Schneiden, nähen, bügeln

Gesundheitszentrum Bitterfeld/Wolfen fertigt Mund-Nase-Bedeckungen

Landesweit wird das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen zur Eindämmung der SARS-CoV-2-Virus-Infektion empfohlen. Allerdings sind diese Bedeckungen bisher noch Mangelware. In der Gesundheitszentrum Bitterfeld/Wolfen gGmbH gehen deshalb mehr als zehn Mitarbeiterinnen inzwischen einem freiwilligen Nebenjob nach. Sie fertigen Mund-Nase-Bedeckungen aus eng gewebten Baumwollstoffen an.

"Damit wir jeden unserer Mitarbeiter mit zwei handgefertigten Bedeckungen ausstatten können, benötigen wir mindestens 2.000 Stück. Diese Menge lässt sich nicht so schnell herstellen", berichtet Dr. Hans-Joachim Kluger. Der Ärztliche Direktor freut sich deshalb außerordentlich über das Engagement der Mitarbeiterinnen. Von der Ärztin über Schwestern bis hin zu Kolleginnen aus der Verwaltung packen alle in jeder freien Minute mit an. In Aufenthalts- und Konferenzräumen surren nun zeitweise Nähmaschinen. Anfangs stellte die Stoffbeschaffung eine Herausforderung dar. Auch mussten die Prototypen der Mund-Nase-Bedeckungen erst einen Checkup beim Ärztlichen Direktor bestehen. Aber nun läuft die Produktion bereits in der dritten Woche auf Hochtouren.

Die selbst genähten Bedeckungen entsprechen natürlich nicht den Standards von Medizinprodukten. Das müssen sie auch nicht, denn für die Versorgung direkt am Patienten trägt das Personal selbstverständlich die üblichen zertifizierten medizinischen Masken. Die alternativ hergestellten Bedeckungen dienen lediglich dem Fremdschutz, also das Gegenüber wird vor einer möglichen Tröpfcheninfektion des Trägers bewahrt. "Insofern sind sie stets bei Kontakt mit Mitmenschen – egal ob an der Patienteninformation oder beim Gang in das Verwaltungsgebäude – im Klinikum zu tragen. Sie sollen Teil der persönlichen Bekleidung sein und so selbstverständlich wie Abstands- und Händehygieneregeln werden", hofft der Ärztliche Direktor.

Im Gegensatz zu den im Krankenhaus üblichen chirurgischen Schutzmasken, die im Prinzip Einwegmasken sind, lassen sich die Mund-Nase-Bedeckungen hygienisch aufbereiten. Bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen und/oder über eine halbe Stunde trockener Hitze von über 70 Grad Celsius ausgesetzt, lassen sich die Bedeckungen immer wiederverwenden. Und anders als Medizinprodukte bringen sie mit Farben und Mustern auch Abwechslung in die Optik.

Neben der großen Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter kann die Gesundheitszentrum Bitterfeld/Wolfen gGmbH auch zahlreichen Firmen danken. Seit Beginn der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Infektionen wird dem Klinikum eine Unterstützungswelle zuteil. Das Spektrum reicht von der Belieferung mit Desinfektionsmitteln in Großgebinden und andere zur Verfügung gestellte Schutzmaterialien bis hin zur Spende von "Nervennahrung" für die Belegschaft oder dem kostenfreien Schalten von Stellenanzeigen. "Wir bedanken uns bei allen Unternehmen für die großartige Unterstützung in dieser Zeit", würdigt Geschäftsführer Norman Schaaf die vielfältigen Zuwendungen.

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