Zecken sind auch schon wieder da – an Schutz in FSME-Risikogebieten denken

02.04.2020. Mit den Sonnentagen im Frühling erwacht ringsum das Leben, leider auch das der Zecken. Sie gehören zu den gefährlichsten Tieren Deutschland und verbreiten sich rasant. In den Risikogebieten beginnt der Lebensraum der Zecke bereits vor der Haustür. Dies sagt eine Studie der Universität Hohenheim. Gefährdete Personen, die sich in Risikogebieten aufhalten, sollten daher Impfschutz und bestehenden Unfallversicherung prüfen, informiert die Verbraucherorganisation Geld und Verbraucher e.V. (GVI).

Waren im Jahr 1998 nur 63 Landkreise, vornehmlich im Süden Deutschlands in Bayern und Baden-Württemberg, von der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragenden Zeckenpopulation gefährdet, waren es im Jahr 2016 bereits 146 Landkreise. Heute sind es schon 161 Landkreise und es werden von Jahr zu Jahr mehr. Nach Angaben der Universität Hohenheim gab es im Jahr 2018 fast 600 Fälle mit Hirnhautentzündung, vorwiegend in Baden-Württemberg.

Infizierte Zecken übertragen generell zwei Krankheiten: Die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Borreliose. Gegen die FSME kann man sich durch jährliche regelmäßige Impfungen schützen. Speziell gilt das für Personen, die in den Risikogebieten leben und sich vermehrt in Gärten und Natur aufhalten. Im Gegensatz zum Impfschutz bei FSME ist eine Impfung gegen Borreliose nicht möglich. Hier hilft nur Vorsicht und, falls eine Infektion vorliegt, Antibiotika, warnt Siegfried Karle, Präsident der GVI, nachdrücklich.

Was den Wenigsten in den Risikogebieten der Zecken bekannt sein dürfte, ist die Möglichkeit, sich gegen die wirtschaftlichen Folgen der Krankheit FSME und Borreliose innerhalb einer privaten Unfallversicherung abzusichern. „Doch Vorsicht, die Gerichte streiten sich immer wieder, ob Zeckenbisse und deren Folgen tatsächlich auch als Unfall laut den Versicherungsbedingungen gelten“ betont Siegfried Karle. „Daher sollten bestehende Unfallversicherungen auf den Einschluss von Zeckenbissen überprüft werden“, rät der Fachmann.

Wer seine bestehende Unfallversicherung überprüfen lassen möchte, kann den kostenlosen „Versicherungs-Check“ der Verbraucherorganisation Geld und Verbraucher e.V. unter www.geldundverbraucher.de unter der Rubrik „Gratis“ nutzen. Weitere Tipps zum Thema Impfschutz, FSME, Zecken (z.B. Risikogebiete, richtige Entfernung) sind dort ebenfalls erhältlich.

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GELD UND VERBRAUCHER Interessenvereinigung der Versicherten, Sparer und Kapitalanleger e.V. (GVI)

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Siegfried Karle (GVI-Präsident, Dipl.-Betriebswirt (FH): 07131-91332-20,

Jürgen Buck (GVI-Vorstand, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Bankkaufmann): 07131-91332-12


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