Der Erde endlich auf Augenhöhe begegnen

Die Pandemie fragt uns nach einer authentischen und fairen Beziehung
zur lebendigen Mitwelt
Vom 18. bis 20. Juni 2021 finden zum vierten Mal deutschlandweit
und darüber hinaus »Erdfeste« statt

Berlin, März 2021. Die Vision der »ERDFEST«-Initiative – »Dem Lebendigen Lebendigkeit zurück schenken – bewusst sein. Eine Antwort geben auf den Zustand der Welt« – erlebt angesichts von Corona eine Aktualität, die schmerzlich ist, doch auch zuversichtlich stimmen kann. Viele Menschen spüren intuitiv, dass die Pandemie nicht allein eine Gesundheitskrise ist, sondern uns in unserer Beziehung zum Lebendigen, Natürlichen anfragt. Und sie beginnen zu handeln. Die »ERDFEST«-Initiative, 2018 ins Leben gerufen von der Nachhaltigkeitsforscherin Hildegard Kurt und dem Biologen und Philosophen Andreas Weber, schafft mit ihren jährlich im Juni an vielen Orten zeitgleich gefeierten Erdfesten Erfahrungsräume, in denen dieses Umdenken zu einer gesellschaftlich wirksamen Kraft werden kann. »ERDFEST« eröffnet den Raum für eine neue kulturelle Allmende, ein Gemeingut für nachhaltige Entwicklung und den Schutz biologischer Vielfalt, das von immer mehr engagierten Menschen lebendig gestaltet wird. 2019 fanden deutschlandweit etwa 180 Erdfeste statt. Auch im Corona-Sommer 2020 beteiligten sich zahlreiche und vielfältige Initiativen, Organisationen und Privatpersonen.

Der ERDFFEST-Initiativraum: Wie werden wir erdfest?
Seit Anfang 2021 entwickelt ERDFEST sich verstärkt auch zu einem »Initiativraum«, in dem gemeinschaftlich, auf vielfältige Weisen, in diversen Kooperationen gefragt und erkundet wird: Wie werden wir erdfest – als Individuum, Gesellschaft, Zivilisation? Wie lernen wir, mit der nichtmenschlichen Lebendigkeit der Pflanzen- und Tierwelt zu kommunizieren? Wie lassen sich die Sphären des Sozialen und des Rechts über uns Menschen hinaus auf alle Lebewesen ausweiten? Wie können wir neu in Beziehung treten – in einer von Beziehungsschwund geprägten Welt? Zu diesen Fragen gibt es seit Februar 2021 eine Reihe offener digitaler Dialoge mit wechselnden Partnern.

Erdfeste 2021 – Ein bewusstes Ja zu echter Gegenseitigkeit
In diesem Jahr finden auch unter den Vorzeichen von Corona wieder Erdfeste statt, vom 18. bis 20. Juni 2021 – jenseits des Zwangs zum Publikumsevent. »Infolge der fehlenden Planbarkeit zeigt sich deutlicher denn je: Erdfeste brauchen keine im Voraus organisierte Veranstaltung zu sein. Sie schöpfen ihre Kraft ganz aus der jeweiligen Gegenwart eines bewussten In-Beziehung-Tretens mit dem Lebendigen und mit dem, was die Welt lebendig hält – wo, wie, mit wem auch immer. Mit denkbar geringem Aufwand erkunden Erdfeste in schönster, den Menschen überschreitender Ko-Kreativität das Mitsein als neues In-der-Welt-Sein – und vermitteln spürbar die Freude hieran«, so Hildegard Kurt und Andreas Weber.

Selbst ein Erdfest feiern – wie geht das?
• Ob eigener Balkon oder Garten, Wald oder Park, jeder Ort draußen, in Zuwendung aufgesucht, ist ein passender Ort.
• Gemeinsam innehalten, um unser Sein zu spüren – mit den Menschen aus dem nächsten Umkreis, Familie, Freund*innen und Bekannten. Wir mögen den gebotenen Abstand zueinander halten: Das lebendige Sein, das wir mit allen Wesen teilen, kann auch bei körperlicher Distanz tief und beglückend wahrnehmbar werden.
• Kleine, bewusst gesetzte Gesten, Singen, Klänge, ein Tanz, Stille, achtsames Verweilen … Dem Lebendigen Lebendigkeit zurückschenken können wir auf vielfältigste Weisen. Einen Baum, eine Wiese, einen Bach oder auch eine Industriebrache fragen: Was erfahre ich von dir? Und anschließend miteinander teilen, was dabei geschehen ist … Auch das ein Erdfest vom feinsten!
• Das eigene Erdfest vorab auf der Webplattform erdfest.org kommunizieren und damit auch andere zum Dabeisein inspirieren.

Zur Mitwirkung eingeladen sind Organisationen jedweder Art wie auch Einzelpersonen, die Wege hin zu einer lebensfördernden Gesellschaft suchen und ebnen. Indem die Erdfeste in all ihrer Vielfalt zeitlich auf drei Tage gebündelt sind und auf der Webplattform erdfest.org publik gemacht werden, entsteht eine Wahrnehmbarkeit, die vereinzelt nicht möglich wäre. Dies stärkt auch die politische Wirksamkeit.
Informationen für am Mitwirken Interessierte: www.erdfest.org/de/mitwirken

Träger der »ERDFEST«-Initiative ist das und.Institut für Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit e.V. (und.Institut) in Berlin. Seit 2021 wird die entstandene Allmende ERDFEST von einem »Hütekreis« sowie durch Spenden gefördert.
2018 und 2019 erhielt »ERDFEST« Finanzmittel vom Bundesamt für Naturschutz, und 2019 wurde die Initiative im Sonderwettbewerb »Soziale Natur – Natur für alle« der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet – was die politische und gesellschaftliche Bedeutsamkeit dieses lebendigen Erfahrungsfeldes unterstreicht.

Die »ERDFEST«-Partner (Auswahl): Deutsche Gesellschaft des Club of Rome, World Future Council, Ökumenische Initiative Eine Welt, Slow Food Deutschland, Demeter Verband, Permakultur Institut e.V., Michael Succow Stiftung, Zukunftsstiftung Landwirtschaft der GLS Treuhand, Schweisfurth-Stiftung, Institute for Advanced Sustainability Studies, Selbach-Umwelt-Stiftung, Stiftung Cocreatio, Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung e.V. (ANU), Mellifera e.V., Permakultur Institut, Interessengemeinschaft gesunder Boden e.V., Alanus Hochschule, Transition Initiativen, forum Nachhaltig Wirtschaften, Oya – enkeltauglich leben, evolve – Magazin für Bewusstsein und Kultur, Lebendige Erde, moment by moment, Werde Magazin.

Weiterführende Informationen:
www.erdfest.org | www.cultures-of-enlivenment.org | www.und-institut.de
Betrachtung von Hildegard Kurt und Andreas Weber, warum die »ERDFEST«-Vision auch Teil einer menschlichen Antwort auf die Corona-Pandemie sein kann: https://erdfest.org/sites/erdfest.org/files/wysiwyg/vorlage_eintrag_erdfest_2020_aktuell-1_final1.pdf

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