich dabei immer mehr Anwendungen, die mit der Automatisierung von Abläufen die Hausarbeit erleichtern, lästige Aufgaben übernehmen, Zeit verschaffen. 
 
Gehört die intelligente Spracherkennung und -steuerung heute im privaten Umfeld schon zum Alltag, hat sie sich in der produzierenden Industrie bisher kaum durchgesetzt. Hier sind nur wenige Anwendungen im Einsatz, wie beispielsweise das Verfahren „Pick by Voice” in der Kommissionierung oder die automatisierte Erfassung von telefonischen Anfragen im Kundenservice. 
 
Mit fortschreitender Digitalisierung und Vernetzung eröffnet die Sprachsteuerung auch weiteren Bereichen in der Produktion und Logistik Potenziale zur Optimierung von Prozessen, Tätigkeiten, Kosten und Qualität. Das jetzt gestartete Verbundprojekt „Smart Speaker” will diese Potenziale für KMU aus dem Maschinen- und Anlagenbau erschließen. Im Konsortium untersuchen das FIR an der RWTH Aachen, das International Performance Research Institut (IPRI gGmbH) sowie Partner aus Unternehmen und Fachverbänden die Einsatzmöglichkeiten, die Effekte und den Nutzen von Sprachassistenzsystemen im industriellen Einsatz. Ziel des Projektes ist es, Einsatzszenarien mit signifikantem Nutzen zu identifizieren, deren Wertschöpfungspotenzial zu analysieren und für Unternehmen nutzbar zu machen. Dazu soll innerhalb des Forschungsvorhabens das Smart Speaker Playbook entstehen, das die spezifische Identifikation, Priorisierung und Umsetzung von Anwendungen mit dem für ein Unternehmen jeweils größten Nutzen erleichtert.
 
Das Projekt „Smart Speaker” wird unter der Trägerschaft der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke” e. V. (AIF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Innerhalb der Laufzeit von 2 Jahren will das Konsortium seine Vision umsetzen, die Wertschöpfungspotenziale in Unternehmen durch Erschließung einer Vielzahl von miteinander kommunizierenden Anwendungen zu stärken. Interessierte Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau sowie Fachverbände sind herzlich eingeladen, das Projekt mitzugestalten. Als Teilnehmer haben Sie die Möglichkeit, aktiv an der Pilotierung von Prozessen teilzunehmen und eigene Fragestellungen in die Forschungsarbeit einzubringen. Nach Abschluss erhalten Sie exklusiven, kostenlosen Zugang zu den Forschungsergebnissen.

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Mit Erforschung und Transfer innovativer Lösungen leistet das FIR einen Beitrag zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Dies erfolgt in der geeigneten Infrastruktur zur experimentellen Organisationsforschung methodisch fundiert, wissenschaftlich rigoros und unter direkter Beteiligung von Experten aus der Wirtschaft. Im Zentrum der Betrachtung liegen die industriellen Verticals als Anwendungsfälle. Dies sind aktuell: Future Logistics, Smart Services und Smart Maintenance, Smart Commercial Buildings und Smart Mobility.


Das Institut begleitet Unternehmen, forscht, qualifiziert und lehrt in den Bereichen Dienstleistungsmanagement, Business-Transformation, Informationsmanagement und Produktionsmanagement. Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen fördert das FIR die Forschung und Entwicklung zugunsten kleiner, mittlerer und großer Unternehmen.


Seit 2010 leitet der Geschäftsführer des FIR, Professor Volker Stich, zudem das Cluster Smart Logistik auf dem RWTH Aachen Campus. Im Cluster Smart Logistik ermöglicht das FIR eine bisher einzigartige Form der Zusammenarbeit zwischen Vertretern aus Forschung und Industrie. Das FIR wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert, unterstützt als Johannes-Rau-Forschungsinstitut die Forschungsstrategie des Landes und beteiligt sich an den entsprechenden Landesclustern, um den Standort NRW zu stärken.

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