Verkehrsregeln gelten nicht nur für Autofahrer Geschätzte 25.000 Rotlichtverstöße am Tag allein durch Radfahrer

Gerade eben sorgte die Änderung der Straßenverkehrsordnung für hitzige Diskussionen bis in den Bundestag. Geschuldet ist das einer drastischen Verschärfung der Verkehrsregeln für Autofahrer besonders bei geringen Geschwindigkeitsüberschreitungen, die in Zukunft Millionen Führerscheine kosten könnte. Auch bei Rotlichtverstößen unter einer Sekunde gilt heute schon für Autofahrer eine Strafe von 90 EUR und 1 Punkt, bei Verstößen länger als einer Sekunde sogar 2 Punkte, ein Bußgeld von mindestens 200 EUR und 1 Monat Fahrverbot. Wenn ein Radfahrer eine rote Ampel überfährt, werden bei einem Verstoß unter einer Sekunde lediglich 60 EUR Bußgeld sowie 1 Punkt fällig, bei über einer Sekunde sind es 100 EUR und 1 Punkt. Ein Fahrverbot bzw. den Führerscheinentzug gibt es für Fahrradfahrer nicht.

Aber: Verkehrsregeln sollen für mehr Verkehrssicherheit sorgen und dazu dienen, die einzelnen Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr zu schützen. Ein kleiner Auffahrunfall, welcher für Autofahrer oft glimpflich endet, kann bei Radfahrern für sie selbst oder für Fußgänger auch tödliche Folgen haben. Doch es sind nicht immer nur die Autofahrer, die nicht aufgepasst haben. Vermehrt bekommt man den Eindruck, dass Verkehrsregeln von Fahrradfahrern nicht eingehalten oder gar missachtet werden. Das neueste Video „Verkehrssünder in der Stadt“, das jetzt vom Automobilclub Mobil in Deutschland e.V. veröffentlicht wurde, zeigt die rücksichtslose Missachtung von roten Ampeln durch Radfahrer in München und mahnt, dass Verkehrsregeln nicht nur für Autofahrer gelten.

Gefilmt wurde das Geschehen jetzt im Sommer an nur zwei Tagen (insgesamt sechs Stunden) an verschiedensten Kreuzungen und Ampeln in München. Das erschreckende Ergebnis sind Aufnahmen von Radfahrern, die ohne jegliche Rücksicht rote Ampeln überfahren und zum Teil Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer mit ihren riskanten Manövern gefährden. Die bundesweiten Zahlen zeigen zwar, dass im vergangenen Jahr deutlich weniger Menschen im Straßenverkehr ums Leben kamen als in den Jahren zuvor, allerdings ist die Zahl der verunglückten Radfahrer um mehr als 11 Prozent gestiegen. Die Gesamtzahl der Unfälle, an denen Radfahrer beteiligt waren, lag für das Jahr 2019 bei knapp 1,3 Millionen. Das ist zum einen der schlechten Verkehrsplanung der Städte geschuldet, zum anderen aber auch der rücksichtslosen Fahrweise vieler Radfahrer.

„Wenn man die von uns dokumentierten Verstöße auf die ganze Stadt und 24 Stunden hochrechnet, gehen wir von rund 25.000 Rotlichtverstößen pro Tag durch Radfahrer aus. Eine wahnsinnige Zahl, die im Hinblick auf die Verkehrssicherheit sehr bedenklich ist. Es zeigt auch, dass Verkehrsregeln eben für alle Verkehrsteilnehmer gelten müssen und nicht nur für Autofahrer, die oftmals als einzige Verkehrssünder in der Stadt dargestellt werden“, so Dr. Michael Haberland, Präsident des Automobilclubs Mobil in Deutschland e.V. „Hinsichtlich der aktuellen Situation greifen viele Menschen wieder auf das Fahrrad oder das Auto zurück. Die Steigerung von Verkehrssicherheit kann aber nur gelingen, wenn sich jeder einzelne an die Verkehrsregeln hält“, so Haberland.

Link zum Video "Verkehrssünder in der Stadt": https://youtu.be/QPEJfMacZhc

Veröffentlicht von:

Mobil in Deutschland e.V.

Elsenheimerstraße 45
80687 München
DE
Telefon: 0800 2000 1610
Homepage: https://www.mobil.org

Ansprechpartner(in):
Mobil in Deutschland e.V.
Pressefach öffnen


      

Firmenprofil:

Mobil in Deutschland e.V. ist Deutschlands junger und moderner Automobilclub mit Sitz in München. Eine echte Alternative zum ADAC mit günstigen Tarifen.

Informationen sind erhältlich bei:

Mobil in Deutschland e.V.

Elsenheimerstraße 45

80687 München

Tel.: 089 2000 1610

314 Besucher, davon 1 Besucher heute