Corona: Mit Biomarkern den Verlauf der Erkrankung schnell voraussagen

Mit bestimmten Blutwerten können Komplikationen bei einem COVID-19-Patienten inzwischen vorausgesagt werden, darunter lebensgefährliche Lungenembolien und Herzinfarkte. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt daher die regelmäßige Messung von bestimmten, sogenannten Biomarkern. Mit dem Analyse-System AFIAS-6 der nal von minden GmbH aus Moers können sechs Biomarker gleichzeitig innerhalb von nur 15 Minuten ermittelt werden.

Eine Infektion mit dem Coronavirus kann unterschiedlich verlaufen. Während einige Betroffene keine Symptome zeigen, kann die Erkrankung bei anderen Patienten schwerwiegend sein und zum Teil tödlich enden. Ein messbarer Indikator für das Vorhandensein oder die Schwere eines Krankheitszustandes sind Biomarker. Biomarker können mit einer Blutprobe ermittelt und bewertet werden. Die regelmäßige Bestimmung von Biomarkern wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) bei der Behandlung von Corona-Patienten empfohlen.

„Potentielle Hochrisikopatienten sind buchstäblich auf jede Minute angewiesen. Je schneller wichtige Biomarker bestimmt werden, desto eher können die richtigen, eventuell sogar überlebenswichtigen Therapiemaßnahmen eingeleitet werden“, sagt Roland Meißner, Geschäftsführer der nal von minden GmbH. Mit dem Analyse-System AFIAS-6 ist eine schnelle und zuverlässige Testung direkt vor Ort möglich. Wird das Blut erst an ein externes Labor weitergeleitet, vergehen Stunden, mitunter sogar einige Tage.

Mehrere Studien zeigen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Krankheitsverlauf von COVID-19 und einigen Biomarkern gibt. Erhöhte D-Dimer-Werte deuten auf eine Beinvenenthrombose oder Lungenembolie hin. So lagen die D-Dimer-Werte bei Corona-Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf bis zu neunmal höher als bei Betroffenen, die nicht intensivmedizinisch betreut und beatmet werden mussten. Hohe Troponin-Werte korrelierten mit koronaren Herzkrankheiten. Procalcitonin (PCT) und das C-reaktive Protein (CRP) sind wiederum Entzündungsmarker. Eine retrospektive Analyse zeigte, dass Patienten, die COVID-19 nicht überlebt hatten, erhöhte PCT- und CRP-Werte aufwiesen.

Mit dem Analyse-System AFIAS-6 können insgesamt sechs Biomarker gleichzeitig ermittelt werden. Die Handhabung ist einfach: Blutprobe auf die Testkassette aufbringen, die Testkassette mit Pipettenspitze in den Kassettenhalter einführen, die Messung starten. Die Ergebnisse liegen innerhalb von 15 Minuten vor. Meißner: „Das AFIAS-System ermittelt die Parameter-Werte mit Hilfe der Fluoreszenz-Immunoassay-Methode. Die Qualität des Verfahrens ist gleichwertig mit den bereits etablierten Labormethoden.“

Das Analyse-System AFIAS-6 eignet sich sowohl für die Notaufnahme im Krankenhaus als auch für niedergelassene Ärzte, die schnell Klarheit über den Gesundheitszustand eines mit dem Coronavirus infizierten Patienten bekommen möchten. Die Ergebnisse können sofort mit dem Patienten besprochen werden, es ist keine erneute Kontaktaufnahme mit dem Patienten notwendig.

Roland Meißner: „Wir sehen unser Gerät nicht als Konkurrenz zu den Laboren, sondern als sinnvolle Ergänzung, da die Labore derzeit ohnehin überlastet sind. Oft muss im Interesse des Patienten zügig über eine Therapie entschieden werden. Je eher die Biomarker ermittelt werden, desto besser.“

Hintergrundinfos: Die Biomarker

Biomarker können mit einer Blutprobe ermittelt und bewertet werden. Vor allem folgende Biomarker sollten bei einer COVID-19-Erkrankung ermittelt werden:

D-Dimere
D-Dimere spielen eine große Rolle bei der Blutgerinnung. Es handelt sich bei D-Dimeren um Spaltprodukte des Fibrins, einem wichtigen Eiweiß zur Blutgerinnung. Hohe Werte können auf eine Beinvenenthrombose oder Lungenembolie hindeuten. Besitzt der Patient hingegen einen unauffälligen D-Dimer-Wert, ist ein Gefäßverschluss sehr unwahrscheinlich.

Troponin
Troponin ist ein Eiweißstoff, der vor allem in den Herzmuskelzellen vorkommt. Bei Herzmuskelschäden wird er ins Blut freigesetzt. Erhöhte Werte können auf einen Herzschaden hindeuten. Es gilt: Je höher der Troponin-Wert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkts.

Procalcitonin (PCT)
Procalcitonin ist ein Entzündungsparameter. Es handelt sich beim Procalcitonin (PCT) um die Vorstufe eines körpereigenen Schilddrüsenhormons. Dieses ist bei gesunden Menschen kaum oder gar nicht nachweisbar. Liegt jedoch im Körper eine Entzündung vor, steigt die PCT-Menge im Blut plötzlich an.

C-reaktives Protein (CRP)
Das C-reaktive Protein ist ein Akutphase-Protein, das in der Leber als Reaktion auf Entzündungen, akute Infektionen und Gewebeschädigungen gebildet wird. Der CRP-Wert korreliert mit der Schwere einer Erkrankung: Je höher die Werte, desto stärker die Entzündung.

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