Wiener Aktion gegen illegalen Welpenhandel

Der illegale Handel mit Welpen ist der Stadt Wien schon seit längerem ein Dorn im Auge: Nun werden weitere Maßnahmen gesetzt, um skrupellosen Welpenhändlern einen Riegel vorzuschieben – Unterstützung kommt dabei auch von der EU.
Durch eine Verschärfung des EU-Tiergesundheitsrechts wird es keinen legalen Handel von Welpen unter 15 Wochen nach Österreich mehr geben. Privat eingeführte Welpen dürfen nicht weitergegeben oder weiterverkauft werden. „Unser dringender Appell an alle Hunde-Fans ist aber: Kaufen Sie keine Hunde aus dem Ausland. Die Tiere sind oft krank und schlecht sozialisiert! Informieren Sie sich vor dem Kauf von Welpen bei österreichischen Hundezuchtverbänden bzw. Tierheimen oder bei einem Tierarzt, einer Tierärztin ihres Vertrauens!“ betont der Wiener Tierschutzstadtrat Jürgen Czernohorszky. Darüber hinaus startet das Veterinäramt der Stadt in Zusammenarbeit mit der Tierschutzombudsstelle Wien eine Aktion scharf gegen illegalen Welpenhandel: So wird das Internet auf mögliche Verdachtsfälle durchforstet und auch der öffentliche Raum verstärkt beobachtet. Erhärtet sich ein Verdacht, wird jeder Fall ausnahmslos zur Anzeige gebracht. Die durch die Polizei zugezogenen AmtstierärztInnen der Stadt Wien kontrollieren streng die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen – Tiertransport, Tiergesundheit, Tierschutz – setzen die erforderlichen Maßnahmen und zeigen jeden Verstoß umgehend und rigoros an. Geplant ist weiters, in den Bezirken aktiv über illegalen Welpenhandel zu informieren (z.B. in Hundezonen etc.).
Der Appell der Stadt richtet sich aber auch an den Bund, an den neuen Tierschutzminister: „Es darf einfach keine Ausnahmegenehmigungen zum Import von nicht Tollwut geimpften Hunde- und Katzenwelpen nach Österreich geben“, betont Jürgen Czernohorszky. „Zur Regulierung des legalen Tierhandels bedarf es mehrerer Maßnahmen auf Bundesebene: Und zwar eine Änderung des Bundestierschutzgesetzes und eine Erfassung aller österreichischer Züchter – gewerblich und private- in einer Datenbank, damit eine lückenlose Kontrolle für die Behörden möglich ist und auch das Feilbieten auf Internetplattformen nur mehr solchen registrierten Züchtern möglich ist!“ (Schluss)

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