Lebendigkeit zelebrieren, Gegenseitigkeit ermöglichen – so dem Natürlichen Raum geben

Vom 19. bis 21. Juni 2020 finden zum dritten Mal »Erdfeste« statt

Berlin, April 2020. Angesichts der Corona-Krise erlebt die Vision der »ERDFEST«-Initiative – »Dem Lebendigen Lebendigkeit zurück schenken – bewusst sein. Eine Antwort geben auf den Zustand der Welt« – auf berührende Weise Zuspruch. Das, was die Pandemie gegenwärtig von uns allen fordert, uns zurückzunehmen, Gegenseitigkeit zu ermöglichen, Lebensräume zu schützen und dem Natürlichen Raum zu geben, spricht auch die tiefere Verbundenheit an, aus der heraus die Erdfeste leben. 2017 ins Leben gerufen von der Nachhaltigkeitsforscherin Hildegard Kurt und dem Biologen und Philosophen Andreas Weber, zielt diese Initiative darauf, mit den an vielen Orten zeitgleich gefeierten Erdfesten eine neue kulturelle Allmende zu schaffen: ein Gemeingut für Nachhaltige Entwicklung und für den Schutz biologischer Vielfalt. Erdfeste stellen dem politischen Engagement für den notwendigen Wandel eine zusätzliche Ressource an die Seite, nämlich das gemeinschaftliche Zelebrieren unserer Existenz auf und mit der lebendigen Erde – woraus Inspiration für eine echte, partnerschaftliche Beziehung zur lebendigen Mitwelt erwächst. Es ist eine Vision, die verbindet und gedeiht – im Sommer 2019 fanden deutschlandweit etwa 180 Erdfeste statt, bei denen schätzungsweise 5.500 Menschen in lebendigen Beziehungen mit unserer Um- und Mitwelt zusammenkamen.

 

Erdfeste 2020 – auch angesichts der Corona-Pandemie möglich und vor allem dienlich

Auch in diesem Jahr finden wieder Erdfeste statt, vom 19. bis 21. Juni 2020. Erdfeste leben von innerer Haltung und In-Verbindung-Sein und sind nicht darauf angewiesen, als Publikumsevent geplant zu werden. Das bedeutet, sie können auf jeden Fall stattfinden. Dazu die Initiierenden Hildegard Kurt und Andreas Weber: »Das Erdfest begehen bedeutet NICHT, eine Veranstaltung organisieren zu müssen. Stattdessen können die Erdfest-Tage ein Anlass werden, bewusst inne zu halten. Aus dem Modus des Machens herauszugehen. Etwa gemeinsam einen Ort draußen aufzusuchen, der einen ruft. Dort still zu verweilen, um wahrzunehmen. Einen Baum, eine Wiese, einen Bach oder auch eine Industriebrache fragen: Was erfahre ich von dir? Und anschließend miteinander teilen, was dabei geschehen ist … Wie spannend das wäre! Ein Erdfest vom feinsten!« 

 

Unter den Gegebenheiten der Corona-Krise kann »ein Ort draußen« der Balkon, der eigene Garten sein, »gemeinsam« kann mit Menschen aus dem engsten Umkreis bedeuten. Kein solches Erdfest ist zu klein. Und jedes ist das schönste – weil es seine Stimmigkeit jeweils ganz aus sich schöpft, während sämtliche Erdfeste in geteilter Haltung miteinander verbunden sind. Und indem all diese kreativen, subtilen Aktivitäten auf der ERDFEST-Webplattform geteilt werden, entsteht eine Sichtbarkeit, die dann auch politisch wirksam werden dann.

 

Zur Mitwirkung eingeladen sind Organisationen jedweder Art wie auch Einzelpersonen, die Wege hin zu einer lebensfördernden Gesellschaft suchen und ebnen. Indem die Erdfeste in all ihrer Vielfalt zeitlich auf drei Tage gebündelt sind und auf der Webplattform erdfest.org publik gemacht werden, entsteht eine Wahrnehmbarkeit, die vereinzelt nicht möglich wäre. Dies stärkt auch die politische Wirksamkeit. 

Informationen für am Mitwirken Interessierte: www.erdfest.org/de/mitwirken

 

 

 

Träger der »ERDFEST«-Initiative ist das und.Institut für Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit e.V. (und.Institut) in Berlin mit Unterstützung von COCREATIO – Stiftung für Kooperation und kollektive Entwicklung.

In den Jahren 2018 und 2019 wurde die »Erdfest«-Initiative vom Bundesamt für Naturschutz gefördert und im März 2019 im Sonderwettbewerb »Soziale Natur – Natur für alle« der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet, was die politische und gesellschaftliche Bedeutsamkeit dieses lebendigen Erfahrungsfeldes unterstreicht. 

 

Die »ERDFEST«-Partner: Deutsche Gesellschaft des Club of Rome, World Future Council, Ökumenische Initiative Eine Welt, Slow Food Deutschland, Demeter Verband, Michael Succow Stiftung, Zukunftsstiftung Landwirtschaft der GLS Treuhand, Schweisfurth-Stiftung, Institute for Advanced Sustainability Studies, Selbach-Umwelt-Stiftung, Stiftung Cocreatio, Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung e.V. (ANU), European Center for Sustainability Research, Mellifera e.V., Permakultur Institut, Interessengemeinschaft gesunder Boden e.V., Alanus Hochschule, Permakultur Institut, Transition Initiativen, forum Nachhaltig Wirtschaften, Oya – enkeltauglich leben, evolve –  Magazin für Bewusstsein und Kultur, Lebendige Erde, moment by moment, evidero, Werde Magazin, maas Magazin.

Weiterführende Informationen:

www.erdfest.org

www.cultures-of-enlivenment.org

www.und-institut.de

 

Betrachtung von Hildegard Kurt und Andreas Weber, warum die »ERDFEST«-Vision auch Teil einer menschlichen Antwort auf die Corona-Pandemie sein kann: https://erdfest.org/sites/erdfest.org/files/wysiwyg/vorlage_eintrag_erdfest_2020_aktuell-1_final1.pdf

 

Pressekontakt: 

Dr. Nadja Rosmann, content + creation + consulting, nadja.rosmann@zenpop.de, Tel. 06192/2068258.

 

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