Herzensangelegenheit Tonguc – Soziales Engagement

Jeder Zahnarzt bei Trusted Dentists zeichnet sich durch besondere Herzensangelegenheiten aus: Dinge, auf die er oder sie besonderen Wert legen und in die sie besonders viel Kraft investieren. Im Interview erzählt Burhan Tonguc von seiner Herzensangelegenheit, seinem sozialen Engagement.

Was ist Ihre Herzensangelegenheit?

Meine Herzensangelegenheit ist es, muslimischen Mädchen, die aus religiösen und kulturellen Gründen ein Kopftuch tragen, eine Chance zu geben. 

Immer wieder erlebe ich, dass muslimische Kopftuchträgerinnen in der Zahnmedizin einen schweren Stand haben. Sie finden nur schwierig einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz. Das ist mir unverständlich und macht mich traurig. Deswegen freue ich mich immer, wenn ich einer kopftuchtragenden jungen Frau eine Chance in meiner Praxis geben kann.

 

Warum investieren Sie genau in dieses Thema Zeit und Engagement?

Ich kann nicht verstehen, wieso Arbeitgeber ein Problem damit haben, wenn ihre Mitarbeiterinnen Kopftuch tragen. Gerade in der Zahnarztpraxis muss man sagen, dass so ein Kopftuch eigentlich von Vorteil ist. Aus hygienischer Sicht gesehen, sollten am besten alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Kopftuch tragen. Während einer OP trage ich zum Beispiel auch ein Kopftuch.

Stattdessen höre ich immer wieder Geschichten, in denen Kopftuchträgerinnen entweder gar nicht erst eingestellt oder nach kurzer Zeit wieder gekündigt werden, wenn sie nicht bereit sind, das Kopftuch abzulegen. Für mich ist es eine Frage der Menschenwürde, diesen Frauen eine Chance zu geben und sie nicht wegen eines Kopftuches vorzuverurteilen. 

 

Wie findet die Umsetzung statt?

Wenn ich neue Ausbildungsplätze ausschreibe, begegne ich allen Bewerberinnen, unabhängig ihrer Kultur oder Kopfbedeckung, gleich. Gerne stelle ich dann qualifizierte Frauen ein, die auch ein Kopftuch tragen, da ich weiß, dass sie andernorts keine guten Chancen auf einen Ausbildungsplatz haben. 

Aktuell habe ich eine Auszubildende für ihr drittes Lehrjahr von einer anderen Praxis übernommen. Dort hat sie die meiste Zeit im Keller verbracht, wo sie sich um Wäsche kümmern und putzen musste. Sie konnte dort fast kein zahnmedizinisches Wissen erwerben. In meiner Praxis bringe ich ihr nun gerne alles bei.

Außerdem habe ich zwei weitere Auszubildende im ersten Lehrjahr eingestellt, die ebenfalls Kopftuch tragen. Generell gebe ich allen Auszubildenden in meiner Praxis Zeit, um zu lernen. Sie dürfen mir jederzeit Fragen stellen und ich nehme mir gerne die Zeit, ihnen Dinge zu erklären. Auch interne Schulungen finden bei uns regelmäßig statt. Ich wünsche mir schließlich, dass sich alle Mitarbeiterinnen in meiner Praxis wohlfühlen.

 

Warum lohnt sich dieses Engagement für Sie?

Es macht mich traurig zu erleben, dass viele Frauen mit einer anderen Kultur in der Zahnmedizin gar keine Chance bekommen. Das möchte ich ändern und deswegen engagiere ich mich in diesem Bereich. 

Nicht zuletzt lohnt sich das für mich, weil ich immer wieder tolle Mitarbeiterinnen ausbilden und einstellen kann, die von anderen Praxen völlig zu Unrecht abgewiesen wurden. Unsere Teamatmosphäre ist stimmig und von gegenseitigem Respekt geprägt. Deshalb lohnt sich mein Engagement.

 

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