Zu Ostern in mystische Welten eintauchen

Lieben Sie es mystisch und spannend? Dieser Roman führt Sie von der Gegenwart direkt in das mittelalterliche Venedig zur Zeit der Pest und der Blütezeit der Geheimorden. Kann Ana Karina das Rätsel um das Verschwinden ihrer Zwillingsschwester Christina Maria lösen?

 

Mystica Venezia

Eine verschwundene Braut, ein Sensenmann als Gondoliere, eine blinde Malerin, ein seltsames Zeichen an einer Mauer und ein geheimnisvoller Orden, Guido hat sich seine Hochzeitsreise nach Venedig dann doch etwas anders vorgestellt. Verzweifelt macht er sich gemeinsam mit seiner Schwägerin Ana Karina in den Wirren des Karnevals, der durch die engen Gassen der Lagunenstadt tobt, auf die fast aussichtslose Suche nach Christina Maria und stößt dabei auf eine uralte Legende.

ISBN-13: 978-3903056701

 

Leseprobe:

Prolog:
„Oh Isais, die du einst kamst aus dem Reich der Dämonen und aufstiegst zu uns in die Welt der Götter, rein ist dein Herz und licht deine Seele! Nur du vermagst es, den von niederen Geistern entwendeten Stein aus den Tiefen der Unterwelt zurückzuholen, wohin er geschaffen wurde, um die göttlichen weiblichen Kraftschwingungen für alle Zeiten von der Erde zu verbannen. So geh nun, und bring den Stein zurück an einen sicheren Ort, auf dass er dort verwahrt werde, bis die Zeit gekommen ist, die weibliche und die männliche Lichtkraft, den Ilua und den Garil zu vereinen.”

Sie bildeten einen Reigen, die sieben Gestalten in ihren grauen Gewändern. ‘Mönchskutten’, dachte Ana Karina und versuchte, sich zu erinnern, wo sie so etwas schon einmal gesehen hatte. In einem Film? Kutten wie in ‘Der Name der Rose’, aber dort waren sie braun, oder? Lautlos, unheimlich bewegten sie sich im Kreis. Jetzt trat eine Gestalt zur Seite und gab den Blick auf einen Sockel aus Stein frei. Und auf dem Sockel lag eingebettet in rotem Samt … ihr stockte der Atem … der Ilua. Das musste der Ilua sein. Schwarz, glatt und geheimnisvoll schimmerte er in einem düsteren und doch erhabenen Glanz. Sie wollte einen Schritt nach vorn machen, doch ihre Füße waren wie festgeklebt am Boden, versagten ihren Dienst. Verzweifelt streckte sie ihre Hand aus. Dort sollte der Stein liegen, wie damals in ihrem Traum. Er gehörte zu ihr.
Doch ihre Finger erreichten den Stein nicht. Nur eine Illusion, ein weiterer Traum. Wie damals, als Isais ihr den Auftrag gab, den Stein zu bewahren. Jenen Stein, den sie nicht wirklich besaß, der immer nur im Traum auftauchte und nach dem Erwachen nicht mehr als eine Erinnerung war. Karina versuchte, sich zu konzentrieren. Sie befand sich in einer niedrigen Höhle, die sich jedoch weit in die Tiefe erstreckte. Der Sockel und die sieben Mönche, oder was auch immer sie waren, wurden von Fackeln erhellt, die geschickt an den unbehauenen Felswänden befestigt waren. Flackerndes Licht, das geheimnisvolle Schatten warf. Murmelnder Singsang in einer fremden und doch so seltsam vertrauten Sprache. War das Italienisch? Ana Karina spitzte die Ohren. Und plötzlich verstand sie, was die Männer sangen.
„Nicht mehr lang wird es dauern. Nah ist das Reich, nah die Erleuchtung. Vereint werdet ihr Großes vollbringen und die Dimensionen bezwingen. Weisheit, Erkenntnis und ewiges Leben.”
„Gebt mir den Stein, ich soll ihn doch verwahren und sicher an sein Ziel bringen”, wollte sie rufen, doch ihre Zunge gehorchte ihr nicht. Sie war stumm und bewegungsunfähig.
‘Gedankenkraft! Der Ilua wird zu mir kommen, wenn ich mich fest genug darauf konzentriere. Ja, nur so kann es gehen!’
Das Gemurmel verstummte, und jemand anders streckte die Hand nach dem Ilua aus.
‚Nein, nein, der Stein muss nach Venedig! Nur dort kann er mit dem Garil vereint werden‘, schrie es in ihr, doch noch immer drang kein Laut über ihre Lippen.
Eine der Gestalten flüsterte etwas, und der, der eben die Hand ausgestreckt hatte, nickte zustimmend. Seine Finger schlossen sich um Tuch und Stein, einsam und leer blieb der graue Sockel zurück. Dann drehte er sich um, und für den Bruchteil einer Sekunde trafen sich ihre Blicke. Ana Karina sah so etwas wie Verwunderung in den runden blauen Augen, die sie in fast kindlicher Unschuld musterten.

 

©byChristine Erdic

 

Firmeninformation
Die deutsche Buchautorin Christine Erdic lebt zur Zeit hauptsächlich in der Türkei.
Beruflich unterrichtet sie in der Türkei Deutsch für Schüler (Nachhilfe), sie gab
Sprachtraining an der Uni und machte Übersetzungen für türkische Zeitungen.

 

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Frau Christine Erdiç

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35050 Izmir
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Die deutsche Buchautorin Christine Erdic lebt zur Zeit hauptsächlich in der Türkei.

Beruflich unterrichtet sie in der Türkei Deutsch für Schüler (Nachhilfe), sie gab Sprachtraining an der Uni und machte Übersetzungen für türkische Zeitungen.

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