Es geht um Menschenleben

Haars FDP-Chef appelliert: Wir müssen uns alle extrem disziplinieren

Haar – Lkr. München/ Die Rufe nach einem harten Lockdown nehmen zu und finden auch auf der lokalpolitischen Ebene Widerhall. Haars FDP-Ortschef und Gemeinderat Dr. Peter Siemsen hält die bundesweit beschlossene Corona-Notbremse für unzureichend. „Wir müssen der Infektionswelle sofort die Dynamik nehmen, sonst reicht der verbleibende Bremsweg auch für eine Vollbremsung nicht mehr aus“, empfiehlt er, abhängig vom lokalen Infektionsgeschehen zeitnah adäquate Zusatzmaßnahmen zu ergreifen.

Im Rahmen der Initiative Contain COVID-19 hatte der promovierte Naturwissenschaftler gemeinsam mit anderen Forschern bereits im Januar 2021 auf die dringende Notwendigkeit einer einheitlichen Strategie zur Senkung der Inzidenzzahlen hingewiesen. „Durch fehlende Koordination auf europäischer Ebene und zögerliches Agieren auf nationaler Ebene haben wir erneut die Kontrolle über das Infektionsgeschehen verloren“, kritisiert Siemsen das aus seiner Sicht mangelhafte Krisenmanagement. Die rasante Ausbreitung der britischen Virusmutante bezeichnet er als besorgniserregenden Vorgeschmack auf das, was noch drohen kann, wenn den Infektionen kein Einhalt geboten wird. Siemsen, der die wissenschaftliche Primärliteratur zur Corona-Pandemie intensiv verfolgt, mahnt mit Blick auf die aktuelle Erkenntnislage zu höchster Vorsicht. Neben der höheren Infektiosität der Virusmutation B.1.1.7 bereiten ihm Berichte über das Auftreten einer Sonderform Sorgen, die unempfindlicher gegen bereits gebildete Antikörper zu sein scheint. Ein ungebremstes Infektionsgeschehen erhöhe das Risiko der Entwicklung gefährlicherer Mutationen mit erhöhter Resistenz gegenüber aktuellen Impfstoffen, warnte Siemsen bereits im Januar diesen Jahres.

Der FDP-Politiker fordert jetzt ein entschiedenes, wissenschaftsgestütztes Krisenmanagement ohne Wenn und Aber. Hier sieht er auch im Landkreis München Optimierungspotenziale, insbesondere bei der Umsetzung von Ausgangsbeschränkungen. „Bisher konnte in keinem europäischen Land die britische Virusmutation ohne umfangreiche Ausgangsbeschränkungen unter Kontrolle gebracht werden. Die vom Landkreis ab dem 16. April von 22 Uhr bis 5 Uhr verhängte Ausgangssperre bleibt hinter dem auf Bundesebene getroffenen Minimalkompromiss zurück. Das ist für mich unverständlich“, so Siemsen. Deutliche Kritik in Richtung Kultusministerium äußert er darüber, dass die mittlerweile seit einer Woche an bayerischen Schulen durchgeführten Selbsttests nicht zentral erfasst werden. Hier werde aus seiner Sicht ein wertvolles Instrument, um Infektionsketten schnell zu identifizieren und zu durchbrechen, liegen gelassen.

„Angesichts der Situation auf vielen Intensivstationen und der Belastungen der Familien durch den monatelangen Krisen-Alltag erwarten die Bürgerinnen und Bürger schnelles und zielgerichtetes Handeln und keine wahltaktischen Experimente“, mahnt Siemsen in Richtung Landes- und Bundespolitik. Letztlich funktioniere Pandemiebekämpfung nur im Schulterschluss mit der Bevölkerung. Da die Einhaltung der Auflagen behördlich nicht vollständig kontrolliert werden könne, ist für ihn auch in dieser Infektionswelle das Verhalten der Menschen entscheidend. An die Bürgerinnen und Bürger richtet der FDP-Ortschef daher einen eindringlichen Appell: „Wir müssen uns alle extrem disziplinieren. Es geht um Menschenleben.“

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