Kontaktverbot

Eins gleich mal zu Anfang: Es ist durchaus geeignet die Ausbreitung des Corona-Virus positiv zu beeinflussen. So gesehen sicherlich eine nachvollziehbare sinnvolle Maßnahme. Doch genau hier werden auch „Opfer“ per Gesetz geschaffen über die nicht weiter gesprochen wird.

Beginnen wir einmal mit der Schließung der Schulen. Solch eine Maßnahme zerstört die Friday for Future Bewegung. Wie sollen denn die lieben Kleinen nun Schule für das Klima schwänzen? Virtuelle Demo? Da fehlt denen nun der Spaßfaktor. Man darf sich bereits darüber wundern, dass fanatisierte Umweltparteien und Verbände noch kein Statement dazu abgegeben haben. Auch die Umweltelfe aus dem Köttbuller-Land ist erstaunlich leise geworden. Der brave Bürger in Deutschland wird Freitags sicherlich verunsichert sein. kein Geschrei auf den Straßen, keine Verkehrsbehinderung durch Plakat schwingende Weltretter mehr. Wenn das nicht ans Herz geht … was denn dann?

Auch sollten wir Mitleid mit dem Online-Handel zeigen. Vermehrt wird er in diesen Tagen konfrontiert. Daraus ergeben sich Sorgen, die es vorher nur vereinzelt gab, nämlich: Wohin mit dem vielen zusätzlichen Geld? Lagerhallen werden angemietet um die Massen an Geldscheinen zwischenzulagern. Eine fürchterliche Situation.

Was wird eigentlich passieren, wenn es mal brennt? Verstoßen da nicht die Feuerwehrleute gegen das Kontaktverbot, wenn sie gemeinsam im Fahrzeug sitzen, zum Brand fahren und ebenso gemeinsam die Löscharbeiten ausführen? Fein raus sind da nur die freiwilligen Feuerwehren. Die müssen nicht um jeden Preis löschen, ist ja freiwillig …

Regelrecht arbeitslos wird das SEK. Jeglicher Einsatz würde dem Kontaktverbot widersprechen. Kein Gummiknüppel sirrt durch die Luft, kein Wasserwerfer bespritzt alte Omis zu Pfingsten bei der Demo für kostenlose Einlagen, zum Schlaffi verurteilt sitzen die netten SEK-Leute nun im Einsatzraum, Chips kauend und TV sehen. Grauslig …

In heftiger Konfrontation mit diversen Gesetzen stehen selbstredend die gemeinen Bordsteinschwalben und Hupfdohlen. Flatterten sie bisher teils in Scharen über den Boulevard, ist das nun vorbei. Sehr ernsthaft muss man augenblicklich diese Situation hinterfragen, können die sich nicht auf ein Tierschutzgesetz berufen? Warum schweigt NABU? Kein Politiker war bisher bereit sich dazu zu äußern. Apropos Politiker, also die Sache mit der zwei-Personen-Regelung war recht geschickt gemacht, muss man anerkennen. Heißt es doch im Volksmund häufiger: Der oder Die hat noch Einen neben sich laufen … dürfen die weiterhin so machen, die Auflagen bremsen das durch die 2-Personen-Regelung nicht aus.. Niemand muss also Angst haben plötzlich nicht mehr regiert zu werden, für alles ist Vorsorge getroffen.

Ausgesprochen gesund ist das Kontaktverbot und die Schließung der Kneipen hingegen für einige Szene-Wirte. Keine schmerzenden Hände mehr durch die endlose Geldzählerei. Dabei versuchte man bereits vor der Corona-Krise im Sinn eigener Gesundheit zu handeln. Der Durchschnittspreis für 0,2L (inklusiv 0,15L köstlichem Schaum …) Altbier (Altstadt Düsseldorf) von 2,20 und in einigen Lokalen deutlich darüber, sollte auch dazu beitragen das die Geldzählerei weniger wird, soll aber bisher nicht wirklich geholfen haben. Ein schweres Los!

Wer aktuell Geldsorgen der anderen Art hatte, profitiert gleichfalls. So schrieb Eveline XY an ihre Bank: Ich hätte mich bereits bei Ihnen bezüglich Rückzahlungen und Pfändungen gemeldet, doch als treuer Bürger, der die Gesetze achtet, wird das aktuell durch das Kontaktverbot leider verhindert, ich kann das nicht missachten. Bitte haben Sie Geduld und erhöhen Sie zwischenzeitlich meinen Dispo auf 30.000 Euro. Es würde mir vorübergehend helfen.

Daher schimpfen wir nicht über das Eremitendasein. Irgendwann wird bestimmt eine Zeitschrift einen bunten Bericht darüber veröffentlichen: So überlebten wir die Einsamkeit des Großstadtdschungels, Promi´s berichten.

Packen wir´s an, bleiben SIE tapfer und gesund, et hätt noch imma juut jejange.

Veröffentlicht von:

Ulli Zauner

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