Vor der Feuertaufe

Haar – Lkr. München/ Angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens sehen auch die oberbayerische Bezirksrätin Dr. Gabriela Berg und Haars Gemeinderat Dr. Peter Siemsen keinen Spielraum für Lockerungen nach dem 10. Januar 2021. „Die Zahlen sind weiterhin zu hoch. Wir müssen runter, sonst wird uns die zweite Infektionswelle vollends entgleiten mit verheerenden Folgen für Gesundheitssystem und Wirtschaft“, lautet ihre Einschätzung zu Beginn des neuen Jahres.

Der promovierte Chemiker Siemsen erklärt, was die Viruspandemie aktuell so gefährlich macht: „Wärme und UV-Strahlung hemmen Viren in ihrer Aktivität. Niedrige Temperaturen und geringere Sonneneinstrahlung wie wir sie aktuell und in den kommenden Monaten vor uns haben erhöhen ihre Stabilität.“ Das erste Quartal 2021 werde somit die Feuertaufe im Kampf gegen Corona, so Siemsen. Der Impfstart Ende Dezember letzten Jahres sei zwar ein klarer Lichtblick, dürfe allerdings nicht zu Leichtsinn verleiten. Da mit einer Ausweitung der Impfungen auf Personen, die nicht zu einer Risikogruppe gehören, erst ab Mitte des Jahres zu rechnen sei, müssten die Anstrengungen zur Infektionsvermeidung weiter aufrechterhalten und sogar intensiviert werden. „Es kommt auf das persönliche Verhalten jedes Einzelnen an. Das Füreinander ist in Corona-Zeiten wichtiger denn je“, wirbt Siemsen für Verständnis und Solidarität. Bezirksrätin Berg sieht im Ausbildungssektor akuten Handlungsbedarf. Dass beispielsweise für die in Bayern im Bereich Veterinärmedizin unmittelbar anstehenden Kammerprüfungen noch keine Schnelltests für Prüfer und Prüflinge geplant sind, bezeichnet die promovierte Tiermedizinerin als grob fahrlässig.

Einer politischen Debatte um Fehler bei der Impfstoffbeschaffung erteilt Siemsen zum aktuellen Zeitpunkt ein klare Absage. Wer jetzt unzureichende Vorbestellungen bei BioNTech im vergangenen Sommer beklagt, möge in seiner Kritik berücksichtigen, dass zum damaligen Zeitpunkt niemand eine hundertprozentige Aussage über das erfolgreiche Bestehen der finalen Testphase treffen konnte, so der FDP-Politiker. „Die Politik ist nun gefordert, zugelassene Impfstoffe in Deutschland schnellstmöglich zu beschaffen“, fordert Siemsen mehr Blick nach vorn. Neben dem Vakzin der Firma Moderna nennt er dabei ausdrücklich den in Großbritannien bereits zugelassenen Vektorimpfstoff von AstraZeneca. Letzterer biete aufgrund der einfacheren Handhabbarkeit die Chance, den Impffortschritt deutlich zu beschleunigen.

Mit Blick auf die Branchen, die von der Pandemie in hohem Maße gebeutelt sind, wünschen sich Siemsen und Berg für 2021 von Bund und Land verlässliche und unbürokratische Hilfsprogramme. Denn: Viele Selbstständige, Kulturschaffende, Freelancer und Freiberufler stünden bereits durch die bisherigen Anti-Corona-Maßnahmen mit dem Rücken zur Wand. Das Corona-Informationsportal der FDP Haar werde in jedem Fall weitergeführt, versichert der FDP-Ortschef. Aktuelle Informationen zu Fallzahlen, Maßnahmen, Infektionsschutz und Stand der Wirkstoffforschung sind dort unter folgender Internetadresse abrufbar: https://www.fdphaar.de/infos-zu-corona.

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