Kreisschülerrat schließt Fazit zum Distanzunterricht im Havelland

Am 25. Februar beriet sich der Kreisschülerrat Havelland über die Umsetzung des Distanzunterrichtes an den Schulen in digitaler Sitzung. Ziel des Austausches der Mitglieder war es, auf aktuelle Missstände aufmerksam zu machen, um auf eine Beseitigung dieser hinzuwirken.

Die Erteilung von Unterricht und die Vermittlung neuen Lernstoffes ist besonders in Zeiten, in denen der normale Präsenzunterricht durch Distanzunterricht ersetzt werden muss, von besonderer Bedeutung. Deshalb brauch es, um die Qualität des Distanzunterrichtes und somit auch weiterhin das Recht auf Bildung zu gewährleisten, eine ständige Beleuchtung durch direkt Betroffene und einen darauf folgenden Austausch mit den zuständigen Stellen.

Der Kreisschülerrat Havelland konnte bei diesem Austausch mehrere Mängel an der Mehrheit der Schulen im Landkreis feststellen. Nämlich wird an den meisten Schulen der Distanzunterricht wie zu Beginn der ersten Schulschließung umgesetzt. Einzelne Schulen halten Videokonferenzen, wie im Präsenzunterricht, nach dauerhaft gültigen Stundenplan ab, währenddessen an vielen anderen Schulen Videokonferenzen unregelmäßig und teilweise nur zur Besprechung von Aufgaben abgehalten werden, welche zuvor zur eigenständigen Bearbeitung erteilt wurden. Nach Ansicht des Kreisschülerrates bedarf es allerdings eines Distanzunterrichtes in dem Videokonferenzen, analog zum Präsenzunterricht, regelmäßig nach Stundenplan abgehalten werden, um in diesen neuen Lernstoff vermitteln zu können.

Ebenfalls konnte der Kreisschülerrat erhebliche Mängel bei den technischen Voraussetzungen für einen problemlosen Distanzunterricht feststellen. Einige Schulen bieten keine digitalen Endgeräte zum Ausleihen für bedürftige Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte an. Dies ist allerdings unabdingbar, um jeder Schülerin und jedem Schüler gleichermaßen die Teilhabe am Unterricht garantieren zu können. In vielen Fällen werden Leihgeräte nicht erst durch die Schulträger (also Gemeinde/Stadt oder Landkreis) komplett oder ausreichend zur Verfügung gestellt.

Kreisschülersprecher Ben Berger: „Im Distanzunterricht kann grundsätzlich nicht gleichermaßen Lernstoff vermittelt werden, wie im Präsenzunterricht. Um so wichtiger ist es in einer Zeit, in der Distanzunterricht die einzige Möglichkeit einer dauerhaften Wahrung des Recht auf Bildung darstellt, dass diese Zeit auch wirklich Unterricht beinhaltet. Denn hauptsächlich eigenständiges Lernen erzielt, insbesondere bei den jüngeren Jahrgangsstufen, nicht den nötigen Erfolg.“

Deshalb wird sich der Kreisschülerrat nachfolgend mit dem Staatlichen Schulamt Neuruppin als Schulaufsicht über die konkreten Mängel an den einzelnen Schulen austauschen und fordert ebenfalls regelmäßige Videokonferenzen nach Stundenplan, wie zu Zeiten des Präsenzunterrichtes.

Der Kreisschülerrat Havelland ist die gesetzlich legitimierte Vertretung aller Schülerinnen und Schüler im Landkreis Havelland. Er kommt regelmäßig zu Sitzungen zusammen, um sich mit bildungsrelevante Themen im Landkreis auseinanderzusetzen. Er ist per e-Mail unter ksr.hvl@lsr-brandenburg.de und bei Instagram auf @ksr.hvl erreichbar.

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