Unterwasserwelt in unterirdischen Stollen – Goldkammer Frankfurt setzt Schätze aus dem Meer eindrucksvoll in Szene

Frankfurt/ Main, 10. Juli 2020: Als eines der modernsten Museen Europas ist die Goldkammer Frankfurt seit ihrer Eröffnung vor rund einem Jahr nicht zuletzt für ihren architektonischen Charme bekannt geworden. Über einen Aufzug gelangt man in der Goldkammer "unter Tage" in ein Konstrukt aus Bergwerksstollen und Kammern, welche die verschiedenen Themenräume des Museums bilden. Dabei sticht eine Kammer optisch besonders hervor: In dem Bereich "Gold aus den Meeren" findet man sich plötzlich in einer atmosphärischen, hellblau leuchtenden Unterwasserwelt wieder.

Nachdem Christoph Kolumbus im Jahr 1492 den amerikanischen Kontinent im Auftrag der kastilischen Krone entdeckte, war es das Ziel der Spanier, die Neue Welt zu erkunden und zu beherrschen. Die breitflächige Kolonialisierung Amerikas sollte nicht zuletzt dazu dienen, Portugal als Konkurrent um die Vormachtstellung in Europa und als Seemacht zu überflügeln. Schnell stellte man fest, dass der Kontinent besonders reich an Edelmetallen wie Silber und Gold war. Ganze Armadas transportierten wertvolle Schätze in Richtung Europa, doch nicht alle schafften die Heimreise.

Ein Schiff der spanischen Silberflotte, die berühmte "Nuestra Seoora de Atocha", sank am 6. September 1622 auf den Meeresgrund, nachdem es zuvor auf ein Riff bei den Florida Keys aufgelaufen war. An Bord waren Schätze im heutigen Wert von rund 400.000.000 US-Dollar. Jahrhunderte vergingen, bis der US-amerikanische Taucher Mel Fisher im Jahr 1985 endlich das sagenumwobene Schiffswrack fand, nach welchem er ganze sechszehn Jahre gesucht hatte. Einige dieser einmaligen Fundstücke befinden sich heute in dem Themenraum "Gold aus den Meeren" in der Goldkammer, darunter die beeindruckende goldene Kette des Admirals der Atocha. Sie misst stolze sechs Meter und gilt somit als weltweit längstes Exemplar ihrer Art.

Der Ausstellungsraum "Gold aus den Meeren" hält zahlreiche weitere Exponate von historischen Schiffswracks bereit, unter Anderem einzigartige Schmuckstücke und geschichtsträchtige Goldbarren. Darüber hinaus beeindrucken auch die modernen Lichtinstallationen, deren Spiegelungen die Sonnenlichteinstrahlung in Wasser imitieren. Die Besucher bekommen das Gefühl, sich nicht mehr in einem Museum, sondern in einer magischen Unterwasserwelt zu befinden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.goldkammer.de.

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