Wildnisfonds nimmt Fahrt auf

Frankfurt, 26. November 2020 – Die Stiftung Naturschutz Thüringen sowie die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg erwerben mit Mitteln aus dem Wildnisfonds insgesamt knapp 400 Hektar, auf denen nun Wildnis entstehen darf. Die in der Initiative „Wildnis in Deutschland“ vertretenen Naturschutzorganisationen bezeichnen das von der Bundesregierung geschaffene Finanzierungsinstrument als Meilenstein für erfolgreichen Naturschutz. Weitere Projekte stehen vor der Bewilligung.

Die Stiftung Naturschutz Thüringen erwirbt mit Mitteln aus dem Wildnisfonds ein 318 Hektar großes Waldgebiet am ehemaligen innerdeutschen Grenzgebiet, dem sogenannten Grünen Band. Zusätzliche finanzielle Unterstützung kam vom Land Thüringen sowie der Heinz Sielmann Stiftung. „Das Grüne Band ist ein unersetzlicher Wanderkorridor für bedrohte Tiere und Pflanzen. Mit dem wilden Frankenwald schaffen wir für sie einen wertvollen Rückzugsort“, freut sich Michael Beier, Vorstandsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung und Partner der Initiative Wildnis in Deutschland. Zusammen mit direkt angrenzenden Bundesflächen könnte hier ein 1.700 Hektar großes Wildnisgebiet mit bundesweiter Bedeutung entstehen.
Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg erweitert mit dem Fördergeld aus dem Wildnisfonds ihr bestehendes Wildnisgebiet Heidehof um 73 Hektar. Nun darf sich die Natur auf über 2.000 Hektar ohne menschliche Eingriffe entfalten. "Wir müssen den Verlust von Arten und Lebensräumen in Deutschland stoppen. Wir brauchen dringend mehr Wildnisflächen. Der Wildnisfonds unterstützt uns dabei", so Andreas Meißner, Geschäftsführer der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, die ebenfalls Partner der Initiative „Wildnis in Deutschland“ ist.

„Mit dem Wildnisfonds hat die Bundesregierung ein effektives Förderinstrument für den Naturschutz geschaffen, dessen Wirkung direkt auf der Fläche bei den bedrohten Arten ankommt“, bekräftigt Manuel Schweiger der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, Koordinator der Initiative Wildnis in Deutschland. Neben den beiden ersten, nun realisierten Flächenkäufen in Brandenburg und Thüringen stehen weitere Projekte kurz vor der Bewilligung. „Der Bedarf an staatlicher Förderung für den Kauf von Wildnisflächen ist groß. Mit dem Wildnisfonds hat die Bundesregierung einen Meilenstein für erfolgreichen Naturschutz und mehr Wildnis in Deutschland geschaffen!“, so Manuel Schweiger weiter. Der Wildnisfonds wurde von den Naturschutzorganisationen über viele Jahre gefordert und ist mit jährlich zwanzig Millionen Euro ausgestattet. Er finanziert bis zu 100 Prozent des Verkehrswertes von Flächen, die sich zukünftig zu Wildnis entwickeln dürfen.

Hintergrund:

„Wildnis in Deutschland“ ist eine Initiative der „Strategiegruppe Naturschutzflächen“ des Dachverbandes Deutscher Naturschutzring, der 19 Umweltstiftungen und Verbände angehören und die sich für mehr Wildnis in Deutschland einsetzt. Zahlreiche Expertinnen und Experten sowie das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz unterstützten die Initiative. Partner sind: BUND, BUNDstiftung, Deutsche Umwelthilfe, Deutsche Wildtier Stiftung, EuroNatur, Greenpeace e. V., Gregor Louisoder Umweltstiftung, GRÜNE LIGA, Heinz Sielmann Stiftung, Michael Succow Stiftung, NABU, NABU-Stiftung Nationales Naturerbe, Nationale Naturlandschaften e. V., Naturstiftung David, Naturwald Akademie, Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, Vogelschutz-Komitee und WWF Deutschland. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt koordiniert die Aktivitäten.

Wildnisfonds: Seit Juli 2019 können Stiftungen und Naturschutzorganisationen über den Wildnisfonds Gelder für den Kauf von Flächen oder deren Nutzungsrechte beantragen. Privatwaldbesitzerinnen und Privatwaldbesitzer, Kommunen oder Kirchenverwaltungen erhalten somit die Möglichkeit, sich ihr Engagement für den Naturschutz entlohnen zu lassen, indem sie ihre Flächen dauerhaft für die Wildnisentwicklung bereitstellen. Die Förderung ist auf den Verkehrswert der Fläche begrenzt, der Finanzierungsanteil des Bundes beträgt bis zu 100 Prozent. Im Haushalt des BMU stehen dafür jährlich 20 Millionen Euro zur Verfügung. Förderfähig sind Flächen, die großflächige Wildnisgebiete schaffen. Dazu müssen die geförderten Flächen, zumindest perspektivisch, Teil eines 1.000 Hektar (in Ausnahmefällen 500 Hektar) großen Wildnisgebiets sein. (www.wildnisfonds.de)

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Initiative Wildnis in Deutschland/Zoologische Gesellschaft Frankfurt

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„Wildnis in Deutschland“ ist eine Initiative der „Strategiegruppe Naturschutzflächen“ des Dachverbandes Deutscher Naturschutzring, der 19 Umweltstiftungen und Verbände angehören und die sich für mehr Wildnis in Deutschland einsetzt. Zahlreiche Expertinnen und Experten sowie das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz unterstützten die Initiative. Partner sind: BUND, BUNDstiftung, Deutsche Umwelthilfe, Deutsche Wildtier Stiftung, EuroNatur, Greenpeace e. V., Gregor Louisoder Umweltstiftung, GRÜNE LIGA, Heinz Sielmann Stiftung, Michael Succow Stiftung, NABU, NABU-Stiftung Nationales Naturerbe, Nationale Naturlandschaften e. V., Naturstiftung David, Naturwald Akademie, Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, Vogelschutz-Komitee und WWF Deutschland. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt koordiniert die Aktivitäten.

Informationen sind erhältlich bei:

Manuel Schweiger


Zoologische Gesellschaft Frankfurt 


Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt


Tel. +49 (0)69 943 446-36, E-Mail: info@wildnis-in-deutschland.de

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