Sandspieltherapie Dortmund: Reise zu sich selbst im Rahmen der Psychotherapie oder auch bei Hochsensibilität

Die Sandspieltherapie

Die Sandspieltherapie (https://www.spielräume-schaffen.de/Sandspieltherapie/) ist eine non-direktive, zu großen Teilen nonverbale und kreative diagnostische und therapeutische Methode nach Dora Kalff, die auf der analytischen Psychologie C.G. Jungs beruht.
Der Klient oder Patient baut an einem Termin ein sogenanntes Sandbild. Hierzu stehen ihm neben zwei Sandkästen (einmal mit trockenem, einmal mit leicht feuchtem Sand) eine große Auswahl an Miniaturen zur Verfügung, mit denen er ohne Vorgabe eine konkrete oder auch abstrakte Szene in den von ihm ausgewählten Sandkasten baut. Der Therapeut fungiert während der Bauzeit des Klienten als zurückhaltender, dennoch empathisch teilnehmender Beobachter. Eine Sandspielfolge – das Bauen mehrerer Bilder an aufeinanderfolgenden Terminen, der sogenannte Sandspielprozess – könnte man als eine tiefgehende „Reise zu sich selbst“ beschreiben.

Sandspieltherapie: Mögliche wohltuende Aspekte

Das Sandspiel bietet Menschen aller Altersgruppen die Möglichkeit, sich auszudrücken. Falls gewünscht, kann dies völlig ohne Worte geschehen. Interessanterweise führt allein dieser Aspekt, die Möglichkeit des Ausdrucks, bei vielen Menschen bereits zu einem Gefühl von Erleichterung.
Sandspiel ermöglicht die Beschäftigung mit sich selbst, teilweise mit der eigenen Vergangenheit, gleichzeitig mit aktuellen Prozessen oder auch mit Zukunftsvisionen.
Im Sandspiel kann man auf zweierlei Arten „begreifen“, im übertragenen Sinne sich selbst, im wörtlichen Sinne die genutzten Miniaturen. Um es anders zu sagen, ist Sandspiel Persönlichkeitsentwicklung „zum Anfassen“. Sandspiel bietet die Möglichkeit des Innehaltens, der Reflexion. Vom ihrem Wesen her ist die Sandspieltherapie kreativ, behutsam, bunt, ruhig, … gleichzeitig tiefgehend … und das auf eine spielerische Art.
Gerade für Erwachsene kann das Gestalten eines einzelnen Sandbildes oder auch eines kompletten Sandspielprozesses auch die Wiederentdeckung der heilsamen Wirkung des Spiels sein.

Sandspiel und Hochsensibilität

Man geht davon aus, dass rund 15 bis 20 Prozent aller Menschen die Eigenschaft der Hochsensibilität besitzen. Hochsensible Menschen nehmen äußere (z.B. grelles Licht, Geräusche/Lärm, Gerüche, zwischenmenschliche Geschehnisse) und innere Reize (z.B. Schmerzen, Emotionen) verstärkt wahr und verarbeiten diese stärker. Dies führt im Vergleich zu nicht-hochsensiblen Menschen häufig zu einem zeitlich eher einsetzenden Rückzugs- und Erholungsbedürfnis, was im (Arbeits-)Alltag durchaus zu Missverständnissen führen kann.
Neben dieser verstärkten Wahrnehmung und Verarbeitung von Reizen werden gibt es typische Persönlichkeitseigenschaften, die im Zusammenhang mit der Eigenschaft der Hochsensibilität immer wieder genannt werden und somit einem großen Teil der hochsensiblen Menschen zu eigen zu sein scheinen. Einige seien hier beispielhaft genannt:
Ausgeprägtes Harmoniebedürfnis, hieraus entstehend eher Konfliktvermeidung als Konfrontation, hohes Sicherheitsbedürfnis, geringe Risikobereitschaft, ausgeprägte Gewissenhaftigkeit, ausgeprägtes Einfühlungsvermögen in andere Menschen oder auch Kreativität.
Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang, dass Hochsensibilität keine Krankheit oder Störung ist, sondern die angeborene Eigenschaft einer ausgeprägten Empfindsamkeit.

C. G. Jung, auf dessen analytischer Psychologie die Sandspieltherapie gründet, beschrieb sich selbst als hochsensiblen Menschen bzw. aus einer Familie sehr sensibler Menschen stammend. Er verwendete mit "sensitiv-introvertiert" einen ähnlichen Begriff. In Bezug zur Hochsensibilität war er der Meinung, dass hochsensible Menschen einen relativ leichten Zugang zu ihrem Unbewussten (Tiefenpsychologie) finden. Somit ist es plausibel, dass die Sandspieltherapie – als tiefenpsychologische Methode – gut zu hochsensiblen Menschen passt.
Im Weiteren zeigt die Erfahrung, dass hochsensible Menschen, die sich in einen Coaching- oder Therapieprozess (https://www.spielräume-schaffen.de/Psychotherapie/) begeben, häufig – v.a. im Erstgespräch – sehr viele Aspekte und Erfahrungen ihres bisherigen Lebens ansprechen. Jedoch ist es kaum möglich, diese vielfältigen Aspekte gleichzeitig verbal zu bearbeiten. Hier kommt ein interessanter Aspekt des Sandspiels zum Tragen:
Während einer Sandspielsitzung baut der (hochsensible) Klient, vornehmlich durch unbewusste Prozesse geführt, ein sogenanntes Sandbild (eine Szene). Hierbei gestaltet der jeweilige Mensch DAS, was zu diesem Zeitpunkt seiner Entwicklung möglich und wichtig ist und eben nicht unbedingt so viele Dinge gleichzeitig, wie bewusst-rational in seinem Geist vorhanden sind und in einem ausführlichen Gespräch geäußert würden.

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Björn Hillebrand bietet Psychotherapie (nach dem Heilpraktikergesetz, www.spielräume-schaffen.de/Psychotherapie/) und Coaching an. Einen Praxisschwerpunkt stellt die Eigenschaft der Hochsensibilität (https://www.spielräume-schaffen.de/Hochsensibilitaet/) dar. Aktuell befindet er sich in der mehrjährigen Weiterbildung zum Osteopathen.
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