Schüleraustausch und Corona: Länder in Europa werden 2021 für junge Leute interessanter

Schüleraustausch, das Abenteuer während der Schulzeit, ist bei jungen Leuten sehr begehrt. Normalerweise können die Schüler ihr Auslandsziel unter rund 50 Ländern weltweit auswählen. Die meisten Schüler gehen in die englischsprachigen Länder in Übersee: USA; Kanada, Neuseeland, Australien, Südafrika. Danach kommen die spanisch sprachigen Länder in Mittel- und Südamerika.
Schüleraustausch und Corona Die Auswirkungen auf die Länderauswahl. Wegen der Corona-Pandemie ist ein klassischer Schüleraustausch aktuell in viele Länder der Welt nur eingeschränkt oder gar nicht machbar. Für viele Länder gelten noch Reisewarnungen der Bundesregierung. Auf der anderen Seite haben viele Zielländer ihre Grenzen geschlossen. Schulen sind oft ebenfalls geschlossen. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie sollte spätestens ab dem Schuljahr 2021 / 2022 für die meisten Zielländer wieder ein regulärer Schüleraustausch machbar sein.
Schüleraustausch und Corona: Das Angebot an Plätzen in den Auslandsprogrammen. Wegen der Corona-Pandemie ist das Angebot an Plätzen für den Schüleraustausch in den begehrten Zielländern reduziert. Das hat mehrere Gründe. Staatliche Schulen werden vorrangig dafür zu sorgen haben, den Schulalltag zu sichern. Sie werden ausländische Schüler, die ja erhöhten Betreuungsbedarf haben, weniger aufnehmen. Die privaten High Schools werden diese Lücke gerne füllen, sofern das ihren Betriebsablauf nicht stört. Allerdings müssen auch diese Schulen auf eine passende Mischung der Schülerschaft achten, was die Anzahl der Plätze für Ausländer begrenzt. Für 2021 kommt hinzu: Viele deutsche Schüler haben ihren Austausch von 2020 in das Jahr 2021 verschoben. Daher ist ein wesentlicher Teil der Plätze für 2021 schon heute vergeben. Fachleute rechen mit einem Drittel der Plätze für die TOP-Ziele in den englisch sprechenden Ländern in Übersee.
Schüleraustausch und Corona: Die Angebote in Europa. Wegen der starken Ausrichtung auf USA, Kanada, Neuseeland und Australien ist den meisten Jugendlichen gar nicht bewusst, dass ein Schüleraustausch genauso gut auch in Europa möglich ist. Für die meisten europäischen Länder gibt es seit vielen Jahren Angebote für ein Auslandsjahr. Über die Mitgliedsländer der EU hinaus schließt das auch die Nachbarländer wie etwa die Schweiz oder Norwegen ein. England hat traditionell viele gute private High Schools, die ausländischen Schülern offen stehen. Die Anzahl der Austauschschüler ist außer in England bisher relativ gering. Daher sind in Europa kaum Engpässe beim Angebot zu erwarten.
Schüleraustausch und Corona: Weltkulturen kann man in Europa erleben. Wer an einen Schüleraustausch in der Welt denkt, steuert meistens entweder die angloamerikanische Kultur mit der englischen Sprache oder die hispanische Welt mit der Weltsprache Spanisch an. Dann folgt die frankophone Welt mit der Möglichkeit, die Französischkenntnisse zu verbessern. Diese Kulturräume und Sprachen kann man auch in Europa erleben und kennenlernen. Für Englisch gibt es mit Großbritannien und Irland zwei Ziele. Für Französisch kann man zwischen Frankreich und Belgien auswählen. Schüler mit Interesse an diesen Weltkulturen müssen also Europa gar nicht verlassen, um ein spannendes Auslandsjahr zu verbringen.
Schüleraustausch und Corona: Der einfache Auslandsjahr in Europa. Europa hat unabhängig von Corona für den Schüleraustausch mehrere Vorteile. Das ist einmal die räumliche Nähe, die dazu führt, dass die Reisekosten niedriger sind als beim Auslandsjahr am anderen Ende der Welt. Mit der europäischen Einigung ist die Weltoffenheit normalerweise stark verwurzelt. Hinzu kommt, dass die Schüler zumindest innerhalb der EU kein Visum benötigen. Aber auch über den Zeitraum das Schüleraustausches hinaus bietet das Auslandsjahr in der Nähe Vorteile: Durch die politische und wirtschaftliche Verflechtung in Europa besteht die Chance, das Gelernte im Berufsleben anzuwenden, an einer Hochschule im Gastland zu studieren, und später relativ einfach wieder ins Gastland zu reisen, um Freunde und Gastfamilie wieder zusehen.
Schüleraustausch und Corona: Gesundheitliche Vorteile innerhalb von Europa. Die Corona-Pandemie führt dazu, Europa für den Schüleraustausch zusätzlich attraktiv zu machen: Die Sicherheitsvorstellungen und Gesundheitssysteme sind in Europa ähnlich. Die Infektionszahlen sind generell gering. Die Bewegungsfreiheit der Bürger*innen ist nur wenig eingeschränkt. Im „Fall der Fälle“ wäre eine Rückreise nach Deutschland relativ einfach machbar.
Schüleraustausch und Corona: Das Interesse der jungen Leute an Europa wächst. Die Erfahrungen der letzen Monate zeigen, dass die Vorteile Europas in der aktuellen Situation viele junge Leute überzeugen. Vor allem die Länder auf dem Kontinent profitieren von diesem Interesse. Großbritannien trifft trotz seiner Attraktivität im Moment noch auf Bedenken, weil die Folgen des BREXIT nicht absehbar sind. Irland als zweites englischsprachiges Ziel in Europa ist als „Marke“ auf dem Schüleraustausch-Markt noch wenig bekannt. Unter dem Corona-Gesichtspunkt ist wichtig zu wissen, dass die Irische Regierung einen besonders rigiden Kurs mit Einschränkungen für Reisende fährt. Reisende aus Deutschland müssen nach ihrer Ankunft in Irland weiter zwei Wochen in Isolation gehen.
Schüleraustausch und Corona: Austauschorganisationen für Europa. Die gute Nachricht: Viele Austauschorganisationen haben auch europäische Länder im Programm. Normalerweise haben sich die Anbieter auf einzelne Länder spezialisiert. Bei der Suche ist es wichtig, nur seriöse und leistungsfähige Anbieter in den Blick zu nehmen. Im Internet gibt es dafür die Anbietersuche auf dem Schüleraustausch-Portal (www.schueleraustausch-portal.de/organisationen). Persönlich können die jungen Leute diese Anbieter auf den bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung treffen und vergleichen. Orte und Termine: www.aufindiewelt.de/messen. Der Eintritt ist kostenfrei.

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