Schwere Bleche hoch gelagert

Durch die Investition in zwei STOPA TOWER Mono Blechlager kann die KTS GmbH & Co. KG Technologiepark Stahl Blechtafeln in Übergrößen bevorraten. Platzsparend und übersichtlich! Die Lager sind für Tafeln von maximal 6 beziehungsweise 9 m Länge und für Nutzlasten je Lagerplatz von bis zu 5.000 oder 7.500 kg ausgelegt.

Die in Karlsdorf-Neuthard (Baden-Württemberg) ansässige KTS Technologiepark Stahl, die vor allem auf Laser-, Plasma- und Autogenbrennschneiden, CNC-Fräsen und Schweißen spezialisiert ist, setzt auf Turmlager in ungewohnten Dimensionen. Da KTS circa 2.000 t Blech bevorratet, hat man in Höhe, statt in Breite investiert. Ziel war es, die Bodenlagerflächen im Bereich der bis zu 20 mm dicken Bleche zu reduzieren. Als A und O der Entscheidung nennt KTS, dass die verfügbare Höhe komplett nutzbar ist. Zudem profitiert das Unternehmen von mehr Übersichtlichkeit und Ordnung, von einem wesentlich geringeren Suchaufwand, auch bezogen auf Restbleche, sowie von der Möglichkeit schneller Zugriffe auf das Material.

Die von der STOPA Anlagenbau GmbH, Achern-Gamshurst, gelieferten 6,5 m hohen und 6 m breiten Turmlager stehen für kompakte Raumnutzung. Angelieferte Tafeln legt KTS mithilfe eines Krans zum Einlagern auf die Flachpaletten der STOPA TOWER Mono. Möglich sind Zulagerungen auf Paletten, auf denen gleiches Material liegt. Der Bediener wählt die Nummern der Palletten und lässt sie auf die Hubtraverse herausfahren, die alle Ein- und Auslagerabläufe übernimmt. Ist die Palette beladen und freigegeben fährt sie automatisch in ihr Fach zurück.

KTS puffert in den Turmlagern 60 bis 80 Blechsorten in Dicken von einem bis 20 mm. Die Lager sind für ein festes Höhenraster von 55 mm ausgelegt, damit das zulässige Gewicht beladener Paletten nicht überschritten werden kann. Da das breite Produktspektrum vom einfachen Brennteil bis zur komplizierten, fertig lackierten Schweißbaugruppe reicht, erwartet KTS eine hohe Flexibilität und Verfügbarkeit hinsichtlich der Lagerabläufe.

Beide STOPA TOWER Mono, welche die bisherigen Ausmaße dieser Blechlagersysteme sprengen, sind mit Flachpaletten für Bleche im Sonderformat ausgerüstet. Die kleinere, rund 8 m lange Anlage ist mit 22 Lagerplätzen und Paletten mit einer nutzbaren Fläche von 2.032 x 6.096 mm ausgestattet. Die zulässige Nutzlast beträgt bis zu 5.000 kg. Die größere, circa 11 m lange Anlage verfügt über 16 Lagerplätze und Paletten mit einer Nutzfläche von 2.000 x 9.000 mm. Ausgelegt sind diese Ladungsträger für eine maximale Nutzlast von 7.500 kg.

Die Höhenpositionierung der stationären Traverse läuft über ein absolutes und lastunabhängiges digitales Wegmesssystem, das für höchste Positioniergenauigkeit steht und das Anfahren eines Referenzpunktes erübrigt. Die Hubtraverse, deren Funktionen die Steuerung betriebssicher kontrolliert, erzielt Geschwindigkeiten beim Heben von 12 und beim Ziehen von 6 m je Minute.

Die Turmlager versorgen vor allem eine Laserschneidmaschine im Zwei-Schicht-Betrieb. Für den Transport der Bleche vom jeweiligen Lager und dem Rücktransport von Restblechen nutzt man den Kran, der mit einer Saugtraverse ausgerüstet ist. Materialauslagerungen löst der Bediener aus, indem er die Nummer der auszulagernden Palette oder Suchkriterien eintippt, zu denen beispielsweise die Dicke, Breite, Länge, Güte, Oberfläche und Artikelnummer des Materials zählen. Die Steuerungen der Lager bestehen jeweils aus einem Industrie-PC mit integrierter Realtime-Soft-SPS. Die SPS steuert die Anlagenkomponenten; der mit einem Touchscreen ausgestattete PC bedient die betreffende Anlage und zeigt deren Zustände an.

Da die KTS darauf besteht, dass ihre Gebäude, Lkw und Blechlager farblich einheitlich sind, hat STOPA die Regalbediengeräte und beweglichen Teile sowie die Paletten in Verkehrspurpur lackiert. Für die Regalblöcke, die feststehenden Komponenten und den Hubantrieb hat KTS Reinweiß gewählt. Die Schaltschränke sind in Lichtgrau und deren Sockel in Tiefschwarz gestrichen.

KTS ist überzeugt, die richtige Wahl getroffen zu haben, zumal sich STOPA während des Projektmanagements als sehr professionell und kompetent erwiesen hat. Heute profitiert der Betreiber auch von der hohen Verfügbarkeit der Turmlager und der einfachen Bedienung.

Veröffentlicht von:

Jürgen Warmbold Fachjournalist

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