Die COVID-19 Uhr tickt, angetrieben durch den fallenden Vitamin-D Spiegel im Winter

Das der Vitamin-D Spiegel im Blut in irgendeiner Form mit der Schwere einer Covid-19 Erkrankung verbunden ist, ist schon seit April letzten Jahres nach der ersten Studie aus Indonesien bekannt, und auch dass die Ansteckungsgefahr (wirkt direkt auf den R-Wert) bei niedrigen Vitamin-D Spiegel um etwa Faktor 2 ansteigt, ist durch mindestens 3 Studien belegt worden.

Durch den im Winter fallenden Vitamin-D Spiegel und die dadurch steigende Ansteckungsgefahr sind bereits die zunehmenden Restriktionen von Oktober, November und Dezember egalisiert worden. Trotzdem gibt es immer noch keine Empfehlung zur Vitamin-D Supplementation, wie in anderen Ländern, um dieser Entwicklung ein Ende zu bereiten.
Bald wird es dem Rest Deutschlands ähnlich ergehen wie den Bürgern von Flensburg, die als erstes fast nichts mehr dürfen.

Das es so weit kommen konnte, liegt wahrscheinlich daran, das diejenigen, die die Entwicklung in Deutschland beeinflussen könnten, immer noch meinen, die erste Welle wurde nur die Restriktion beendet. Dabei hat aber keiner gemerkt, dass der steigende Vitamin-D Spiegel im Sommer einen wesentlichen Anteil daran hatte. Somit denken diejenigen, wie viele andere auch, dass man durch Restriktionen auch jetzt wieder die 2te Welle beenden kann. Dabei ignorieren sie die Tatsache, dass die Restriktionen bei der 2ten Welle immer nur kurzfristig wirkten, ohne anscheinend zu hinterfragen, warum das so ist. Also wird dieser fatale Kurs fortgesetzt ohne ihn zu ändern.

Eine Kursänderung bedeutet in diesem Fall, dass so schnell wie möglich eine allgemeine Empfehlung zu Vitamin-D Einnahme an die Bevölkerung herausgegeben werden muss, wie es z.B. in UK und Irland schon im November der Fall war.
Passiert das hier nicht, wird die 2te oder 3te Welle, je nachdem wie man sie nennt, erst im Mai kleiner werden, und wie letztes Jahr im Juni enden, mit dem Unterschied, das es mehr Tote und Restriktionen als letztes Jahr geben wird, da die Ausgangsbedingungen schlechter sind. Hier kann man nur hoffen, dass diese Entwicklung durch die Impfungen abgemildert wird.
Momentan werden hier Fehler wiederholt, die andere Regierungen schon in der ersten Welle gemacht haben, ohne etwas daraus zu lernen.

Es gibt z.B. eine Studie aus Frankreich, in der die Wirkungen der Maßnahmen von 160 Regierungen der Welt bezüglich der 1ten COVID-19 Welle untersucht wurden. Dabei ist herausgekommen, das am Ende des Tages die Sterblichkeit weitgehend nur davon abhing, wie viel Sonne in den Land scheint (= UV Index = Vitamin-D Synthese) und wie fettleibig die Bevölkerung (= Vitamin-D Mangel) in dem jeweiligen Land ist. Viele Regierungen hatten Restriktionen erlassen, dass hat aber nur dazu geführt, das die Wellen nicht so hoch waren, aber dafür länger gedauert haben, so dass es am Ende eine zum UV Index und der Fettleibigkeit passende Anzahl von Toten gab.
"Covid-19 Mortality: A Matter of Vulnerability Among Nations Facing Limited Margins of Adaptation"
https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpubh.2020.604339/full

Ein konkrete Empfehlung zur Vitamin-D Supplementation mit Dosen, die innerhalb von einem Monat die Pandemie beendet hätte, hat leider keine Regierung herausgegeben. England und Irland haben im November winzige Empfehlungen herausgegeben, bei denen es lange dauert bis eine Wirkung sichtbar ist. Anscheinend hat aber ein Teil der Bevölkerung, vor allem in Irland, auf die Kritik vieler Ärzte dort gehört und größere Dosen genommen, denn dort hat die Fallsterblichkeit 14 Tage nach der Empfehlung der Regierungen angefangen zu fallen, und ist auf einem deutlich niedrigerem Niveau geblieben.

Mit viel Glück haben unsere Ministerpräsidenten ein Einsehen und ändern den Kurs, denn über diese Zusammenhänge sind sie bereits am 30.12 .2020, 18.1 und am 11.2 .2021 informiert worden (also erstmalig vor 2,5 Monaten), mit dem Hinweis, dass wenn die Inzidenz wieder ansteigt, sie sich hoffentlich an die Informationen über den Zusammenhang mit den Vitamin-D Spiegel erinnern.
Vielleicht erkundigen sie sich jetzt endlich bei den Wissenschaftlern vom DKFZ, oder beim Universitätsklinikum Heidelberg was zu tun ist. Das sind die einzigen, die Studien in Deutschland zu dem Thema anhand eigener Forschungen herausgegeben haben.

Besonders hervorgetan haben sich dabei die Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum, die ihre Meinung in einem Kommentar zur Studie des Universitätsklinikums Heidelberg veröffentlich haben.

Schon die Überschrift hat es in sich:
“Vitamin D Insufficiency May Account for Almost Nine of Ten COVID-19 Deaths: Time to Act. Comment on: “Vitamin D Deficiency and Outcome of COVID-19 Patients”.
“Vitamin-D-Mangel kann für fast neun von zehn COVID-19-Todesfällen verantwortlich sein. Zeit zu Handeln ….“
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Obwohl der endgültige Nachweis der Kausalität und Prävention von Todesfällen durch Vitamin-D-Supplementierung aus randomisierten Studien stammen müsste, die inzwischen eingeleitet wurden, werden die Ergebnisse solcher Studien kurzfristig nicht verfügbar sein. Angesichts der Dynamik der COVID-19-Pandemie und der nachgewiesenen Sicherheit der Vitamin-D-Supplementierung erscheint es daher höchst umstritten und möglicherweise sogar unethisch, die Ergebnisse solcher Studien abzuwarten, bevor Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit ergriffen werden.
Neben anderen bevölkerungsweiten Präventionsmaßnahmen sollte eine weit verbreitete Vitamin-D3 Ergänzung gefördert werden, zumindest für Hochrisikogruppen wie ältere Erwachsene oder Personen mit relevanter Komorbidität. Diese hat sich in randomisierten kontrollierten Studien als vorteilhaft für die Prävention anderer akuter Infektionen der Atemwege und gegen eine die akute Verschlimmerung von Asthma und chronischen Lungenerkrankungen erwiesen.
Darüber hinaus kann eine gezielte Vitamin-D3 Supplementierung von Personen, die SARS-CoV2-positiv getestet wurden, gerechtfertigt sein.
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https://www.mdpi.com/2072-6643/12/12/3642
DKFZ Heidelberg: Prof. Hermann Brenner, Dr. Ben Schöttker (Übersetzt mit Google Translate und Unzulänglichkeiten der Übersetzung korrigiert)
Dieser Kommentar wurde schon am 19.10.2020 veröffentlich, aber unser Politiker meinen immer noch sie wissen es besser.

Dass der Vitamin-D Spiegel mächtiger ist als die Kunst der Ärzte, kann man an der Entwicklung der Fallsterblichkeit erkennen. Da ein Sinken des Vitamin-D Spiegels von 3,1ng/ml mit einer Erhöhung der Fallsterblichkeit um Faktor 15 verbunden ist (Studie Uniklinik Heidelberg), ist die Fallsterblichkeit der empfindlichste Indikator für die Veränderung.

Kurz nach dem Anfang der Epidemie sind im Juni 2020 4,7% der Erkrankten gestorben, danach ist die Fallsterblichkeit auf 1,5% gesunken, und alle waren stolz, das sie durch bessere Behandlungsmöglichkeiten die Sterblichkeit senken konnten, ohne zu merken, dass das zum Teil am steigenden Vitamin-D Spiegel lag.
Seit Mitte November steigt aber die Sterblichkeit in Deutschland konstant an und liegt inzwischen bei 2,8% hat sich als um 80% erhöht, so das Deutschland auf dem direkten Weg ist, einen Platz unter den Top 3 in Europa mit der höchsten Fallsterblichkeit einzunehmen.
Hier gab es bisher nur einzelne Berichte darüber, aber in der ausländischen Presse wurde darüber schon öfter diskutiert. Langsam verliert Deutschland somit seinen guten Ruf bezüglich des Umgangs mit der Covid-19 Pandemie.
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Sehr gut kann man sich diese Entwicklung in den Grafiken von „ourworldindata.org“ ansehen, in denen sich beliebige Länder vergleichen lassen, in denen gewählt werden kann ob man sich die absoluten Zahlen oder die Fallsterblichkeit ansehen möchte, und in denen der Zeitraum wählbar ist, den man betrachten möchte.
Der Link zu der Grafik ist mehrere Zeilen lang und wird durch Unzulänglichkeiten der Publikationstools häufig nicht richtig angezeigt, daher nach
„Case fatality rate of the ongoing COVID-19 pandemic“
suchen, falls der Link nicht funktioniert
https://ourworldindata.org/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=true&time=2020-08-27..2021-02-15&country=GBR~DEU~SWE~ITA~ESP~FIN~NOR~FRA®ion=World&cfrMetric=true&interval=smoothed&perCapita=true&smoothing=7&pickerMetric=new_deaths_per_million&pickerSort=desc
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Jetzt könnte man vermuten, die Fallsterblichkeit steigt hier , weil die Behandlung in Kliniken schlechter geworden ist, oder es kommen wegen Überfüllung nicht mehr so viele dorthin, sondern sterben zu Hause oder im Pflegeheim. Das sind alles Argumente die eher zu verneinen sind.

Wenn man sich die Zeitpunkte ansieht, zu denen die Fallsterblichkeit am höchsten und am niedrigsten war, und dann prüft, wie der durchschnittliche Vitamin-D Spiegel der Bevölkerung zu dem Zeitpunkt war, kommt man darauf, da dieser etwa 1en Monat vor den Auftreten der höchsten Fallsterblichkeit im Juni den niedrigsten Wert mit etwa 23ng/ml erreicht hatte. Entsprechend hatte der Vitamin-D Spiegel etwa 1nen Monat vor dem Auftreten der niedrigsten Fallsterblichkeit in November den höchsten Wert mit etwa 30ng/ml.
Die Verschiebung der Sterblichkeit um einen Monat nach hinten, liegt daran, dass die meisten Infizierten erst ein paar Wochen nach Begin der Erkrankung im Krankenhaus sterben.
Die Fallsterblich korreliert also grob gesagt, invers mit dem Vitamin-D Status der Bevölkerung.

Da der Vitamin-D Spiegel durch fehlende Urlaubsreisen im Februar/März Spiegel dieses Jahr besonders tief fällt, wird die COVID-19 Uhr dadurch beschleunigt, und der durchschnittliche Vitamin-D Spiegel der Bevölkerung wird so niedrig werden wie vielleicht noch nie, denn er steigt sonst im Februar/März etwas an, und erreicht dann im April ein Minimum von
24ng /ml (Werte von 2018).

In diesem April wird er auf einen bedenklichen Wert von 18ng/ml fallen, das ist in ein Bereich in dem die Fallsterblichkeit stark ansteigt (Der Bereich unter 20ng/ml gilt als defizitär).
In der einzigen deutschen Studie mit eigenen COVID-19 Patienten vom Universitätsklinikum Heidelberg hatte die Gruppe, von der 15mal so viele Patienten gestorben sind, einen mittleren Vitamin-D Spiegel von 18,2 ng/ml, also etwa den Wert, den die Bevölkerung Anfang April auch erreicht. Die andere Gruppe Patienten, die besser davongekommen ist, hatte im Schnitt 21,3ng/ml, also ein nur 3,1ng/ml mehr. Ein kleiner Unterschied mit großer Wirkung.
"Vitamin D Deficiency and Outcome of COVID-19 Patients "
https://www.mdpi.com/2072-6643/12/9/2757

Warum sich ein Vitamin-D Mangel in diesem Bereich so fatal auf den Verlauf einer COVID-19 Erkrankung wirkt, kann man in 2 Sätzen beschreiben.
Zum aktivieren von T-Zellen gegen Viren wird Vitamin-D VERBRAUCHT. Ist der Vorrat aufgebraucht, aber noch Viren vorhanden gewinnt das Virus, oder verbleibt länger im Körper, so dass verspätete Schäden auftreten können.

Das gilt bei allen Erkrankungen, aber zur Bekämpfung des COVID-19 Virus werden werden mehr T-Zellen als üblich benötigt, so dass der Vitamin-D Vorrat öfter als sonst nicht ausreicht.

Siehe: „Sonne unverzichtbar für starkes Immunsystem
… T-Zellen brauchen unbedingt ausreichende Mengen an Vitamin D im Blut, um in Aktion treten und entsprechend funktionieren zu können“
https://cordis.europa.eu/article/id/31850-more-sun-means-a-better-immune-system/de

Zusammengefasst ergibt sich folgendes Bild:
Ohne eine Empfehlung zur Vitamin-D Supplementation, die nicht nur winzige Mengen empfiehlt, kann die Fallsterblichkeit hier auf mehr als 4,7% steigen (jeder 20te Infizierte stirbt), dass kommt darauf an, wie groß tatsächlich der medizinische Fortschritt im Vergleich zum letzten Jahr ist.

Zusätzlich wird im Mai der größte Teil Deutschlands einer Quarantäne unterliegen die der jetzigen in Flensburg vergleichbar ist.
Trotzdem wird es mehr Tote geben, da die Inzidenz wegen der Ansteckungsgefahr, die dann ähnlich der in den Pflegeheimen ist, nicht stark fallen wird. Wenn einzelne Viren ausreichen um an COVID-19 zu erkranken, ist mit Alltagsmitteln kein Schutz davor möglich.

Also keine Sonnigen Aussichten bis Juni 2021 wenn keine Kursänderung der COVID-19 Politik erfolgt. Retten kann uns dann nur noch ein Frühjahr mit besonders vielen Sonnentagen aber warum darauf hoffen wenn man sich für 80cent pro Person (Vitamin-D ausreichend für 4 Monate) die Sonne jetzt schon ins Haus holen kann.

Christian Wiechering
Kiel

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