Ausbildung zum Therapiehund für tiergestützte Therapien bei manus et canis ®

Hunde sind aufgrund ihrer Evolution, die sie in besonderer Weise mit uns Menschen verbunden hat, sehr gut geeignet, um tiergestützt zu wirken. Sie leben in direkter Gemeinschaft mit uns, teilen unseren Alltag wie kaum eine andere Tierart, sind gerne mit uns unterwegs und zeigen eine tiefe soziale Anpassungsfähigkeit mit Menschen. Hunde haben gelernt, menschliche Kommunikation für sich zu deuten und zu verstehen. Sie genießen körperliche Nähe, werden gerne gestreichelt und kooperieren gerne in Aufgaben, z.B. bei der Umsetzung von Tricks und Übungen. Damit eröffnen Hunde einen besonderen Zugang zu ihrem Gegenüber und betätigen sich als Eisbrecher, Motivatoren und Kommunikationsförderer.

Tiergestützte Therapie mit Hunden

Damit sind Hunde in der tiergestützten Therapie eine mittlerweile sehr beliebte Form der Unterstützung im Gesundungsprozess des Patienten. Tiergestützte Therapieverfahren sind alternativmedizinische Behandlungsverfahren zur Heilung oder zumindest Linderung der Symptome bei psychiatrischen, psychisch/neurotischen und neurologischen Erkrankungen und seelischen und/oder geistigen Behinderungen anerkannt. Soll auf das Erleben und Verhalten von Menschen Einfluss genommen werden, wo klassische Therapieansätze nicht weiterkommen, wird durch den gezielten Einsatz eines Hundes positiv auf körperliche sowie seelische Erkrankungen des Patienten eingewirkt.

Der Therapeut und sein ausgebildeter, begleitender Hund, fungieren in diesen Momenten der Behandlung wie ein Symbiont. Gemeinsam erreichen Sie die Ziele. Dabei sind emotionale Nähe, Liebe und Anerkennung durch den Hund sowie die ausgehende Wärme des Hundes, von zentraler Bedeutung. Und in diesem Zusammenhang wird die Tiergestützte Therapie wie eine tiergestützte Intervention angesehen, die als präventive Massnahme als professionelle Helferbeziehung mit der Einflussnahme des Menschen einhergeht.

Der Therapiehund im Einsatz

Nicht jeder Hund ist für diese Aufgabe geeignet. Es muss immerhin jeden Tag für 45 min. in Situationen, die in unter Stress setzen. Dem muss das Tier gewachsen sein. Der Hund nimmt während der Behandlungszeit am Menschen, dessen Stress auf und muss in der Lage sein, dies adäquat zu kompensieren und zu reagieren. Daher wird nicht jeder Hund als Therapiehund ausgebildet, ohne das er vorher einem Wesenstest unterzogen wird. Nur wenn er diesen besteht, wird er zur Ausbildung als Therapiehund zugelassen.

Jeder Hund muss sehr gut sozialisiert, stressresistent und für spätere Aufgaben in gezielter Ausbildung trainiert werden. Dabei stammen die dafür infrage kommenden Rassen aus Gebrauchshundezuchten, vorrangig aus den Rassen Retriever und verschiedenen Hütehundrassen. Der Trend geht heute zu gezielter Zucht und Auswahl geeigneter Hunde. Die Frage nach dem geeigneten Hund oder Therapiehunde Rasse für die tiergestützte Arbeit ist ein sehr gewichtiger Aspekt für professionelle und qualitativ hochwertige Einsätze in diesem vielfältigen Tätigkeitsfeld. Hunde sind individuelle Persönlichkeiten mit ihnen eigenen Stärken, Schwächen und Eigenschaften. Jeder Hund hat mit Sicherheit eine Gabe, “seinen” Menschen glücklich zu machen und ihn als treuer Freund auf vier Pfoten durchs Leben zu begleiten. Aber nicht jeder Hund hat das Talent für und die Ausgeglichenheit für den Einsatz in der tiergestützten Arbeit und als geeignete Therapiehunde Rasse .

Je nach Einsatzgebiet sind Therapiehunde- und Besuchshunde-Teams in einem Setting tätig, das viele Umweltreize bereithält. Geräuschkulissen, starke Gerüche, wechselnde Räumlichkeiten und immer wieder neue Menschen mit teilweise aus Hundesicht ungewöhnlichen Verhaltensweisen sind hier nur einige Beispiele. Ein stabiles und besonnenes Wesen, eine freundliche Zugewandtheit gegenüber Menschen und eine vertrauensvolle Orientierung am Hundeführer verbunden mit einem guten Grundgehorsam sowie der Gesundheitszustand sind daher wichtige Voraussetzungen für eine Therapiehunderasse und Kriterien für den Einsatz eines Hundes.

Das Ausbildungsangebot von manus et canis ® für Ihre tiergestützte Arbeit mit Hunden

Tiergestützte Arbeit unterliegt in Deutschland zurzeit noch keinen staatlich anerkannten Qualifizierungsregelungen und -vorschriften. Durch die steigende Popularität und Medienpräsenz dieses Tätigkeitsfeld und die wachsende Nachfrage für tiergestützte Interventionen durch Einrichtungen und Privatpersonen erhoffen wir uns eine Änderung in naher Zukunft. Bis dahin orientieren wir uns an den Vorgaben des ESAAT. Für die tiergestützte Arbeit mit Hunden bieten wir zwei Ausbildungswege an: 1. die Zertifizierte Therapiebegleithund – Team Ausbildung und 2. die qualifizierte Besuchshundedienst Ausbildung. Zusätzlich bieten wir die individuelle Ausbildung Ihres Hundes zum Assistenzhund und die Rezertifizierung Ihrer Ausbildung.

In diesem Sinne richten wir bei manus et canis ® nicht nur den Blick auf die Professionalität in der Durchführung der tiergestützten Arbeit, sondern auf die Fairness gegenüber den Hunden. Bevor Sie mit Ihrem Hund eine Ausbildung bei uns beginnen, möchten wir Sie und Ihren Hund kennenlernen. Wir werden mit Ihnen gemeinsam prüfen und besprechen, ob Ihr Hund sich als geeignete Therapiehunde Rasse als Therapie- oder Besuchshund eignet. In der Ausbildung werden Sie und Ihr Hund praktisch geschult und auf die Anforderungen in den Einsätzen vorbereitet.

Wenn Sie noch auf der Suche nach einem therapeutischen Begleiter auf vier Pfoten sind, beraten wir Sie auch gerne bei der Auswahl einer geeigneten Therapiehunderasse. In diesem Zusammenhang wird auch oft gefragt, ob es eine speziell geeignete Therapiehunderasse oder eine Besuchshunderasse gibt. Die Hundevorlieben in unserem manus et canis ® – Team, bei unseren Absolventinnen und allen Kolleginnen in diesem Berufsfeld sind sehr unterschiedlich. Ein Blick in die Praxis zeigt, dass sich hier nicht bestimmte Rassen oder Mixe besonders hervorheben. Sondern: so vielfältig wie die Einsatzgebiete sind auch die Hundetypen, die einem hier begegnen!

manus et canis ®
https://www.ausbildung-therapiehunde.de
Ansprechpartner: Roman Jahn
Telefon:  0 59 33 – 231 64 68
E-Mail: info@manus-et-canis.de

 

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