Hochsensibilität, Heilpraktiker und Psychotherapie in Dortmund: Auszeiten – Kein Luxus, sondern pure Notwendigkeit!

Man geht davon aus, dass rund 15 bis 20 Prozent aller Menschen die Eigenschaft der Hochsensibilität besitzen. Hochsensible Menschen nehmen äußere Reize (z.B. grelles Licht, Geräusche/Lärm, Gerüche, zwischenmenschliche Geschehnisse) und innere Reize (z.B. Schmerzen, Emotionen) verstärkt wahr und verarbeiten diese stärker. Dies führt im Vergleich zu nicht-hochsensiblen Menschen häufig zu einem EHER einsetzenden Rückzugs- und Erholungsbedürfnis. Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang, dass Hochsensibilität keine Krankheit oder psychische Störung ist, sondern die normale angeborene Eigenschaft einer ausgeprägten Empfindsamkeit.
Neben dieser verstärkten Wahrnehmung und Verarbeitung von Reizen werden gibt es typische Persönlichkeitseigenschaften, die im Zusammenhang mit der Eigenschaft der Hochsensibilität immer wieder genannt werden und somit einem großen Teil der hochsensiblen Menschen zu eigen zu sein scheinen:
Die Fähigkeit, anderen Menschen zuzuhören, ausgeprägtes Harmoniebedürfnis, hieraus entstehend eher Konfliktvermeidung als Konfrontation, hohes Sicherheitsbedürfnis, geringe Risikobereitschaft, ausgeprägte Gewissenhaftigkeit, ausgeprägtes Einfühlungsvermögen in andere Menschen, Kreativität oder auch das starke Bedürfnis des Verstehen-Wollens.
In diesem Artikel wenden wir uns dem Aspekt der sogenannten Auszeiten zu, da dieser Aspekt für hochsensible Menschen besonders wichtig und wertvoll, ja, notwendig und somit von grundlegender Bedeutung ist.

Was sind Auszeiten?

Wovon sprechen wir in diesem Artikel, wenn es um das Thema Auszeiten geht?
Wir sprechen von Erholung (Ja, auch während der Arbeitszeit). Nehmen wir das Alltagsbeispiel der Berufstätigkeit. Es geht hierbei nicht um Erholung im Sinne eines Sich-Drückens vor der Arbeit oder gar Faulheit. Nein, es geht um Erholung im Sinne einer REGENERATION des hochsensiblen Nervensystems mit dem Ziel, die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit wieder zu verbessern. Für hochsensible Menschen kein Luxus, sondern pure Notwendigkeit.
Hier besteht grundsätzlich ein eindeutiger Unterschied zwischen hochsensiblen und nicht-hochsensiblen Menschen: Der hochsensible Organismus und hier vor allem das hochsensible Nervensystem erreicht den Zeitpunkt, an dem es Regeneration und somit eine Auszeit benötigt, EHER als das Nervensystem des nicht-hochsensiblen Menschen! Dieser eher erreichte Zeitpunkt tritt grundsätzlich auf, also auch in der Schule, auf dem Arbeitsplatz oder in der Freizeit und ist für hochsensible Menschen NORMAL.
In diesem Zusammenhang kann es zu Missverständnissen kommen, da dieses zeitlich eher eintretende Bedürfnis bei nicht-hochsensiblen Menschen eben nicht besteht. Dieses Missverständnis mit ggf. nachfolgendem Ärger entsteht häufig dadurch, dass der nicht-hochsensible Mensch seine eigene Leistungsfähigkeit und sein eigenes Erholungsbedürfnis mit dem des hochsensiblen Menschen vergleicht. Leider hinkt dieser Vergleich! Warum? Dieser Vergleich hinkt, da in diesem Fall ein falscher Vergleichsmaßstab zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit angelegt wird, nämlich der Maßstab eines nicht-hochsensiblen Nervensystems! Es macht eben keinen Sinn, nicht-hochsensible und hochsensible Menschen 1:1 zu vergleichen.

Auszeiten sind individuell

Im Zusammenhang mit der Eigenschaft der Hochsensibilität geht es beim Aspekt der Auszeit häufig um Rückzug, um einen Rückzug von den alltäglichen v.a. visuellen, auditiven und auch zwischenmenschlichen Reizen. Zeitlich ist hier nicht die Rede von einer mehrstündigen Regeneration (was im üblichen Arbeitsalltag in der Regel auch nicht möglich wäre), sondern um Schaffung wiederkehrender kurzfristiger Regenerationsmöglichkeiten. Wie dies für den einzelnen hochsensiblen Menschen gestaltbar ist, ist individuell herauszufinden. Es kann beispielsweise das klassische Nickerchen (modern: power napping) sein oder auch das Verlassen des Büros, um einen ruhigeren Ort aufzusuchen. Falls die Umsetzung solcher oder ähnlicher relativ simpler Möglichkeiten dauerhaft nicht möglich sein sollte, kann es für hochsensible Menschen durchaus sinnvoll sein, über eine grundsätzliche Umstellung des (Arbeits-)Alltags, ggf. sogar der Art der Berufstätigkeit, auf eine „hochsensibel-freundlichere“ Gestaltung hin nachzudenken.

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Björn Hillebrand bietet Psychotherapie (nach dem Heilpraktikergesetz, www.spielräume-schaffen.de/Psychotherapie/) und Coaching an. Einen Praxisschwerpunkt stellt die Eigenschaft der Hochsensibilität (https://www.spielräume-schaffen.de/Hochsensibilitaet/) dar. Aktuell befindet er sich in der mehrjährigen Weiterbildung zum Osteopathen.
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