Mit Maske ans Lenkrad?

Viele Urlauber werden im Sommer lieber mit dem Auto in den Urlaub fahren, statt zu fliegen. Die Ansteckungsgefahr ist gering und das Risiko, dass der gebuchte Flug storniert wird, entfällt. Anlass für die ARAG Experten, sich die Bestimmungen zur Maskenpflicht im Auto in unseren Lieblings-Urlaubsländern anzuschauen.

Deutschland
Streng genommen darf in Deutschland keine Maske am Lenkrad getragen werden. Die Straßenverkehrsordnung verbietet Fahrern, ihr Gesicht so zu verhüllen, dass sie nicht mehr erkennbar sind (Paragraf 23 Absatz 4 Satz 1). Der Grund für das Verbot: Wer eine Verkehrsordnungswidrigkeit begeht, muss von der Polizei identifizierbar sein. Doch das Coronavirus hat auch hier geltendes Recht durcheinandergewirbelt. Insbesondere, wenn mehrere Personen im Auto unterwegs sind, kann der Mindestabstand in einem Pkw in der Regel nicht eingehalten werden. Dann macht ein Mundschutz auch für den Fahrer durchaus Sinn. Allerdings weisen die ARAG Experten darauf hin, dass selbstgenähte Masken oft zu groß sind und eine Identifizierung unmöglich machen. Daher sollten Fahrer besser auf handelsübliche Mund-Nase-Masken zurückgreifen. Selbst das entspricht zwar nicht den Vorschriften, dürfte in der aktuellen Situation aber nur in seltenen Fällen geahndet werden. Darüber hinaus geben die ARAG Experten zu bedenken, dass Brillenträger, die einen Mundschutz tragen, oft mit beschlagenen Brillengläsern zu kämpfen haben. In dem Fall muss der Mundschutz sofort abgenommen werden.

Spanien
Bislang galt in Spanien laut Mallorca Magazin die Maskenpflicht für alle Insassen, sobald mehr als eine Person im Auto mitfährt. Im Rahmen der Lockerungen des Vier-Phasen-Plans wurde laut italienischem Außenministerium Pflicht. Dabei ist auch die Zahl der Mitfahrer begrenzt: Es dürfen maximal zwei Fahrgäste pro weiterer Sitzreihe mitgenommen werden und der Beifahrersitz muss frei bleiben.

Frankreich
Hier gilt laut Kuratorium für Verkehrssicherheit nicht mehr.

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