Das Ruder jetzt herumreißen

Haar – Lkr. München/ Angesichts der sich ausbreitenden COVID-19-Mutationen fordert der Haarer FDP-Chef Dr. Peter Siemsen einen europaweit koordinierten Kurs, um das Infektionsgeschehen in Europa unter Kontrolle zu bekommen. Der promovierte Naturwissenschaftler unterstützt die Initiative „Contain COVID-19“.

„Wir müssen auf möglichst niedrige Fallzahlen kommen und diese dauerhaft halten“, formuliert Siemsen die Marschroute. Der bisher als Ziel vorgegebene Inzidenzwert von 50 habe sich zur Kontrolle des Infektionsgeschehens als untauglich erwiesen. Eine deutliche Korrektur nach unten sei daher dringend notwendig. Die hierfür notwendigen Maßnahmen müssten der Bevölkerung besser erklärt werden, so Siemsen. Nur mit dem Schutz vulnerabler Gruppen zu argumentieren, bezeichnet er als falsch. „Die Bekämpfung dieser Pandemie ist in unser aller Interesse“, fordert er einen Wechsel in der Kommunikationsstrategie. Um aufkommender Pandemiemüdigkeit entgegenzutreten, sei es essentiell, den Bürgern die Entscheidungsgrundlagen nachvollziehbar zu erläutern, so Siemsen. Statt hektischem Agieren fordert er ein Krisenmanagement, das die Menschen mitnimmt und eine Perspektive aufzeigt. „Ein ständiges Auf und Zu überfordert unsere Bevölkerung und Wirtschaft“, mahnt Siemsen zur dringenden Kurskorrektur. Eine nachhaltige Pandemiestrategie müsse aus seiner Sicht neben dem Gesundheitsschutz auch die mit den Einschränkungen verbundenen Belastungen für Wirtschaft und Gesellschaft im Blick haben. Maßnahmen seien daher situationsadäquat, konsistent und fair zu treffen. Die derzeitigen Corona-Überbrückungshilfen in Deutschland bewertet Siemsen als zu bürokratisch und unzureichend, um eine Insolvenzwelle bei Solo-Selbstständigen und Kleinfirmen zu verhindern. Andere europäische Staaten zeigten sich hier deutlich großzügiger.

Deutliche Kritik übt der FDP-Politiker an fehlenden Vor-Ort-Testangeboten für Besucher in vielen Heimen: „Das ist Russisch Roulette.“ Durch Einsatz von Schnelltests und der Bundeswehr könnte flächendeckend in Pflegeeinrichtungen und Schulen getestet werden, lautet sein Vorschlag für einen raschen Ausbau der Testkapazitäten. Diese würden auch bei niedrigen Inzidenzen weiterhin benötigt, um das Wiedereintragen des Virus aus Regionen mit hohen Fallzahlen zu verhindern. Mit der Zulassung des Impfstoffs von AstraZeneca sei auch die Impfstrategie zu erweitern, so Siemsen. Angesichts Handhabbarkeit und Wirksamkeitsprofil des Vakzins müsse jetzt über den zeitnahen Impfstart jüngerer Personen mit vielen Kontakten nachgedacht werden. Da ein ausreichender Impfschutz der Bevölkerung kurzfristig nicht zu erwarten ist, führt für ihn am Erreichen und Einhalten niedriger Fallzahlen kein Weg vorbei. Um Re-Importe des Virus und die Ausbreitung gefährlicherer Mutationen in Europa zu verhindern, brauche es ein europaweit koordiniertes Vorgehen. „Wir müssen das Ruder jetzt herumreißen“, wirbt Siemsen eindringlich für eine europäische Strategie.

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