Leitfaden zur Nutzer*innenbeteiligung im kommunalen Schulbau veröffentlicht

Der Kommunale Immobilien Service (KIS), Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Potsdam, und die Fachhochschule Potsdam haben im Vorfeld des Planungsbeginns zur Entwicklung des neuen Schulstandortes Pappelallee, gemeinsam mit Schüler*innen und Lehrer*innen der Gesamtschule am Schloss ein umfangreiches Nutzer*innenbeteiligungsverfahren durchgeführt. Ziel war es, eine gemeinsame Vision für einen zukunftsfähigen Schulneubau zu entwickeln. Das methodische Verfahren wurde ausgewertet und steht nun Interessierten als Leitfaden zur Nutzer*innenbeteiligung zur Verfügung.

Im Zuge gesellschaftlicher, ökonomischer und ökologischer Transformationsprozesse haben sich in den vergangenen Jahren auch für Schulen verschiedene Parameter verändert: Das Lernen wird individueller und digitaler, der Unterricht gestaltet sich offener und prozessorientierter, multiprofessionelle Teams vernetzen das Lernen in der Schule mit dem Lernen an anderen Lernorten. Daraus resultierend müssen Lernumgebungen in Zukunft nicht nur mehr Anforderungen erfüllen, sie müssen gleichzeitig differenzierter und variabler sein.

Am Beispiel der Entwicklung des Schulstandortes Pappelallee wurde in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam ein nachnutzbares Beteiligungsverfahren entwickelt, das für verschiedene Akteur*innengruppen – von Schulleitung über Lehrer*innenkollegium, bis hin zu Schüler*innen, Eltern und Anwohner*innen des Stadtteils – im Zusammenspiel mit den Bauherren, Planenden und der Schulverwaltung geeignet ist. Das Beteiligungsverfahren fand überwiegend online statt, einzelne Workshops konnten in Präsenz stattfinden. Schwerpunktthemen der Veranstaltungen waren „Digitalisierung“, „Individuelles und gemeinschaftliches Lernen“, „Flexibilität in der Nutzung“, „Inklusion und Diversität“, „Klima- und Ressourcenschutz“, „Ganztag“, „Jahrgangsübergreifendes / Offenes Lernen“ und „Bewegung und Wohlbefinden“.

Im vorliegenden Leitfaden werden die gesammelten Erfahrungswerte und Handlungsempfehlungen aus dem Verfahren gebündelt. Der Leitfaden kann bei künftigen Schulbauprojekten helfen, Eltern, Schüler*innen und Lehrer*innen bei der Planung ihrer Schule professionell einzubinden.

Kooperation

Im Frühjahr 2020 hatten der Kommunale Immobilien Service (KIS) und die FH Potsdam eine Kooperationsvereinbarung zur Initiierung und Durchführung von Lehr-, Forschungs- und Entwicklungsprojekten unterzeichnet.

Geplant sind der Aufbau einer langfristigen strategischen Partnerschaft sowie ein regelmäßiger Informationsaustausch über aktuelle Entwicklungen zu den Themen: Nachhaltiges Bauen, Energieeffizienz, Standortentwicklung, Urbanität, Gestaltung, sowie Fachkräftesicherung.

Zudem sollen trans- bzw. interdisziplinäre Projekte insbesondere im Kontext des FHP-Schwerpunktes „Urbane Zukunft“ gemeinsam erarbeitet werden. Der KIS unterstützt zusätzlich durch geeignete Maßnahmen, z.B. im Rahmen von Praktika, die Nachwuchsförderung an der FHP und trägt damit langfristig zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in der Region bei.

Kommunaler Immobilien Service (KIS)

Der Kommunale Immobilien Service (KIS) sorgt als Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Potsdam seit 2005 mit seinen etwa 220 Mitarbeiter*innen dafür, dass die Infrastruktur der öffentlichen Einrichtungen mit der dynamisch wachsenden Landeshauptstadt Schritt hält.

Zum Leitfaden: https://opus4.kobv.de/opus4-fhpotsdam/frontdoor/index/index/docId/2488

Kontakt:

Ulrike Weichelt
Forschung und Transfer
Telefon +49 331 580-1062
E-Mail weichelt@fh-potsdam.de

Prof. Dr. Gerlind Große
Fachbereich Sozial- und Bildungswissenschaften
Telefon +49 331 580-1126
E-Mail grosse@fh-potsdam.de

Veröffentlicht von:

Fachhoschule Potsdam

Kiepenheuerallee / 5
14469 Potsdam
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