COVID-19: Schützen Sie Ihre Kinder und sich vor einem schweren Verlauf der Erkrankung.

Auch wenn nur selten Kinder an einer COVID-19 Erkrankung sterben, können diese trotzdem lebenslange Schäden wie z.B. Diabetes davontragen.

Die meistgenannten Folgen einer COVID-19 sind das Kawasaki- und das PIMs-Syndrom. Zu beiden eine kurze Beschreibung:
Das Kawasaki-Syndrom ist eine Entzündung der Gefäße, die meist Kinder zwischen zwei und fünf Jahren betrifft. Unbehandelt werden in fast einem Drittel der Fälle die Herzkranzgefäße schwer geschädigt, was zu einem Herzinfarkt, einer Blutung und letztendlich zum Tod führen kann.

Das PIM-Syndrom (Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome), das Kinder und Jugendliche nach einer überbestandenen Covid-Infektion bekommen können, entsteht durch eine Überreaktion des eigenen Immunsystems und verursacht Entzündungen in verschiedenen Organen.

Zur COVID-19 Erkrankung gibt es sehr viele Studien, die einen Zusammenhang der Schwere der Erkrankung mit dem Vitamin-D Spiegel im Blut ermittelt haben.

So auch eine Studie der Universitätsklinik Heidelberg. Hier der wichtigste Satz aus der Studie:
„Bei unseren Patienten war ein Vitamin-D Mangel bereinigt um Alter, Geschlecht und Komorbiditäten mit einem 6-fach höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und einem ~ 15-fach höheren Sterberisiko verbunden“

Auch zu den oben genannten Syndromen gibt es etliche Berichte, die das Auftreten der Erkrankungen mit einem niedrigen Vitamin-D Spiegel verbinden.
Interessant ist hierbei, das erst Kinder unter 2 Jahren seltener vom Kawasaki Syndrom betroffen sind, das könnte daran liegen, das diese in den ersten 2 Jahren noch Vitamin-D bekommen, um sie vor Rachitis zu schützen, aber danach ist das nicht mehr üblich.

Warum ein niedriger Vitamin-D Spiegel sich so fatal auf den Verlauf einer Virus Erkrankung auswirken kann, ist einer Studie der Universität Kopenhagen von 2010 zu entnehmen.
————————————
"…T-Zellen brauchen unbedingt ausreichende Mengen an Vitamin D im Blut, um in Aktion treten und entsprechend funktionieren zu können..
Sind keine ausreichenden Mengen dieses Vitamins im Blut verfügbar – so die Forscher – blieben die Zellen in einem schlafähnlichen Zustand und seien daher unfähig zur "Aktivierung" und somit zur gezielten Bekämpfung fremder Krankheitskeime. "
——————————————
https://cordis.europa.eu/article/id/31850-more-sun-means-a-better-immune-system/de
Hinweis: T-Zellen sind die Zellen, mit denen Viren und Keime vom Körper bekämpft werden.

Mit diesem Wissen lassen sich die verschieden Verläufe der COVID-19 Erkrankung, die häufig als rätselhaft beschrieben werden, in 2 Sätzen erklären.
Zum Bekämpfen von Viren muss der Körper T-Zellen aktivieren und benötigt dazu zwingend Vitamin-D, das entsprechend verbraucht wird.
Ist der Vorrat aufgebraucht und noch Viren vorhanden, gewinnt das Virus oder es verbleibt länger im Körper und kann verspätete Schäden verursachen.

Long-COVID kann also z.B. dann auftreten, wenn der Vitamin-D Vorrat im Blut nur für die Bekämpfung der akuten COVID-19 Infektion ausreicht, danach aber unbemerkt Viren in den verschieden Organen verbleiben. Diese verhindern dann eine schnelle Genesung.

Da der Körper zu dieser Jahreszeit aus Sonnenlicht kaum Vitamin-D bilden kann, ist es somit ohne eine Vitamin-D Supplementation Glückssache, ob der vorhandene Rest dazu ausreicht, die Viren endgültig zu beseitigen oder ob diese wieder aktiv werden.

Das durch Vitamin-D Supplementation die Viruslast bezüglich des COVID-19 Virus schneller abnimmt, wurde in einer Indischen Studie nachgewiesen, die auch in den Behandlungsrichtlinien des RKIs für COVID-19 Patienten gelistet ist. Dort waren nach 17 Tagen 3 mal so viele Patienten der Vitamin-D Gruppe virenfrei, im Vergleich zur nicht Vitamin-D Gruppe.
"Short term, high-dose vitamin D supplementation for COVID-19 disease: a randomised, placebo-controlled, study (SHADE study)"
https://pmj.bmj.com/content/early/2020/11/12/postgradmedj-2020-139065

Daher ist es sinnvoll, sowohl vorbeugend, als auch im Falle einer COVID-19 Erkrankung Vitamin-D zu supplementieren, wobei Vorbeugung die bessere Wahl ist. Die normale Form von Vitamin-D (Cholecalciferol) muss nämlich erst von Leber und Niere zu Calcitriol, der wirksamen Form von Vitamin-D, verarbeitet werden.

Das kostet Zeit, die je nach Fortschritt der Erkrankung nicht zur Verfügung steht. Entsprechende Studien gibt es auch dazu, z.B. eine aus Sao Paulo bei der Patienten nach Einlieferung ins Krankenhaus Vitamin-D (Cholecalciferol) bekommen haben. Diese wird häufig in Publikationen mit dem Hinweis erwähnt, dass eine Vitamin-D Supplementation bei einer COVID-19 Erkrankung nicht hilft. Es konnte dort auch nicht helfen, weil die Zeit zum Verarbeiten fehlte.

Bei einer akuten Infektion hilft nur noch Calcidiol, die schneller wirksame Speicherform von Vitamin D. Diese Form wurde in einer spanischen Studie (Cordoba) verwendet, und hat zu einer drastischen Reduzierung der Zahl der zu Beatmenden Patienten geführt. Es musste nur noch einer von 50 beatmet werden im Vergleich zu 16 von 32 der nicht Vitamin-D Gruppe.

Fall Ihr Kind schwer an COVID-19 erkranken sollte, sorgen Sie dafür das der Vitamin-D Spiegel gemessen wird. Wird dann ein Mangel festgestellt, muss mit Calcidiol ergänzt werden.
Das könnte nicht üblich sein, da sich hier die Empfehlungen des RKIs (Medikamentöse Therapie bei COVID-19; Fachgruppe COVRIIN) und die der deutschen Fachgesellschaften (S3 Leitline COVID-19) stark unterscheiden.
Je nach dem wie man die Anweisungen der S3 Leitline auslegt, muss noch nicht einmal der Vitamin-D Spiegel gemessen werden.
„Aufgrund der fehlenden therapeutischen Konsequenz wird die regelhafte Kontrolle des Serumspiegels bei COVID-19 Patienten ebenfalls nicht empfohlen.“
Man könnte das auch so beschreiben: Besser man weiß also nicht, dass Patient einen Vitamin-D Mangel hat, sonst müsste man etwas dagegen tun. Hier stellt sich Frage, welche Interessen zu so einer Entscheidung geführt haben.

Die Empfehlung des RKIs ist da schon besser „Substitution aller Hypovitaminosen bei Patienten mit nachgewiesenem oder vermutetem Mangel, bei denen ein erhöhtes Risiko für COVID-19 besteht oder bereits eine COVID-19-Erkrankung vorliegt“. (Hypovitaminosen = Vitaminmangel)

Aufgrund der vielen Studienergebnisse müsste es hier eigentlich eine Empfehlung zur Vitamin-D Supplementation für alle, also auch für Kinder geben. Das würde viele Todesfälle verhindern, und es würde auch sehr viel weniger dauerhaft COVID-19 Geschädigte geben.

Die Regierungen von Frankreich, Großbritannien und Irland und haben ihre Bevölkerung schon im Juni 2020 über diesen Zusammenhang informiert.
Großbritannien und Irland sind im November noch weiter gegangen, dort wird 2,7 Millionen Personen aus Risikogruppen sogar kostenlos Vitamin-D zur Verfügung gestellt.

Hier ist Deutschland eine Ausnahme. Es gab im Juni 2020 einen Antrag dazu, der unter anderem eine Information der Bevölkerung enthielt. Da dieser Antrag nicht von einer Regierungspartei kam, haben die Abgeordneten diesen am 3.7.2020 abgelehnt. Wahrscheinlich ohne dass ihnen bewusst war, wie viele Leben diese aus politischem Kalkül getroffene Entscheidung noch kosten würde. Inzwischen ist viel Zeit vergangen, und man hätte die Bevölkerung Informieren können, hat aber wahrscheinlich aufgrund kommender Wahlen die Befürchtung, dass die Entscheidung vom 3.7.2020 bekannter wird.
(Siehe Googel Suche: „Vitamin-D Bundestag“)

Da in den nächsten 2 Monaten der Vitamin-D Spiegel der Bevölkerung durch fehlende Urlaubsreisen in Februar/März so niedrig sein wird, wie nie zuvor in dieser Pandemie, wird der Vorrat im Blut (vom letzten Sommer) bei sehr vielen nicht reichen.

Eine Anleitung, in der unter anderen eine Empfehlung enthalten ist, wie viel Vitamin-D Erwachsene nehmen sollten, um ihren Vorrat möglichst schnell aufzufüllen, ist in einem Weltweiten offenen Brief den mehr als 230 Wissenschaftlern unterschrieben haben, enthalten. In diesem werden alle Regierungen auffordert eine Vitamin-D Supplementation zu fördern. Inzwischen gibt es auch eine auf Deutsch übersetzte Version davon.

Click to access letter_DE.pdf


In dem offenen Brief steht aber nichts über die Dosierung bei Kindern. Hier können Sie die Menge weiter geben, die in den ersten 2 Jahren üblich ist, nämlich 500 I.E täglich.
Mehr ist aber auch möglich. Eine tägliche Einnahme von bis zu 2000 I.E. (50ug) bei Kindern gilt in Europa als sicher.
Siehe: Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit
https://www.efsa.europa.eu/de/press/news/120727-0

Informieren Sie sich zu diesem Thema, und erwarten Sie nicht, dass dazu etwas von offizieller Seite kommt, denn eine Information der Bevölkerung hätte es schon Anfang Oktober geben müssen, als die 2te Welle Erwartungsgemäß begann.

Siehe in dieser Publikation vom 27.08.2020 „Jahreszeitliche Unterschiede …“
https://www.openpr.de/news/1098505/Covid-19-Auch-deutsche-Studie-verbindet-Vitamin-D-Mangel-mit-schwerem-Verlauf-der-Erkrankung-.html

Christian Wiechering
Kiel

53 Besucher, davon 1 Aufrufe heute