Die intelligente Supply-Chain für den wachsenden Onlinehandel

Immer häufigere Online-Bestellungen haben den Brutto-Umsatz im E-Commerce 2019 auf 72,6 Milliarden Euro getrieben. Mit einem Plus von 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert wächst der E-Commerce-Markt also stark, ist für einen immer größeren Anteil der Einzelhandelsumsätze verantwortlich und immer mehr Unternehmen bauen ihre E-Commerce-Aktivitäten aus oder treten als neue Akteure in dieses Segment ein. Die Vorteile sind klar: Mit einem zusätzlichen Onlinegeschäft erzielen Unternehmen weitere Verkäufe und Gewinne. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und um das Geschäft zukunftssicher auszurichten, müssen Geschäfte ihre Strategie optimieren – auch ihrer Lagerhaltung und Logistik.

Der Online-Handel ist ein sehr wettbewerbsintensives Geschäft mit einer völlig anderen Kundenloyalität als im stationären Handel. Kunden finden Produkte bei vielen konkurrierenden Anbietern und besitzen die Handlungsmacht, in welchem Shop sie letztendlich kaufen. Sie machen ihre Entscheidung davon abhängig, wo sie die beste Auswahl finden und welches Geschäft das beste Kundenerlebnis bietet, einschließlich eines einfacheren Bestellvorgangs, besserer Preise und Lieferkonditionen. Eine pünktliche Lieferung ist hier oft besonders wichtig, denn die Nichteinhaltung des Liefertermins bedeutet automatisch, dass die Kundenerwartungen nicht erfüllt wurden. Kunden erwarten, dass ihre Einkäufe in Rekordgeschwindigkeit und zu niedrigen, wenn nicht sogar ohne, Lieferkosten ankommen.

Um diese Kundenerwartungen zu erfüllen, ist ein proaktives Lieferkettenmanagement essentiell. Geschäfte müssen in der Lage sein, frühzeitige Nachfragesteigerungen zu prognostizieren und auch auf wiederkehrende Spitzenzeiten wie das Weihnachtsgeschäft oder die Zunahme von Onlinebestellungen durch die Schließung des stationären Handels während der Corona-Pandemie, vorbereitet sein. Lieferketten müssen rechtzeitig optimiert werden, da Unternehmen wissen müssen, wo die Produkte erhältlich sind und wo sie sich befinden – ob in einem Lager, in einem Geschäft oder ob sie bereits in der Zustellung sind und in welchem Zustand sie sich befinden. Gleichzeitig müssen sie auf einfachere Rückgabeprozesse vorbereitet sein, die die Kunden heute fordern. Es wird geschätzt, dass 30 % der Online-Bestellungen zurückgegeben werden. Eine Zahl, die im Vergleich zu den Retouren im stationären Handel deutlich höher liegt. Sichtbarkeit, Transparenz und Agilität sind erforderlich, um den Betrieb der Lieferkette aufrechtzuerhalten und den Anforderungen des Online-Shoppings und der E-Commerce-Logistik gerecht zu werden.

Es werden intelligente Technologien benötigt, die das gesamte Supply Chain Management und damit auch das Kundenerlebnis optimieren und Transparenz ermöglichen. Denn anders als traditionelle Management-Tools ermöglicht es KI den Online-Shops, noch mehr Daten zu erfassen, Abläufe vorherzusagen und zu automatisieren.

"Traditionelle Lieferketten mit Silos unterstützen den Onlinehandel nicht. Dagegen haben IoT, künstliche Intelligenz und integrierte Lieferketten das Potenzial, den Anforderungen des E-Commerce und den Erwartungen der Kunden gerecht zu werden", sagt Nikolay Pargov, Director of Operations bei C.H. Robinson. "Unsere Plattform Navisphere bietet Zugang zu Daten in Echtzeit und gibt genaue Vorhersagen über den Lieferstatuts. So können Produkte verfolgt und Liefertermine sichergestellt werden. Die Analyse der Daten mittels KI und Machine Learning und die digitalen Liefernetzwerke verbessern die Flexibilität, Agilität und End-to-End Sichtbarkeit von Unternehmen und verbinden alle Funktionen einer Organisation mit ihrem gesamten Lieferketten-Netzwerk."

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