NORDSYS und das ADAC Fahrsicherheitszentrum Hannover/Laatzen starten strategische Kooperation

V2X-Spezialist und Automobilclub bündeln ihre Stärken und installieren waveBEE-Komponenten im Fahrsicherheitszentrum

Braunschweig, im Dezember 2020 – Die NORDSYS GmbH, ein führender Anbieter von V2X-Systemlösungen, und die ADAC Fahrsicherheits-Zentrum Hannover/Laatzen GmbH, Tochter des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V., haben eine weitreichende Kooperation zur Nutzung von V2X-Komponenten im Fahrsicherheitszentrum Hannover/Laatzen vertraglich vereinbart. Ziel ist es, die immer stärker werdende Digitalisierung des Autofahrens im ADAC Fahrsicherheitszentrum Besuchern als auch Endnutzern näherzubringen und erprobbar zu machen. Zu diesem Zweck wurde die waveBEE®-Hard- und Softwaretechnologie von NORDSYS auf dem Gelände installiert. Diese V2X-Szenarien stehen insbesondere auch OEMs und deren Zulieferfirmen zur Verfügung, um dort kommende Fahrzeuggenerationen entwickeln, testen und bewerten zu können.

„Mit unserer Expertise im Bereich V2X, KI und autonomes Fahren sowie der Infrastruktur des ADAC können wir Endanwendern noch besser den Nutzen der V2X-Technologie im Rahmen unserer waveBEE®-Produktreihen verdeutlichen. Die Fahrzeugtechnologien von morgen werden damit für den Autofahrer real erlebbar und wir schaffen ein Verständnis, welche Potenziale die heutige Digitalisierung im Verkehr generieren kann“, so Manfred Miller, geschäftsführender Gesellschafter der NORDSYS.

Partner des Testfeld Niedersachsens
Das digitalisierte, vernetzte bzw. autonome Fahren der Zukunft trägt maßgeblich zur Entlastung des Straßenverkehrs sowie zur Verkehrssicherheit im Rahmen der Reduktion von Unfallzahlen bei. Positive Nebenfaktoren sind die optimierte Energieeffizienz des Verkehrs sowie die Reduktion von negativen Umweltauswirkungen. Dazu wurde das Testfeld Niedersachsen ins Leben gerufen, welches Abschnitte der Autobahnen A2, A7, A39, A391, als auch Teile der Bundes- und Landstraßen B3, B6, B243 und L295 umfasst. Dort werden automatisierte und vernetzte Fahrzeuge getestet, Fahrverhalten und Verkehrsfluss erfasst und analysiert. NORDSYS und der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. haben das Testfeld als Partner begleitet und ihre Expertise in die Forschung eingebracht. Nun folgt der nächste Schritt, in dem die beiden Unternehmen ihre Kompetenzen bündeln, um das ADAC Fahrsicherheitszentrum Hannover/Laatzen ebenfalls als erlebbares Testareal für die Zukunft des Verkehrswesens zu etablieren.

„Mit NORDSYS haben wir einen strategischen Partner gefunden, der eine starke Expertise im V2X-Bereich hat. Wir wollen mit diesem Schritt das Engagement des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. im Bereich der vernetzten Mobilität ausbauen und Kunden aus Forschung und Entwicklung ein bestens ausgestattetes Testgelände anbieten, auf dem komplexe Testszenarien im V2X-Bereich abgebildet werden können. Mit voranschreitender Vernetzung und Automatisierung des Verkehrs wollen wir die technischen Innovationen natürlich auch für ADAC Mitglieder erfahrbar machen“, unterstreicht Sven Stieger, Geschäftsführer des ADAC Fahrsicherheitszentrums Hannover/Laatzen, die wachsende Bedeutung der V2X-Technologie.

Installation von Road Side Units im Testareal des ADAC
Hierzu wurden bereits V2X Road Side Units (RSU) der Serie waveBEE®road von NORDSYS in Laatzen installiert. Die RSUs ermöglichen es, sowohl Fahrzeuge als auch Verkehrsinfrastrukturen wie Lichtsignalanlagen oder Schilderbrücken zu simulieren. Die Vernetzung der Fahrzeuge sowohl untereinander als auch mit der Infrastruktur ist eine wesentliche Anforderung des zukünftigen smarten, kooperativ oder autonom fahrenden Verkehrs. Die Anbindung an bestehende Verkehrsmanagementzentralen kann über Mobilfunk oder über eine PoE (Power-over-Ethernet)-Verbindung erfolgen. Schon in der Grundkonfiguration können für Testfelder übliche Szenarien und Use-Cases mit der waveBEE®road dargestellt werden, wie: Signalphasen und Kreuzungstopologien, Warnungen vor Straßenarbeiten oder Einsatzfahrzeuge, Geschwindigkeitsbeschränkungen oder auch Umweltinformationen bei Glatteiswarnung oder eingeschränkter Sicht.

Software-Tools und Know-how von NORDSYS
Zusätzlich wird NORDSYS dem ADAC Fahrsicherheitszentrum diverse Tools, wie den waveBEE®creator bereitstellen, sodass auf dem Trainingsgelände eigenständig entsprechende Fahrszenarien mit V2X-Bezug erstellt werden können. „Neben der Lieferung von Hard- und Softwarekomponenten können der ADAC als auch OEMs, die das Testgelände mieten möchten, jederzeit auf unsere weltweit anerkannte Expertise zurückgreifen und uns bei jeglichen Fragestellungen kontaktieren“, so Miller weiter.

Über die NORDSYS GmbH:
Die NORDSYS GmbH ist einer der führenden Entwickler von Software-Systemarchitekturen für die V2X-Kommunikation mit mehrjähriger Erfahrung aus den unterschiedlichsten V2X-Projekten. Neben der Software-Entwicklung umfasst das Portfolio des Unternehmens auch eigene Systemlösungen der Marke waveBEE® für die Entwicklung, Simulation und Analyse von komplexen V2X-Umgebungen. Als Partner renommierter Automobilhersteller verfügt die NORDSYS GmbH durch langjährige internationale Projektarbeit darüber hinaus über Expertise in den Bereichen Fahrerassistenz, Infotainment, Future Mobility Solutions und komplexe Simulation. Weitere Informationen unter www.nordsys.de

Über die ADAC Fahrsicherheitszentrum GmbH:
Das ADAC Fahrsicherheitszentrum Hannover/Laatzen ist mit einer Fläche von 24 Hektar eines der größten und modernsten Fahrsicherheitszentren Deutschlands. Auf der in sich abgeschlossenen, modularen und hoch spezialisierten Anlage, trainieren Verkehrsteilnehmer alle Aspekte rund um die Sicherheit. Hier werden die Grenzen der Fahrphysik durch technische Anlagen und externe Beeinflussung überschritten, sodass die Trainingsteilnehmer ihre Reaktion in Gefahrensituationen schulen können – mit dem Ziel, Unfälle im Straßenverkehr zu vermeiden. Das ADAC Fahrsicherheitszentrum umfasst zehn Trainingsmodule, die parallel genutzt werden können und ist als Forschungsgelände in das Testfeld Niedersachsen integriert. Weitere Informationen unter www.fsz-hannover.de.

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