Apenburg -Lauschangriff aus Freundschaft

Ein Feuerwehrmann aus Apenburg, wollte seinem Freund helfen und geriet in den Verdacht eine falsche Aussage gemacht zu haben.
Sein Feuerwehrfreund und Nachbar aus Apenburg steckt in Schwierigkeiten.
(PM vom 13.03.2020)

Um die Tat zu verstehen, muss man in die Geschichte von (…) eintauchen. Jahrelang leitete er den Spielmannszug der freiwilligen Feuerwehr, bis er sich, wegen angeblich unkameradschaftlichem Verhalten, mit dem Wehrleiter überwarf. Nach vierzehn Jahren war die Reputation im Dorf auf einmal weg.
Die Volksstimme berichtete am 10.03.2020 darüber.

Die Freunde und Kameraden hatten die Idee zu behaupten, ein privates Telefonat gemeinsam abgehört zu haben. Natürlich ohne dafür berechtigt zu sein. Beide mussten als Feuerwehrleute wissen, dass es strafbar ist, unerlaubt Telefonate mitzuhören oder aufzuzeichnen. Nicht umsonst benötigen sogar Strafermittler eine richterliche Genehmigung.
Es gilt der Schutz des persönlichen Wortes nach dem Grundgesetz.

Allerdings hatten beide keine Ahnung davon, welch technischer und Programmieraufwand dafür notwendig ist. Da beiden die notwendigen Fähigkeiten fehlen, ist die Zeugenschaft unglaubwürdig.

Trotzdem bot sich (…) seinem Freund und dessen Rechtsanwalt als Zeuge an.
Der Anwalt freute sich darüber, dass ein Gegenzeuge im laufenden Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung zur Verfügung steht und bot die Zeugenschaft dem Amtsgericht Salzwedel an.

Er hätte es besser wissen müssen!
Denn bereits der Versuch in einem gerichtlichen Verfahren eine falsche oder rechtswidrige Zeugenschaft einzuführen, erfüllt den Straftatbestand des versuchten Prozessbetruges und überschreitet das Maß anwaltlicher Widerrede. Ganz davon abgesehen, dass jeder Anwalt darauf hinweisen wird, dass Staatsanwaltschaft und Gericht derlei Dinge nicht verwenden dürfen.

Und die Folge?
Gegen den Feuerwehrmann, seinem Freund (…) und dem Rechtsanwalt liegt nun eine Strafanzeige deswegen bei der Staatsanwaltschaft vor. Das Amtgericht in Salzwedel wurde in Kenntnis gesezt. Ob das Gericht nun von Amts wegen gegen die drei ermitteln lässt, ist hier nicht bekannt.

Der Ausgang ist bisher offen. Wir werden darüber berichten.

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