Sichere Eltern-Kind-Bindung von Anfang an

Wenn man werdende Eltern fragt, was sie sich am allermeisten für ihr Baby wünschen, nennen sie am häufigsten Gesundheit. Darüber hinaus äußern die meisten Eltern den Wunsch nach einer liebevollen und engen Beziehung zu ihrem Kind. Doch wie kann der Beziehungsaufbau von Anfang an gut gelingen? Worauf sollten werdende Eltern achten? Was ist überhaupt eine sogenannte sichere Eltern-Kind-Bindung? Und welchen Einfluss haben eigene Kindheitserfahrungen auf den Umgang mit unserem Baby?
Diesen und weiteren Fragen rund um die Themen Bindung, Schwangerschaft, Geburt, Partnerschaft, Entwicklung & Alltag mit Säuglingen widmet sich der Kurs „Sichere Eltern-Kind-Bindung von Anfang an“, den die Heilpraktikerin für Psychotherapie und SAFE®-Mentorin Silvia Fritzsch aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn bei München für Schwangere und ihre Partner anbietet. Der Kurs besteht aus vier Gruppenterminen und einem persönlichen Einzeltermin. Die aktive Einbeziehung der werdenden Väter fördert den Beziehungsaufbau zum Kind und stärkt zudem die Partnerschaft. Durch eine Atmosphäre des Vertrauens in der Kleingruppe und den Austausch mit Gleichgesinnten profitieren werdende Mütter und Väter gleichermaßen von einer Kursteilnahme.
John Bowlby, brit. Kinderpsychiater und Begründer der Bindungstheorie hat Bindung definiert als das „angeborene Bedürfnis von Säuglingen, in bindungsrelevanten Situationen (Bedrohung, Angst, Schmerz) Nähe, Zuwendung und Schutz bei einer vertrauten Person zu suchen.“. Das Bindungsverhalten entwickelt sich im ersten Lebensjahr. Werden Bindungswünsche von den Eltern abgewiesen, verstärkt das Baby sein bindungssuchendes Verhalten (weinen, schreien, festklammern, suchen). Für den Aufbau einer sicheren Bindung geht es in erster Linie darum, sein Baby mit größtmöglicher Aufmerksamkeit zu beobachten, seine Signale wahrzunehmen und diese richtig zu deuten. „Als Eltern schlüpfen wir bildlich gesprochen in die Haut unseres Babys und nehmen die Welt aus seinem Blickwinkel wahr.“ erklärt Fritzsch.
Es gilt, auf die Signale unseres Babys möglichst angemessen und feinfühlig, das heißt, liebevoll-annehmend zu reagieren. Bindungsstärkend sind häufiger Blickkontakt, viel Körperkontakt und eine Sprachmelodie, die die Gefühle des Babys spiegelt sowie gemeinsame Interaktionen, beispielsweise auf dem Wickeltisch, beim Füttern oder Spielen. Was ein Kind genau für die Erfüllung seines Bindungswunsches braucht, ist individuell verschieden. Während sich manche durch bloße Anwesenheit und die Stimme der Bindungsperson beruhigen lassen, brauchen andere ein hohes Maß an Körperkontakt.
Je jünger das Baby ist, desto wichtiger ist eine prompte Reaktion. Es ist schädlich für die Bindung, Babys lange schreien zu lassen ohne auf ihren Hilferuf (und nichts anderes ist ein Schreien) zu reagieren. Sie lernen durch diese Erfahrung lediglich, dass sie in emotionalen Notsituationen keine Unterstützung zu erwarten haben. Was Eltern häufig davon abhält, auf die Bedürfnisse ihres Babys prompt zu reagieren, ist der Mythos des Verwöhnens. Wenn ein Kind merkt, dass seine Gefühle wahrgenommen werden, wird es nicht verwöhnt, sondern zufrieden und entwickelt ein Urvertrauen: egal wie ich mich fühle, es ist jemand da, der mich begleitet. „Einen besseren Start ins Leben gibt es nicht.“ ist Fritzsch – selbst Mutter eines Sohnes – überzeugt. Und weiter: „Eine gute Bindung ist übrigens keine Frage der Menge an Zeit, die man mit seinem Kind verbringt – hier zählt Qualität deutlich mehr als Quantität!“
Weitere Informationen, Termine & Anmeldung unter www.familie-und-ich-muenchen.de.

Veröffentlicht von:

Silvia Fritzsch (Familie und Ich)

Pfarrer-Zauner-Str. 8
85635 Höhenkirchen-Siegertsbrunn
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Telefon: 08102/8747132
Homepage: http://www.familie-und-ich-muenchen.de

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Silvia Fritzsch
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