Die Autobatterie – Schutzmaßnahmen und Pannenprävention für den Winter

Weiden in der Oberpfalz, 17. November 2020. Eine Autopanne ist ärgerlich und kommt nie im richtigen Moment. In der Pannenstatistik 2020 des ADAC belegt die 12-Volt-Bordbatterie unangefochten Platz eins der Pannenursachen – mit stolzen 41,8 Prozent. Besonders in den Wintermonaten ist die Belastung groß, was häufig zu Schäden führt. Woran das genau liegt und wie man sowohl bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor als auch bei E-Fahrzeugen eine Batteriepanne vermeiden kann, erklärt A.T.U-Experte Franz Eiber.

Sitzheizung, Klimaanlage, Radio, Freisprechanlage – in modernen Fahrzeugen steckt eine Vielzahl an Stromverbrauchern. Und alle beanspruchen dieselbe Quelle, um sich mit Energie zu versorgen: die 12-Volt-Bordbatterie. Besonders im Winter wird die Batterie stark beansprucht, wenn die niedrigen Temperaturen die Leistungsfähigkeit zusätzlich beeinträchtigen – auch bei E-Fahrzeugen. Was viele nicht wissen: E-Autos verfügen neben der großen Hochvoltbatterie zum Antrieb des Elektromotors immer auch über eine 12-Volt-Batterie zur Versorgung des Bordnetzes. Wenn diese ausfällt, lässt sich das Auto nicht mehr starten.

Zusätzliche Anforderungen – auch bei E-Fahrzeugen
Neben allen elektronischen Systemen und der Heizung fordert bei Verbrennern auch der Motor bei kalten Temperaturen mehr als sonst: Das Motoröl wird durch die niedrigen Temperaturen sehr zähflüssig und belastet die Batterie beim Anlassen deutlich mehr als im Sommer. Zusätzlich ziehen sowohl bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor als auch bei Elektroautos die Scheiben- und Sitzheizung Energie.

„Eine Bordbatterie hat eine durchschnittliche Lebensdauer von fünf bis sechs Jahren – das gilt gleichermaßen auch für die 12-V-Batterie von E-Fahrzeugen“, ergänzt Eiber. Um Pannen zu vermeiden, empfiehlt sich darum in regelmäßigen Abständen ein Batteriecheck. Liegen Spannung und Leistungsfähigkeit der Batterie unter der Norm, muss diese getauscht werden. Auch für Elektrofahrzeuge ist dies in jeder A.T.U-Filiale möglich, da mindestens ein Mitarbeiter an jedem Standort für die Arbeit an Hybrid- und E-Fahrzeugen speziell ausgebildet ist.

Wartung ist das A und O
Bei Hybrid-Fahrzeugen ist es besonders wichtig, das komplexe Zusammenspiel aus Verbrennungs- und Batterietechnik zu überprüfen. „Weil bei Hybrid-Autos beide Technologien wie Zahnräder ineinandergreifen, kann bereits ein kleiner Defekt an einem der beiden Systeme zum Stillstand des Fahrzeugs führen“, weist Franz Eiber auf die Besonderheiten hin. Aus diesem Grund sollten E-Fahrzeuge ebenfalls regelmäßig inspiziert werden. „Grundsätzlich sind Elektrofahrzeuge wartungsärmer als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, sie sind aber nicht immun gegen Pannen.“ Eine regelmäßige Inspektion in einer Werkstatt hilft, Ausfälle frühzeitig zu vermeiden und die Kosten für eventuelle Reparaturen gering zu halten.

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