Herzensangelegenheit Dr. Kubetschek “Förderung des beruflichen Nachwuchses”

Jeder Zahnarzt bei Trusted Dentists zeichnet sich durch besondere Herzensangelegenheiten aus: Dinge, auf die er oder sie besonderen Wert legen und in die sie besonders viel Kraft investieren. Im Interview erzählt Dr. Roman Kubetschek von seiner Herzensangelegenheit, der Förderung des beruflichen Nachwuchses.

Was ist Ihre Herzensangelegenheit?
Meine Herzensangelegenheit ist es, den beruflichen Nachwuchs in der Zahnmedizin zu fördern. Das betrifft vor allem die jungen Zahnmedizinischen Fachangestellten, von denen es in Mecklenburg-Vorpommern und auch in jedem anderen Bundesland zu wenige gibt.

Es ist zunehmend schwierig für Zahnarztpraxen, neues zahnmedizinisches Personal zu finden. Die Gründe dafür sind sehr vielfältig, aber nicht unveränderlich. Ich setze mich dafür ein, dass die zahnmedizinischen Assistenzberufe wieder attraktiver wahrgenommen werden.

Warum investieren Sie genau in dieses Thema Zeit und Engagement?
Schon vor über 20 Jahren, als ich ein junger Zahnarzt war, war der Nachwuchsmangel in der Zahnmedizin Thema. Der Beruf hatte tendenziell einen schlechten Ruf, galt als schlecht bezahlt und unattraktiv. Dabei ist das ganz und gar kein zutreffendes Bild. Der Beruf der Zahnmedizinischen Fachangestellten verbindet medizinische Inhalte und den Umgang mit Menschen. Von den Patienten wird den ZFAs oft viel Wertschätzung entgegengebracht.

Daher bin ich in die Berufspolitik eingestiegen und engagiere mich unter anderem in der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern für ein realistisches Berufsbild. In Mecklenburg-Vorpommern gehören zu den größten Schwierigkeiten die ländlichen Strukturen. Das Landleben ist durch fehlende Schulen und Kindergärten sowie schlecht ausgebauten Nahverkehr gerade für junge Familien nicht attraktiv.

Außerdem gibt es in Mecklenburg-Vorpommern nur vier Berufsschulen, zu denen die angehenden Zahnmedizinischen Fachangestellten im Extremfall einen Anfahrtsweg von zwei Stunden haben. Das spricht natürlich für viele gegen die Wahl dieses Berufes. Auch an jungen Zahnärzten mangelt es: Interessenten wären zwar genug da, aber keine Studienplätze, denn in Mecklenburg-Vorpommern gibt es zwar zwei Universitäten in Greifswald und Rostock an denen Zahnmedizin gelehrt wird, jedoch vornehmlich nicht für Landeskinder.

Wie findet die Umsetzung statt?
Als Vizepräsident der Zahnärztekammer MV und in meiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Kreiselternrat MSE und Landeselternrat MV setze ich mich für bessere Bedingungen für die Auszubildenden und ein besseres und realistischeres Berufsbild ein.

Das beginnt bei einer zentralen Praktikumsplatzvermittlung und Veranstaltungen seitens der Zahnärztekammer, bei denen sich Schüler auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz informieren können. Auszubildende, die Probleme mit ihrem Arbeitgeber haben, können sich ebenfalls an uns wenden. Wir helfen dann dabei, einen alternativen Ausbilder zu finden, sodass sie die Ausbildung nicht vorzeitig abbrechen müssen.

Der Einsatz für den Erhalt aller bestehenden Berufsschulen ist dabei unerlässlich. Eine angedachte Schließung eines Standortes konnte so erfolgreich verhindert werden.
Am wichtigsten ist es aber, an der mangelnden Infrastruktur zu arbeiten. Dafür setze ich mich und wir uns gemeinsam auf politischer Ebene ein. Kleine Erfolge, und sei es nur im Bereich der Schülerbeförderung, konnten schon errungen werden.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Thema „Landeskinderquote“. Es ist inakzeptabel, dass Mecklenburg-Vorpommern zwei universitäre Bildungseinrichtungen hat und es nicht schafft, den dringend benötigten zahnmedizinischen Nachwuchs auszubilden. Hier besteht jedoch noch viel Argumentationsbedarf.

Warum lohnt sich dieses Engagement für Sie?
Ich kann sehen, dass meine Bemühungen Früchte tragen. Während bundesweit die Ausbildungszahlen im zahnmedizinischen Bereich zurückgehen, haben wir in Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren immerhin annähernd konstante Zahlen.

Zahnmedizinische Fachangestellte sind für jede Zahnarztpraxis unersetzlich. Sie haben den meisten Kontakt zu den Patienten und sorgen dafür, dass diese sich in der Praxis wohl und gut aufgehoben fühlen. Das ist ein schöner und wichtiger Beruf.

Es liegt mir am Herzen, in der Zukunft eine Steigerung der Ausbildungszahlen zu erreichen und die Attraktivität dieses Berufs wieder sichtbar zu machen.

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