Schüleraustausch Argentinien und Corona Virus: 7 Erfahrungen mit dem Auslandsjahr im Ausnahmezustand

Anneli aus Nordrhein-Westfalen hat ihr Auslandsjahr mit einem Austausch-Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in Argentinien verbracht Sie berichtet hier über ihre Erfahrungen. Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Austauschschülern in Lateinamerika kann man im Schüleraustausch Blog lesen (www.schueleraustausch-portal.de/blog-lateinamerika). Das Corona Virus hält Deutschland in Atem. Wie ergeht es den Austauschschülern, die im Ausland sind? Hier kommen die Erfahrungen von Anneli, die bis Ende März 2020 in Argentinien war.
1 Mein Schüleraustausch in Argentinien und der Corona-Virus. Hey, ich bin Anneli und nun war ich schon acht Monate in Argentinien. Mein tägliches Leben und der gesamte Aufenthalt wurden durch die Corona Pandemie auf den Kopf gestellt.
2 Die Ausbreitung des Corona-Virus in Argentinien. Glücklicherweise gab es noch nicht so viele Infizierte in meinem Land, genauer gesagt alle Infizierten waren Reisende oder Menschen, die direkten Kontakt mit Menschen aus betroffenen Ländern hatten. So dass man sich zunächst nicht fürchtete, sich  auf der Straße zu infizieren. Dieses Gefühl von vermeintlicher Sicherheit hielt allerdings nicht lange an. Denn es wurde bekannt, dass ein Infizierter mit seiner Freundin auf einer großen öffentlichen Veranstaltung war und bereits Lehrkräfte in den Universitäten positive Testergebnisse aufwiesen.
3 Die Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung des Corona-Virus in Argentinien. So geschah das Unvermeidliche: Der Regierung erlegte der Bevölkerung die Quarantäne auf. Dies geschah als es noch kaum Fälle gab, kaum Infizierte, als präventive Maßnahme, denn die traurige Wahrheit ist, dass das argentinische Gesundheitssystem bei Krisenzuständen, wie man sie in Europa und den USA schon sehen konnte, zusammengebrochen wäre. Die Quarantäne in Argentinien ist strenger und weitgreifender als hier in Deutschland. Wir durften das Haus gar nicht verlassen, nur mein Gastvater war am Beginn einmal einkaufen und blieb dann die nächsten Tage zuhause. Es ist nicht gestattet einen Spaziergang zu machen, sondern man darf nur zu Fuß bis zum nächsten Supermarkt gehen.
4 Ich befürchte nicht, von einer Infektion betroffen zu sein. Genau deswegen befürchte ich nicht, dass ich Infiziert bin, da ich keine Symptome aufwies und seitdem nur in Quarantäne war. Aber ja es gibt harte Veränderungen in allen Bereichen des Lebens. Es gab keine Schule, uns wurden online Aufgaben zugeschickt.
5 Veränderungen im Leben in der Gastfamilie und mit den Freunden in Argentinien. Es war uns nicht gestattet Freunde zu sehen, wir putzten, kochten, lernten oder verbrachten Zeit zusammen in der Familie. Aber die Stimmung hatte sich sehr verändert, alle waren angespannt und gleichzeitig genervt. Aber trotzdem hatten wir wunderschöne Nachmittage voll mit Gesellschaftsspielen. Also alles hat auch sein Gutes. Natürlich ist das nicht das Leben, was man sich vorstellte, als man hinreiste. Aber man kann sich nichtsdestotrotz eine tolle Zeit machen.
6 Meine Rückreise aus Argentinien nach Deutschland. Zum Schluss hat sich die Lage total verändert. Argentinien drohte mit Grenzschließung, so dass meine Eltern mich mit dem letzten Flug noch nach Europa zurückholten und nun kommen auch alle anderen deutschen Gastschüler mit Sonderflügen nach Hause. In diesem Sinne ja es hat sich alles verändert ganz ohne Vorwarnung ich erfuhr mittwochs morgens, dass ich fliege und abends um sechs war der Flug.
7 Schüleraustausch Argentinien mit Corona Virus: Mein Fazit
Der Abschluss meines Schüleraustausches in Argentinien war etwas tragisch, weil ich mich von niemandem verabschieden konnte. Aber  wir werden unseren nächsten Familienurlaub in Argentinien verbringen, um meine Gastfamilie noch mal zusehen. Vielleicht verschlägt es mich nach dem Abitur nochmal dorthin um die verpassten beiden Monate nachzuholen.
Wo man Austauschorganisationen mit guter Beratung findet. Wer ins Internet sieht, stellt fest: Es gibt sehr viele Austauschorganisationen. Wichtig ist, nur solche Anbieter anzusehen, die sowohl leistungsfähig als auch seriös sind. Am einfachsten und sichersten ist es, wenn man eine vor-geprüfte Anbieter-Auswahl nutzt. Dafür gibt es die Anbieter-Suchmaschine auf dem Schüleraustausch-Portal, das unabhängig informiert: www.schueleraustausch-portal.de/organisationen.Vor der Entscheidung sollte man zusätzlich mit mehreren guten Anbietern persönlich sprechen. Dafür gibt es die bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen, die deutschen Schüleraustausch-Messen der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung, die nur seriöse Anbieter zulässt. Orte und Termine: www.aufindiewelt.de/messen. Der Eintritt ist frei.

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