Die Zukunft der Kosmetik liegt in der Natur

Cattani Herbaceutical cares Naturally sustainable

Cattani Herbaceutical pflegt natürlich nachhaltig

 

Barbara Strixner, die Inhaberin des Unternehmens Dr. Cattani Herbaceutical LTD, spricht über die Ursprünge ihrer Firma, über Nachhaltigkeit und Umwelt und über natürliche Kosmetikprodukte.

 

Die Fragen stellte Zalina vom „Rich Woman Magazine UK“

 

 

WIE ALLES BEGANN

 

Wann wurde Ihr Unternehmen zu einer „Kräuterfirma“? Bitte berichten Sie ein wenig über die Ursprünge von Dr. Cattani Herbaceutical LTD. 

Zu „Dr. Cattani Herbaceutical LTD“ wurde mein Unternehmen 2018. Da haben wir uns bewusst entschieden, ganz auf Pflanzen zu setzen. Wir verarbeiten in unserem Labor ca. 25 verschiedene Kräuter zu Auszügen. Dazu gehören insbesondere auch solche, die gemeinhin als Unkräuter gelten. Mit der Namensänderung in „Dr. Cattani Herbaceutical LTD“ (Herbaceutical ist englisch für Kräuter) unterstrichen wir die Wichtigkeit dieser Pflanzen für unsere Produkte.

Meine Liebe zu Heilpflanzen wurde mir von den Eltern mitgegeben, die sehr naturverbunden lebten. Aber dann arbeitet ich vorerst ganz „normal“ – und war in grossen Konzernen und Firmen tätig. Mit etwa 40 begann meine Hinwendung zur Natur – wenn Sie so wollen „zurück zur Natur“. 2006 gründete ich das erste naturkosmetische Unternehmen. Das war damals eine Pioniertat, wurde doch Naturkosmetik eher als Aussenseiter-Sparte betrachtet. Aber ich war vom Potential dieses Teilbereichs überzeugt.

2010 konnte ich die Firma von Dr. Paul Cattani erwerben, da es in der Familie keine Nachfolge gab. Das war ein wichtiger Meilenstein, denn mit dieser Übernahme war klar, dass ich den Weg „mit der Natur“ konsequent weiter gehen würde.

 

Gab es noch andere Gründe, die zu Cattani Herbaceutical führten?

Das Thema Schönheit hat mich schon sehr früh fasziniert – auch da war das Elternhaus entscheidend: Meine Mutter war eine sehr elegante Dame und hat uns Töchtern dies weitergegeben. Ich erwarb mir das nötige Basis-Wissen und bildete mich danach konsequent weiter. Mein Forschungsdrang und die Neugier treiben mich bis heute an.

 

Es ist natürlich wichtig, Dr. Paul Cattani den ihm gebührenden Platz für mein Unternehmen einzuräumen: Er war Arzt und entstammte einer jahrhundertealten Engelberger Dynastie von Hotel-Unternehmern und Ärzten. (1706 wurde der Cattani-Stammvater geboren.) In dieser Familie befasste man sich stets intensiv und professionell mit Kosmetik, Gesundheit und Heilmitteln (1883: Eintrag ins Obwalden Handelsregister). Dr. Paul Cattani hat das Ganze dann 1919 ins Unternehmen „Paul Cattani Cosmetic“ überführt. Er war ein Forscher auf dem Gebiet der Dermatologie (Hautkrankheiten) mit einer Arztpraxis in Zürich. Und er suchte nach Heilmitteln auf natürlicher Basis.

1945 gab es mit der aufkommenden Hinwendung der Menschen zu Mode, Schönheit und Wohlbefinden allgemein einen gewaltigen Aufschwung. Das Interesse an einer optimalen Hautpflege wuchs. Paul Cattani erweiterte seine Produktpalette um Salben, die genau auf die Bedürfnisse der Kundinnen zugeschnitten waren. Und er hatte damit Erfolg.

2021 können wir das 100-Jahr-Jubiläum von Dr. Cattanis Lebenswerk feiern – Corona-bedingt etwas verspätet. 

 

 

 

 

 

 

 

CORONA: Die KRISE ALS CHANCE

 

Lassen Sie uns gleich über diese schwierige Zeit sprechen: Wie hat Corona Ihr Unternehmen beeinflusst?

Das hat uns selbstverständlich auch getroffen, da unsere hauptsächliche Kundschaft wegen der Ausgangssperre schwer gelitten hat. Aber wir haben uns auch hier den neuen Herausforderungen gestellt. So entwickelten wir Hand-Desinfektionen – mit einem guten Absatz. Und nahmen uns die Zeit, uns vertieft unserer Produktion zu widmen, um dann startklar zu sein, wenn die Zeiten wieder „normal“ sind. Die Reisetätigkeit war stark reduziert – aber insgesamt erlebten wir es als eine fruchtbare Phase. Und dank der modernen Medien, mit denen wir uns bestens auskennen, blieben wir mit der Aussenwelt – mit Kundinnen und Kunden, mit den Lieferfirmen usw. in einem regen Austausch.

Wir lernten und lernen täglich dazu – es ist auch für uns eine noch nie dagewesene Situation.

Uns ist auch bewusst geworden, dass uns einige Probleme schon bald noch intensiver auf Trab halten werden. Ich rede von Nachhaltigkeit, von der Abkehr vom Plastik und solchen globalen Fragen.

 

Gab es unmittelbare Auswirkungen auf das Unternehmen? Haben Sie Anpassungen vorgenommen?

Der Lockdown war ein gravierender Einschnitt, aber letztlich hat er den Kontakt zu unseren Kunden gestärkt. Unsere Firma konnte vor allem dank der treuen Stammkunden überleben. Ich habe ihnen deshalb auch im April mit einem „10% Corona-Rabatt“ gedankt und damit sagen wollen: Wir sitzen alle im gleichen Boot.

Alle Messen in der Branche wurden abgesagt, was uns nicht geschadet hat, weil wir selber nicht an Messen ausstellen. Aber als Messebesucherin hole ich mir dort immer die neuesten Informationen. Das blieb aus, und ich musste mir das das neueste Wissen anderswie abholen. Das ging zwar gut, doch die persönlichen Gespräche fehlten mir schon.

Bei Cattani Herbaceutical fahren wir ansonsten mit dem fort, was sich bewährt hat: Wir bevorzugen ganz klar den Fachhandel als Partner. Wir liefern direkt und ohne Umwege, was Nachhaltigkeit garantiert. Und wir sind gegen eine Mindestbestellmenge oder einen Mindestumsatz. So hat bei uns jede Kundin, ob gross oder klein, die gleichen Voraussetzungen, erfolgreich mit uns „ins Geschäft zu kommen“.

Wir sind sehr glücklich, dass wir auf stabile und vertrauensvolle Geschäftspartner bauen können und wir tun alles dafür, um diese Partnerschaften noch mehr zu stärken.

Wir waren und sind als Unternehmerinnen gefordert worden, auch um Arbeitsplätze zu sichern. Das habe ich gerne gemacht, denn ich darf mit wunderbaren Menschen zusammenarbeiten.

 

VERPACKUNG: FAST 100% ABBAUBAR

 

Sie sagten oben, dass „einige Probleme uns schon bald intensiver auf Trab halten“. Was meinen Sie damit konkret?

Es ist uns immer wichtig gewesen, mit den Hauptabnehmern unserer Produkte einen fairen Umgang zu pflegen. Das sind die Apothekerinnen und Apotheker, die Drogerien und Kosmetik-Verkaufsläden usw. Wir geben zwar dem Publikum allgemein die Möglichkeit zum Direkt-Einkauf über unseren Online-Shop. Aber der Preis bei uns ist 10% höher als in den Läden. Unser Onlineshop soll nicht zum Ladensterben beitragen.

Es mag eine Randnotiz sein – aber letztlich zeigt sich der wahre Charakter eines Unternehmens doch auch darin, wie wir menschlich miteinander umgehen – inmitten unserer Welt, die weitgehend von Gewinn und Geld beherrscht wir. 

 

Als ich von den globalen Fragen sprach, meinte ich unter anderem auch folgendes:

Wir bewohnen diesen wunderbaren Planeten und haben gerade als Produzierende die Verantwortung, uns  bewusst und aktiv für den Erhalt und für den sorgsamen Umgang mit den Ressourcen einzusetzen. Mit Fachleuten zusammen suche ich dabei nach Lösungen – und meine bisherigen Erfahrungen zeigen mir, dass dies keineswegs einen Verlust an Lebensqualität bedeuten muss. Im Gegenteil, diese wird besser. Darum spreche ich auch nicht von einem grundlegenden Gegensatz – einerseits finanziell günstige Lösungen auf Kosten der Natur – anderseits umweltschonende Verfahren und Produkte und dafür sündhaft teuer.

 

 

 

 

 

 

Wir sind zum Beispiel marktführend, indem wir auf Bestellung produzieren. Das heisst, wir vermeiden jegliche Überproduktion, was die Umwelt schont. Wir haben keine Primär- und Umverpackungen. Natürlich wissen wir, dass die Verbraucher empfänglich sind für ein schönes Design, ein attraktives Foto auf der Verpackung. Es sticht ins Auge und macht Freude. Aber überlegen wir mal: Braucht es das wirklich?

 

 

Es ist ganz wichtig, dass sich alle darüber Gedanken machen und entsprechend verantwortungsbewusst handeln. Es war mir beim Plastik schnell klar, dass „weglassen, vermeiden von Müll“ der richtige Weg ist und nicht die korrekte Entsorgung, also die Müll-Trennung.

 

 

Haben Sie denn dabei auch eine Lösung gefunden?

Ja, und im Grunde ist es einfach: Wir müssen weltweit dafür sorgen, dass alles 100% biologisch abbaubar ist. Klar, Kunststoffe sind günstig in der Herstellung und haben viele Vorteile. Sie werden aber meist aus Erdöl gewonnen und sind nicht biologisch abbaubar. Aufgrund der weltweiten Verknappung des Erdöls und wegen der vielfältigen negativen Auswirkungen der Plastikproduktion und des Plastikkonsums bemüht man sich, den Konsum von Plastik zu senken, Plastikabfall besser zu recyceln oder den Produktlebenszyklus zu optimieren. Aber das genügt offensichtlich nicht, und Plastik gerät zunehmend in die Kritik.

Die Alternative ist Flüssigholz. Es ist ein Bio- oder Ökoplastik-Produkt, welches aus Holz gewonnen wird. Es gibt nahezu 100% biologisch abbaubare Verpackungen, hergestellt aus diesem Flüssigholz. Sie sind eigentlich Holzprodukte, aber raffiniert verarbeitet. Und dadurch kann man sie wie andere Holzprodukte entweder durch Verrotten (biologische Umsetzung) oder Verbrennen entsorgen. Bei der Entsorgung wird nur so viel CO2 freigesetzt wie zuvor von den Pflanzen und Bäumen im Rahmen ihres Wachstums aufgenommen worden ist.

Bei Cattani Herbaceutical sind im 2021 alle Verpackungen dementsprechend hergestellt.

 

AUSBLICK AUF 2021

 

Welche Verantwortung haben die Verbraucherinnen, damit nachhaltige Ausgangsprodukte in ihren Hautpflege-Lieblingsmarken verwende wurden?

Für mich ist es wichtig, zu wissen, was drin ist. Was trage ich auf meine Haut auf? Die Haut ist funktionell das vielseitigste menschliche Organ. Es garantiert die Verbindung von Innen und Aussen. Als eines der wichtigsten Organe unseres Körpers ist die Haut für die Gesundheit unabdingbar. Dessen bin ich mir immer wieder in meiner täglichen Arbeit bewusst. So bin ich also auch höchst interessiert zu erfahren, was Frauen (und Männer) dank unserer Produkte erleben. Es macht für mich nur Sinn, etwas auf den Markt zu bringen, das sowohl der Schönheit, dem Wohlbefinden und auch der Gesundheit unserer Endverbraucherinnen dient.

 

Wohin steuert die Schönheitsindustrie in Bezug auf Giftstoffe in Produkten?

Ich denke, die Kundschaft ist heute sehr gut informiert und schaut recht bewusst auf die Inhaltsstoffe und die Verpackung. Der Endkunde hat die Stimmkarte in der Hand, indem er bewusst die Produkte wählt, die ihn überzeugen.

Ich sehe einen ganz klaren Wertewandel. Und das macht mich sehr glücklich und motiviert mich, meinen Weg weiter so konsequent zu verfolgen. Die ganze Welt ist im Wandel, also bleibt natürlich auch die Reise 2021 spannend. Da wir schon sehr früh die Weichen in dieser Richtung gestellt haben, können wir heute mit einer gewissen Gelassenheit reagieren.

 

Unterstützen Sie Joint Ventures?

Ja, wir selber sind in einem Joint Venture verbunden im Zusammenhang mit Sandelholz. Diese Zusammenarbeit ist unglaublich von Enthusiasmus und Vitalität geprägt.

Der Austausch mit anderen ist so wichtig, um immer wieder die eigene Sichtweise zu überprüfen.

 

 

 

 

 

 

Was sind einige Ihrer Lieblings-Heilpflanzen?

Ich liebe eigentlich alle Pflanzen, aber insbesondere der Löwenzahn hat es mir angetan. Er hat eine unglaubliche Lebenskraft, durchdringt sogar geteerte Strassen. Die Vielfältigkeit der Heilkraft dieser Pflanze ist fast grenzenlos. – Mich fasziniert die Natur jeden Tag aufs Neue.

 

Erzählen Sie unserem Publikum von Ihren Plänen für 2020/21?

2020 neigt sich schon bald dem Ende zu, 2021 klopft an der Türe. Da geht die Reise sicher noch stärker in Richtung „in die Nachhaltigkeit investieren“. Bei uns heisst das, unseren Werten treu zu bleiben. – Als Produzentin sehe ich, dass „noch mehr Natur“ gefragt ist.

Es warten spannende Aufgaben auf uns, gerade auch in Bezug auf Sonnenprodukte. Es gilt, immer wieder neue Regeln zu beachten und diese in Einklang mit der Natur zu bringen. So bringt es Vorteile für alle: Verbraucher, Natur und Umwelt. Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst und nehmen sie gerne täglich wahr.

 

Es ist faszinierend, über Ihre Rolle als CEO eines 100 Jahre alten, gut etablierten Unternehmens zu lesen, das lange von Männern dominiert wurde. Glauben Sie, dass Frauen heute am Arbeitsplatz gut vertreten sind?

Wenn ich mein Umfeld in geschäftlichen Bereichen beobachte, sind die Frauen eher untervertreten, was ich schade finde. Und ich sage auch sehr bewusst: Ich arbeite gerne mit Männern zusammen. Im täglichen Umgang findet die Zusammenarbeit auf gleichberechtigter Ebene statt.

Wir brauchen in dieser Welt mutige Männer wie Frauen! Nur die gute Mischung bringt uns vorwärts und garantiert nachhaltige Lösungen.

 

Ich danke Ihnen für dieses Gespräch.

 

 

Veröffentlicht von:

Dr. Cattani Herbaceutical

Felmismoosweg 1
6048 Horw
CH
Telefon: 072259705001
Homepage: https://www.dr-cattani-cosmetic.de

Ansprechpartner(in):
Bettina Müller
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