Vitamin-D-Mangel kann für fast neun von zehn COVID-19-Todesfällen verantwortlich sein

Das ist die Überschrift eines Kommentares von Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungszentrums zu einer Studie des Universitätsklinikums Heidelberg.
Dieses hat am 10.9.2020 die Ergebnisse einer Studie zur Sterblichkeit von COVID-19 Patienten veröffentlich. Wichtigster Satz der Studie ist
„Bei unseren Patienten war ein Vitamin-D Mangel bereinigt um Alter, Geschlecht und Komorbiditäten mit einem 6-fach höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und einem ~ 15-fach höheren Sterberisiko verbunden“
"Vitamin D Deficiency and Outcome of COVID-19 Patients "
Ich habe darüber bereits in einer Publikation vom 30.10.2020 „COVID-19: Auch deutsche Studie bestätigt 15 fach höhere Sterblichkeit durch Vitamin-D Mangel“ berichtet. Da aber offizielle Stellen dieses Thema ignorieren, und jetzt immer mehr Jugendliche und Kinder erkranken, die für Ihr Leben geschädigt werden könnten, kann man nicht oft genug darüber schreiben.

Was mir im September 2020 nicht bekannt war, aber Ärzten und Wissenschaftlern sehr wohl bekannt sein müsste, ist eine Studie aus Dänemark von 2010, mit der sich die verschieden Verläufe der COVID-19 Erkrankung in 2 Sätzen erklären lassen.
Universität Kopenhagen 2010
"…T-Zellen brauchen unbedingt ausreichende Mengen an Vitamin D im Blut, um in Aktion treten und entsprechend funktionieren zu können… Sind keine ausreichenden Mengen dieses Vitamins im Blut verfügbar – so die Forscher – blieben die Zellen in einem schlafähnlichen Zustand und seien daher unfähig zur "Aktivierung" und somit zur gezielten Bekämpfung fremder Krankheitskeime. "
https://cordis.europa.eu/article/id/31850-more-sun-means-a-better-immune-system/de
Studie:
"Vitamin D controls T cell antigen receptor signaling and activation of human T cells" https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20208539/
Was man noch dazu wissen muss ist, dass durch diesen Vorgang Vitamin-D verbraucht wird, so dass der Vorrat im Blut dadurch sinkt.
Mit diesem Wissen lassen sich die verschieden Verläufe der COVID-19 Erkrankung, die häufig als rätselhaft beschrieben werden, in 2 Sätzen erklären.
Zum Bekämpfen von Viren muss der Körper T-Zellen aktivieren und benötigt dazu zwingend Vitamin-D, das entsprechend verbraucht wird. Ist der Vorrat aufgebraucht und noch Viren vorhanden, gewinnt das Virus oder es verbleibt länger im Körper und kann verspätete Schäden verursachen.
Ein COVID-19 Erkrankter, dessen Vitamin-D Vorrat während der Genesung zu Ende geht, hat also ein Riesenproblem, da der Körper keine Viren mehr bekämpfen kann, aber noch welche vorhanden sind.
Sind es nur wenige Viren, wird daraus Long-Covid, sind es zu viele, stirbt der Erkrankte, da sich dann die Viren ungehindert in allen Organen ausbreiten können.

Tückisch an den zurückbleibenden Viren ist, dass sie auch nach längerer Zeit noch Schäden an Organen verursachen können. Sehr häufig ist dabei die Bauchspeicheldrüse betroffen, etwa jeder 10te schwer an COVID-19 Erkrankte entwickelt nach der Erkrankung ein Diabetes, bekommt also lebenslange Folgen. Das passiert seltener bei leicht Erkrankten, kommt aber auch bei diesen vor.

Das viele Patienten nach einer COVID-19 Erkrankung einen starken Vitamin-D Mangel haben ist unbestritten. Daher ist es sinnvoll auch nach einer Erkrankung mindestens für ein paar Wochen
noch Vitamin-D zu supplementieren, um die letzten Viren so schnell wie möglich los zu werden.
Dazu gibt es auch eine Studie nach höchsten Medizinischen Standard aus Indien, die auch in den Behandlungsrichtlinen des RKIs für die Behandlung von Covid-19 Patienten in Kliniken gelistet wird.
In der Studie bekam eine Patientengruppe täglich 60.000 I.E Vitamin-D und die andere Gruppe einen Placebo. Dieses für 2 bis 3 Wochen. Nach 17 Tagen waren 3mal so viele Patienten der Vitamin-D Gruppe virenfrei, im Vergleich zu Placebo Gruppe.
"Short term, high-dose vitamin D supplementation for COVID-19 disease: a randomised, placebo-controlled, study (SHADE study)"
https://pmj.bmj.com/content/early/2020/11/12/postgradmedj-2020-139065

Durch eine Vitamin-D Supplementation kann man also schneller alle restlichen Viren loswerden, aber man kann auch sehen, dass dies kein wirklich schneller Prozess ist, denn es waren ja trotz der hohen Dosen in der Vitamin-D Gruppe nicht alle nach 17 Tagen virenfrei.
Somit ist es also wichtig, nach einer Erkrankung nicht nur Vitamin-D zu nehmen, sondern auch den Körper nicht zu schnell zu belasten, damit die Viren sich nicht wieder vermehren.
Das ist auch von Grippe gut bekannt, zu schnelle Belastung kann z.B. zu Herzmuskelentzündungen führen.
Wer sich dazu weiter informieren möchte, kann bei Google nach “Sportler Covid Vitamin-D“ suchen, anscheinend haben Sportärzte, im Gengensatz zu vielen anderen Ärzten kein Problem mit Vitamin-D.

Im Ausland haben viele Regierungen Ihre Bevölkerung schon im Juni 2020 über mögliche Zusammenhänge informiert, und z.B. in Frankreich konkrete Angaben gemacht, wie viel Vitamin-D im Falle einer Erkrankung verabreicht werden sollte. In Großbritannien und Irland bekommen es seit Januar 2021 2,7 Millionen Bürger aus Risikogruppen kostenlos zur Verfügung gestellt.
Hier lässt man aber die Bürger im Dunkeln stehen, so dass immer noch viele nichts davon gehört haben, egal wie viel Leben das kostet, und wie viele mehr schwer Geschädigte es dadurch gibt.

Vermutlich aufgrund dieser absehbaren Entwicklung in Deutschland hat das DKFZ am 19.10.2020 den in der Überschrift erwähnten Kommentar zu Studie des Universitätsklinikums Heidelberg veröffentlicht, um Schlimmstes zu vermeiden.
“Vitamin-D-Mangel kann für fast neun von zehn COVID-19-Todesfällen verantwortlich sein. Zeit zu Handeln ….“
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Obwohl der endgültige Nachweis der Kausalität und Prävention von Todesfällen durch Vitamin-D-Supplementierung aus randomisierten Studien stammen müsste, die inzwischen eingeleitet wurden, werden die Ergebnisse solcher Studien kurzfristig nicht verfügbar sein. Angesichts der Dynamik der COVID-19-Pandemie und der nachgewiesenen Sicherheit der Vitamin-D-Supplementierung erscheint es daher höchst umstritten und möglicherweise sogar unethisch, die Ergebnisse solcher Studien abzuwarten, bevor Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit ergriffen werden.
Neben anderen bevölkerungsweiten Präventionsmaßnahmen sollte eine weit verbreitete Vitamin-D3 Ergänzung gefördert werden, zumindest für Hochrisikogruppen wie ältere Erwachsene oder Personen mit relevanter Komorbidität. Diese hat sich in randomisierten kontrollierten Studien als vorteilhaft für die Prävention anderer akuter Infektionen der Atemwege und gegen eine die akute Verschlimmerung von Asthma und chronischen Lungenerkrankungen erwiesen.
Darüber hinaus kann eine gezielte Vitamin-D3 Supplementierung von Personen, die SARS-CoV2-positiv getestet wurden, gerechtfertigt sein.
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DKFZ Heidelberg: Prof. Hermann Brenner, Dr. Ben Schöttker (Übersetzt mit Google Translate und Unzulänglichkeiten der Übersetzung korrigiert)
Seit der Veröffentlichung dieses Kommentares sind 6 Monate vergangen, aber obwohl unsere Politiker zwischenzeitlich eher Panisch reagiert haben meinen sie immer noch, sie wissen es besser.

Das RKI hat immerhin eine Behandlung mit Vitamin-D im Krankenhaus empfohlen, aber in der „S3-Leitlinie – Empfehlungen zur stationären Therapie von Patienten mit COVID-19“ der
„Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DIVI) „ gibt es immer noch keine Behandlungsempfehlung.
Ein Grund für die Gesellschaft, nicht in den Krankenhäusern damit zu behandeln ist „das Vermeiden von Fehlanreizen zur Selbstmedikation“ Und es kommt sogar noch schlimmer: „Aufgrund der fehlenden therapeutischen Konsequenz wird die regelhafte Kontrolle des Serumspiegels bei COVID-19 Patienten ebenfalls nicht empfohlen.“
Man könnte das auch so beschreiben: Besser man weiß nicht, dass Patient einen Vitamin-D Mangel hat, sonst müsste man etwas dagegen tun. Diese Entscheidung ist nur verständlich wenn man sich das 40 Zeilen lange Kapitel mit Interessenkonflikten ansieht in denen mindesten 80 Pharmafirmen genannt werden. Geld ist doch wichtiger als Leben.
Siehe Google Suche „S3-Leitlinie – Empfehlungen zur stationären Therapie von Patienten mit COVID-19“
Es lässt ich ja viel Geld verdienen, nicht nur mit Masken und mit Schnelltests, sondern auch mit Reha Maßnahmen. Denn solange viele nichts von dem Zusammenhang zwischen Long-Covid und einem Vitamin-D Mangel wissen, durch den Viren zurückbleiben, blüht das Reha Geschäft besonders. Man kann nur hoffen, dass wenigstens dort den COVID-19 Geschädigten Vitamin-D gegeben wird.

Wenn einer Ihrer Angehörigen aufgrund einer COVID-19 Erkrankung ins Krankenhaus eingewiesen wird, dann bestehen sie auf eine Messung des Vitamin-D Spiegels. Wenn dann der erwartete Mangel bestätigt ist, muss mit Calcidiol (der schneller wirksamen Speicherform von Vitamin D) dieser Mangel behoben werden. Damit hat ihr Angehöriger eine deutlich bessere Chance, die COVID Erkrankung zu überstehen.
Diese Behandlung hat in Spanien(Cordoba Studie) dafür gesorgt, das nur einer von 50 Patienten beatmet werden musste. In der Vergleichsgruppe musste die Hälfte der Patienten (16 von 32) beatmet werden.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7456194/
Die Andalusische Regionalregierung hat aufgrund dieser Studie eine Behandlung mit Calcidiol für alle COVID-19 Erkrankten durch Hausärzte und in Krankenhäusern verordnet. Dort ist die Fallsterblichkeit auf etwa 0,5% gefallen während sie in Spanien insgesamt bei 2,3% liegt.
In Deutschland liegt die Fallsterblichkeit momentan bei 2,66%. Die Impfqoute ist dabei vergleichbar mit der in Spanien, dass ist also keine Ausrede für die höherer Sterblichkeit hier.
Besser als damit zu behandeln, ist es aber damit vorzubeugen. Eine Anleitung, in der unter anderen eine Empfehlung enthalten ist, wie viel Vitamin-D Erwachsene nehmen sollten, um ihren Vorrat möglichst schnell aufzufüllen, ist in einem Weltweiten offenen Brief den mehr als 230 Wissenschaftlern unterschrieben haben, enthalten. In diesem werden alle Regierungen auffordert eine Vitamin-D Supplementation zu fördern. Inzwischen gibt es auch eine auf Deutsch übersetzte Version davon.

Click to access letter_DE.pdf


In dem offenen Brief steht aber nichts über die Dosierung bei Kindern. Hier können Sie die Menge weiter geben, die in den ersten 2 Jahren üblich ist, nämlich 500 I.E täglich.
Eine tägliche Einnahme von bis zu 2000 I.E. (50ug) bei Kindern und 4000 I.E für Erwachsene gilt in Europa als sicher.
Siehe: Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit
https://www.efsa.europa.eu/de/press/news/120727-0

Da bei allen, die kein Vitamin-D supplementieren und die nicht 3 mal täglich Fisch essen, fällt der Vitamin-D Spiegel im Winterhalbjahr konstant ab. Üblicherweise erreicht er diesen Monat den niedrigsten Wert, so dass jetzt die Gefahr, an COVID-19 schwer zu erkranken am größten ist.

Der Körper kann nur durch genügend starken Sonnenschein Vitamin-D bilden, so dass demnächst
der Vitamin-D Spiegel wieder steigt und die 3te Welle ausläuft, vorausgesetzt das Wetter spielt mit.
Inzwischen hat Viola Priesemann, die Pandemie-Beraterin von Kanzlerin Merkel erwähnt, das Sie einen „Anti-Corona-Effekt durch steigende Temperaturen für möglich“ hält.
Es liegt zwar nicht an der Temperatur oder an der Luftfeuchtigkeit, sondern am UV Index (der die Vitamin-D Bildung beeinflusst) , das ist das Ergebnis einiger Studien, aber die hat sie wohl noch nicht gelesen. Einerseits schön dass sie die Jahreszeitliche Abhängigkeit inzwischen entdeckt hat, aber leider viel zu spät.

Schon der Beginn der 2ten Welle im Oktober 2020 und der Beginn der 3ten Welle im Mitte März ließen sich anhand des fallenden Vitamin-D Spiegels vorhersagen, da dieser nicht nur die Sterblichkeit, sondern auch die Ansteckungsgefahr beeinflusst. Im Oktober hat der Vitamin-D Spiegel angefangen zu sinken, seitdem steigt die Ansteckungsgefahr.
Mitte März hat der Schnitt der Bevölkerung die kritische Grenze von 20ng/ml (defizitärer Bereich) unterschritten, durch den zusätzlich die Sterblichkeit stark ansteigt.
Insofern war die Entwicklung vorhersagbar, wie man in diesen Publikationen lesen kann, die ich jeweils Monate vor der 2ten und 3ten Welle veröffentlicht habe.
2te Welle: 27.08.2020 „Covid-19: Auch deutsche Studie verbindet Vitamin-D Mangel mit schwerem Verlauf der Erkrankung.“
https://www.openpr.de/news/1098505/Covid-19-Auch-deutsche-Studie-verbindet-Vitamin-D-Mangel-mit-schwerem-Verlauf-der-Erkrankung-.html
3te Welle:Brief an Ministerpräsidenten von 30.1.20121
https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Covid-19-und-die-Angst-vorm-Sensenmann/Hier-wird-es-ab-Maerz-eine-hoehere-Uebersterblichkeit-geben-als-2020/posting-38287785/show/
Somit lässt sich auch vorhersagen, dass die 3te Welle mit gleichen Restriktionen in ca. 4Wochen
langsam kleiner werden wird. Da es etwas dauert, bis durch die UV Strahlung der Vitamin-D Spiegel ansteigt, fängt die 3te Welle nicht sofort nach dem ersten Sonnentag an zu sinken.
Auch der Prozentuale Anteil der schwer Erkrankten(Fallsterblichkeit) wird nur langsam zurückgehen, da der Vitamin-D Spiegel nur durch Sonneinstrahlung sehr langsam steigt.
Für alle nicht geimpften wird das Risiko an einer COVID Infektion zu sterben ähnlich wie im letzten Jahr bei etwa 4,8% liegen. Der aktuelle Wert der Gesamtbevölkerung liegt zwar bei momentan bei etwa 2,66 aber darin sind auch die geimpften Personen enthalten, die meist nur noch leicht erkranken.
Es lohnt sich also noch länger, dafür zu sorgen, dass man nicht zu den schwer Erkrankten gehört.
Danach kann man nur hoffen dass bis zum Herbst genügend Bürger geimpft sind, so dass es dann ab Mitte Oktober nur eine kleine 4te Welle gibt.
Ch.Wiechering
Kiel

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