Den Durchblick im Auto behalten

Weiden in der Oberpfalz, 9. Dezember 2020. Eine gute Sicht im Auto ist Voraussetzung für eine sichere Fahrt. Gerade in den Wintermonaten werden die Sichtverhältnisse jedoch oft durch die früh auftretende Dunkelheit und eine unbeständige Witterung beeinträchtigt. Um sich optimal auf den Autowinter vorzubereiten, gibt A.T.U-Experte Franz Eiber Ratschläge für einen guten Durchblick.

Laut dem Statistischen Bundesamt ereigneten sich im vergangenen Jahr knapp 3 Millionen Verkehrsunfälle. Besonders auffällig sind dabei die hohen Fallzahlen witterungsbedingter Unfälle in den Wintermonaten: Nicht nur Frost und Blitzeis machen den Autofahrern zu schaffen. Vor allem eingeschränkte Sichtverhältnisse und die daraus folgende Unsicherheit erhöhen das Unfallrisiko. Um auch im Autowinter stets den Durchblick zu behalten, können einfache Maßnahmen getroffen werden.

Freie Autoscheiben erleichtern die Sicht
Das A und O für eine gute Sicht sind freie Autoscheiben. „Steht das Auto über Nacht draußen, empfiehlt es sich, Windschutz- und Heckscheibe mit einer Frostschutzfolie abzudecken. Sind die Scheiben vereist, müssen sie vor der Fahrt komplett freigekratzt werden – das gilt auch für die Seitenspiegel“, sagt A.T.U-Experte Eiber. Wichtig: Gefrorene Scheiben auf keinen Fall mit heißem Wasser übergießen! Der starke Temperaturwechsel kann zu Spannungsrissen führen. Die Scheiben sollten zudem möglichst schlierenfrei gehalten werden – so lassen sich störende Lichtreflexionen von entgegenkommenden Fahrzeugen vermeiden. Auch die Kontrolle der Scheibenwischer ist nicht zu vergessen: Im Winter sind sie durch die Niederschläge besonders häufig im Einsatz und sollten regelmäßig gereinigt und bei Verschleiß ausgetauscht werden. Zudem ist darauf zu achten, dass sich stets genügend Frostschutzmittel im Wischwasser befindet.

Feuchtigkeit im Innenraum reduzieren
Der große Temperaturunterschied zwischen innen und außen sorgt dafür, dass selbst gut gereinigte Scheiben in der kalten Jahreszeit schnell beschlagen. Sind bei der Fahrt Heizung und Lüftung aktiviert und die Fenster etwas geöffnet, werden beschlagene Scheiben zügig wieder frei. Auch das Einschalten der Klimaanlage verhindert das Beschlagen und hilft, die überschüssige Feuchtigkeit im Fahrzeug zu reduzieren. Fußraum und Fußmatten sollten regelmäßig abtrocknen können. Als Do-it-yourself-Variante für ein trockenes Auto kann der Fußraum mit Zeitungspapier ausgelegt werden. Als langfristige Lösung sind im Fachhandel, beispielsweise bei A.T.U, praktische Luftentfeuchter für Autos erhältlich.

Lichteinfluss
In den Wintermonaten wird es, auch durch die Zeitumstellung, früh dunkel. Damit dennoch eine gute Sicht gewährleistet wird, sollte das Abblendlicht immer in Betrieb sein. „Für eine optimale Ausleuchtung die Lichtquellen regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls auch die Glühbirne wechseln. Zudem sollten die Scheinwerfer immer von Schmutz, Eis und Schnee befreit werden“, rät Franz Eiber. An strahlenden Wintertagen empfiehlt es sich, immer eine Sonnenbrille griffbereit zu halten. Denn die Wintersonne steht in dieser Jahreszeit besonders tief und kann bei ungünstigem Stand blenden.

Gefahrenquellen reduzieren: Verschneites Autodach
Ob starker Schneefall oder nur vereinzelte Flocken – in den Wintermonaten liegt das Auto über den Tag oft unter Schnee begraben. Damit einer sicheren Fahrt nichts im Wege steht, wird das gesamte Auto vor Fahrtantritt von den Schneemassen befreit. Wer auf das Freiräumen verzichtet, begibt nicht nur sich und andere in Gefahr, sondern begeht auch einen Verkehrsverstoß: während der Fahrt kann das Herunterfallen des Schnees den nachfolgenden Verkehr oder die eigene Sicht behindern. Wird man wegen eines verschneiten Autodachs von der Polizei angehalten, ist mit einem Bußgeld von mindestens 25 Euro und im schlimmsten Fall mit einem Punkt in Flensburg zu rechnen.

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