Arzt und Patient – Partner im medizinischen Entscheidungsprozess

Für optimierte Therapieerfolge: Chefarzt Dr. Francisco Pedrosa Gil vom Fachkrankenhaus Bethanien Hochweitzschen setzt auf Kommunikationstrainings

Hochweitzschen, im November 2020 – Der Arzt als Halbgott in Weiß? Das war einmal, zumindest vor der modernen Informationsgesellschaft. „Die Mehrheit der Patienten ist heutzutage informierter und kritischer. Sie wünschen sich einen offenen und beratenden Arzt, der sie emotional stützt und mit ihnen gemeinsame Entscheidungen trifft“, sagt Dr. Francisco PedrosaGil. Der ärztliche Direktor und Chefarzt des Fachkrankenhauses Bethanien Hochweitzschenbeschäftigt sich bereits seit Jahren intensiv mit dem Thema Patientenkommunikation, um Therapieerfolge zu verbessern. Denn laut seiner Erfahrung steigt die Akzeptanz der Behandlung bei Patienten, die stärker in den Entscheidungsprozess über die Therapie miteingebunden werden. Dabei sind auf beiden Seiten neben dem Willen zur Kooperation ein Austausch von Informationen, Ansichten, Vorerfahrungen die Voraussetzungen. „Nur über das gegenseitige Kennenlernen kann man Verständnis und Empathie entwickeln. Der richtige Ansatz ist es, mehr Kontakt zu Patienten und Kollegen zu finden. Das lernt man nicht nebenbei“, weiß Dr. Pedrosa Gil. Daher setzt man in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapieauf ein gezieltes Kommunikationstraining.
Das Fachkrankenhaus Bethanien Hochweitzschenleistet die stationäre und teilstationärepsychiatrische Vollversorgung für ein Einzugsgebiet mit ca. 230.000 Einwohnern. In Super- und Intervisionen sowie in Gruppen- und Einzelgesprächen setzen sich die Mitarbeiter der Klinik täglich mit dem Thema „Partner im medizinischen Entscheidungsprozess“ auseinander. Zusätzlich werden in Fallbesprechungen kommunikative Strategien kritisch reflektiert und beleuchtet. Eine Fortbildungsreihe mit renommierten Experten ergänzt das Angebot. So ist im nächsten Jahr eine Schulung vor Ort durch einen Gruppentherapeuten der Universität Potsdam geplant. Positive Rückmeldungen von Patienten bestätigen den Chefarzt bei seiner Vorgehensweise.
Dr. Pedrosa Gil empfiehlt Ärzten die folgende Vorgehensweise bei der Umsetzung einer offenen Arzt-Patienten-Kommunikation:
• Offenheit ist die Grundvoraussetzung
• Ärzte müssen Patienten zuhören, dabei die Werte, Vorlieben und Lebensumstände beachten, Präferenzen bezüglich der Entscheidungsfindung und Unsicherheiten ergründen, dabei auch Befürchtungen und Erwartungen herausfinden
• Sie sollten die Ideen und Informationen vom Patienten bezüglich der Entscheidungsmöglichkeiten herausfiltern​und Patienten Hilfestellungen beim Evaluieren unterschiedlicher Behandlungsmöglichkeiten anbieten
Die offene Einbeziehung des Patienten mündet so zu einer gemeinsamen Entscheidungsfindung und zum Behandlungsplan. Interessierte Ärzte können mithilfe von Trainings ihre Kommunikationsfähigkeiten so verbessern, dass sie das Konzept im Praxisalltag umsetzen können– ohne zusätzlichen Zeitaufwand. Hier ist Dr. Pedrosa-Gil bei Bedarf behilflich: „Laut unseren Erfahrungen steigt die Effizienz von Konsultationen nach diesem Konzept. Falls Interesse an einem entsprechenden Kommunikationstraining besteht, freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme mit unserer Klinik.“

Weitere Informationen zum Fachkrankenhaus Bethanien Hochweitzschen sind unter folgendem Link abrufbar:

https://www.bethanien-hochweitzschen.de/

Über die Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen der AGAPLESION gAG in Mitteldeutschland
Das Fachkrankenhaus Bethanien Hochweitzschen ist seit 2020 Teil der AGAPLESION gAG. Auch weitere Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen aus Mitteldeutschland wie Hospize, Altenpflegeheime und medizinische Versorgungszentren gehören seit Anfang des Jahres zu diesem Verbund, beispielsweise das Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig, dasDiakonissenkrankenhaus Dessau sowie die Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz und das Krankenhaus Bethanien Plauen.

Die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft wurde 2002 in Frankfurt am Main von christlichen Unternehmen gegründet. Zu AGAPLESION gehören bundesweit mehr als 100 Einrichtungen, darunter 23 Krankenhausstandorte mit über 6.250 Betten, 40 Wohn- und Pflegeeinrichtungen mit über 3.500 Pflegeplätzen, vier Hospize, 34 Medizinische Versorgungszentren, 16 Ambulante Pflegedienste und eine Fortbildungsakademie. Darüber hinaus bildet AGAPLESION an 15 Standorten im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege aus. Mehr als 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für eine patientenorientierte Medizin und Pflege nach anerkannten Qualitätsstandards. Pro Jahr werden über eine Million Patienten versorgt. Die Umsatzerlöse aller Einrichtungen inklusive der Beteiligungen betragen über 1,5 Milliarden Euro. Die alleinigen Aktionäre der AGAPLESION gAG sind verschiedene traditionsreiche Diakoniewerke und Kirchen.

Pressekontakt:

Andrea Weinholz

Weinholz Kommunikation

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