COVID-19: 57.000 Verstorbene der 2ten und 3ten Welle könnten noch leben

Das kann man aus der Überschrift eines Kommentars von 2 Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungzentrums zur Studie der Universitätsklinikums Heidelberg folgern, wenn man diese als Rechengrundlage nimmt.
“ Vitamin D Insufficiency May Account for Almost Nine of Ten COVID-19 Deaths: Time to Act….“ https://www.mdpi.com/2072-6643/12/12/3642

Der Kommentar wurde im November veröffentlicht, als erst 16.000 Bürger in Deutschland an einer COVID-19 Infektion gestorben waren. Inzwischen sind 80.000 verstorben, so dass man sich ausrechnen kann, dass 57000 davon noch leben könnten.
Schon im August waren bereits etliche Studien bekannt die bei einem niedrigen Vitamin-D Spiegel eine stark erhöhte Sterblichkeit festgestellt hatten, und auch eine höhere Infektionsgefahr von etwa Faktor 2.

Somit war es logisch, das durch den ab Oktober fallenden Vitamin-D Spiegel die Inzidenz wieder zunimmt. Da auch gleichzeitig das Risiko steigt, an einer COVID-19 Infektion schwer zu erkranken, war auch absehbar, dass die Krankenhäuser voller werden und es wieder mehr Tote gibt.
Da wird auch thematisiert in diesem Artikel vom 27.8.2020
https://www.openpr.de/news/1098505/Covid-19-Auch-deutsche-Studie-verbindet-Vitamin-D-Mangel-mit-schwerem-Verlauf-der-Erkrankung-.html

Zum Zusammenhang der COVID-19 Sterblichkeit mit dem Vitamin-D Spiegel gibt es eine Studie des Universitätsklinikums Heidelberg, das den Erkrankungsverlauf von 185 Patienten beobachtet, und das das Ergebnis so zusammengefasst hat:
„Bei unseren Patienten war ein Vitamin-D Mangel bereinigt um Alter, Geschlecht und Komorbiditäten mit einem 6-fach höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und einem ~ 15-fach höheren Sterberisiko verbunden“ enthalten (Mit Google Translate auf deutsch übersetzt).
"Vitamin D Deficiency and Outcome of COVID-19 Patients "
https://www.mdpi.com/2072-6643/12/9/2757

So wie die Fallsterblichkeit im Winter steigt, so sank sie im Sommer 2020. Starben im Juni noch 4,7% der Erkrankten, so waren Anfang November nur noch 1,5%., also 15 von 1000 starben.
Leider meinten viele Ärzte, dass dies durch verbesserte Behandlungsmöglichkeiten in den Klinken der Fall war, und klopften sich auf die Schulter, ohne zu ahnen, dass dies ein Irrtum ist.
Denn von November bis März hat sich die Fallsterblichkeit fast verdoppelt, passend zum sinkenden Vitamin-D Spiegel. Das hätte nicht passieren dürfen, wenn man davon ausgeht, dass die Behandlung in den Krankenhäusern sich nicht geändert hat. Darum bezeichnet man dies als ein Rätsel, wie so viele Effekte der COVID-19 Pandemie.

Die Veränderung des Vitamin-D Spiegels ist also mächtiger als die Kunst der Ärzte. Aber obwohl dies deutlich zu sehen ist wird es wohl noch lange dauern, bis das akzeptiert wird. Somit gibt es in Deutschland immer noch keinen Hinweis von Offizieller Seite an die Bevölkerung, dass der Vitamin-D ein entscheidender Faktor in der COVID-19 Pandemie ist.
Hier waren und sind noch immer viele Ärzte blind gegenüber dem Thema und kein Politiker hatte den Mut die Bevölkerung zumindest über einen möglichen Zusammenhang zu informieren.
Dabei hatten Frankreich, England , Schottland, Wales und Irland ihre Bevölkerung schon im Juni /Juli 2020 darüber informiert. In Frankreich klang das am 22.5.2020 z.B. so:
„…Vitamin D hat aber auch unkonventionelle Wirkungen. Insbesondere moduliert es die Funktionsweise von das Immunsystem durch Stimulierung von Makrophagen und dendritischen Zellen [1,2,3]. Es spielt eine Rolle in Regulierung und Unterdrückung der Zytokin-Entzündungsreaktion, die die akute verursacht Atemnotsyndrom, das die schweren und oft tödlichen Formen von Covid-19 charakterisiert…“(Mit Googel Tranlate übersetzt)

Click to access 20.5.22-Vitamine-D-et-coronavirus-ENG.pdf

Viele schwer an COVID-19 Erkrankte sterben durch einen Zytokinsturm, und es war schon im Mai 2020 Ärzten klar, das Vitamin-D helfen kann, diesen zu verhindern.
Es macht mich fassungslos das in Deutschland eine Behandlung mit Calcidiol, der schell wirkenden Form von Vitamin-D, noch immer nicht die Regel ist.

Als die 2te Welle im Oktober 2020 erwartungsgemäß begann, hätte zumindest zu diesem Zeitpunkt die Bevölkerung informiert werden müssen, aber wieder geschah nichts.

Dabei gab es schon im Juni 2020 im Bundestag einen ernsthaften Antrag, die Bevölkerung über mögliche Zusammenhänge zwischen der COVID-19 Erkrankung und dem Vitamin-D Spiegel im Blut zu Informieren. Dort wurde ähnliches gefordert wie zuvor in Frankreich und England beschlossen worden war. Leider kam dieser Antrag von der AFD, so dass alle anderen Partien, wahrscheinlich ohne sich der Tragweite dieser Entscheidung bewusst zu sein, den Antrag kurzerhand abgelehnt haben.
3 Absatz "Antrag der AfD abgelehnt"
In diesem Absatz sind auch die Links zum eigentlichen Antrag der AFD enthalten
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2020/kw27-de-diabetes-strategie-701742
Die Ablehnung dieses Antrages war wahrscheinlich die teuerste Fehlentscheidung seit dem Bestehen der Bundesrepublik Deutschland die zusätzlich auch noch die meisten Todesopfer gefordert hat.

Die meisten Bundestagsabgeordneten werden ihrer Parteidirektive gefolgt sein, ohne zu wissen worüber sie ab stimmen, aber die 41 Abgeordneten des Gesundheitsausschusses hätten es wissen müssen, denn sie bereiten diese Entscheidungen vor.
Wenn man mal die 34 nimmt die nicht von der AFD kommen und Annimmt, dass alle gegen eine Information der Bevölkerung gestimmt haben, so kommt pro Kopf eine respektable Zahl von 1650 Toten durch diese leichtfertige Entscheidung zusammen.

Oben habe ich „ein ernsthafter Antrag geschrieben“ , weil es im Januar noch einen Antrag der AFD gab, der erneut eine Förderung der Vitamin-D Supplementation enthielt, dem man aber nicht zustimmen konnte, da auch gleichzeitig die Aufhebung der Restriktionen gefordert wurde. Erneut war ich fassungslos, jetzt hatten die etablierten Partien wieder der AFD das Spielfeld überlassen. Ein Ablehnung war absehbar, deshalb habe ich alle nicht AFD Gesundheitsausschuss Mitglieder angeschrieben und diese gebeten, mit der AFD zu reden oder irgendeine andere Lösung zu finden, mit der Deutschland Leben aber nicht Sterben kann.
Leider erfolglos, der Antrag wurde wie erwartet abgelehnt, und es hat auch immer noch keine andere Partei den Mut gehabt einen eigenen Antrag zu stellen.
Es ist ja auch verständlich, denn wenn man sich jetzt um entscheidet, dann wird es mehr Bürgern auffallen, das man sich einst anders entschieden hat. Das könnte dann schädlich für die Wahlen sein, also lieber nichts machen. Somit wird es wohl noch weitere 15.000 Covid-19 Tote bis zum Ende der dritten Welle als Kollateralschäden des Wahlkampfes geben.

Nicht nur in der Politik läuft einiges schief, auch einige Interessenverbände wie die DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin ) die Empfehlungen zur Behandlung von Patienten in Kliniken gibt, hat offenbar andere Interessen als Leben von Patienten zu retten. In den neusten Behandlungsempfehlungen hat man sich gegen eine Behandlung mit Vitamin-D ausgesprochen. Einer der dort genannten Gründe für diese Entscheidung ist, das man der Bevölkerung keinen Anreiz zur Selbstmedikation geben möchte. Origialtext:
„In diese Entscheidung wurden neben der fehlenden Evidenzgrundlage auch die breite Verfügbarkeit bei niedrigen Kosten, das Vermeiden von Fehlanreizen zur Selbstmedikation und potentiell schädliche Wirkungen durch Überdosierung einbezogen.“
Diese Entscheidung ist nur verständlich wenn man sich dass 40 Zeilen lange Kapitel mit Interessenkonflikten an sieht, in denen mindesten 80 Pharmafirmen genannt werden.

Click to access 113-001l_S3_Empfehlungen-zur-stationaeren-Therapie-von-Patienten-mit-COVID-19__2021-04.pdf

Die Pharmaindustrie möchte natürlich ein Medikament entwickeln an dem sie gut verdienen kann, und an den Tests dieser Medikamente verdienen die Krankenhäuser gut. Da passt Vitamin-D nicht ins Bild und stört vielleicht auch die Experimente an den Patienten.

Fast alle Stoffe, von denen man zu viel isst oder trinkt, sind schädlich. Warum wird gerade bei Vitamin-D der Bevölkerung nicht zugetraut, eine angemessen Menge zu nehmen, zu mal man über länger Zeit sehr große Mengen (40.000 I.E täglich) nehmen muss, um eine Hyperkalzämie zu bekommen. Jeder der sich mit dem Thema auskennt und gegen eine Vitamin-D Supplementation argumentiert will, führt dieses Argument auf, wenn er nicht mehr weiter weiß.

Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie ) die ebenfalls Empfehlungen zu Nahrungsergänzungsmitteln ausspricht, hat dieses Argument sogar im Zusammenhang mit der Dosierung im Krankenhaus genannt.
Diese traut anscheinend den Ärzten dort nicht zu, Vitamin-D nicht richtig dosieren zu können, und gibt deshalb keine Empfehlung heraus, obwohl sie eine dort erwähnte Studie aus Kopenhagen nicht bezweifelt, die das Ergebnis hatte, das Vitamin-D zwingend erforderlich ist, um T-Zellen gegen Viren zu aktivieren.
Sehen sie die Kommentare in diesem Blog an
Johannes W. Dietrich von der DGE am 3ten März 2021
https://blog.endokrinologie.net/vitamin-d-mangel-und-covid-19-4730/#comment-104856

Hier jetzt das Ergebnis einer Studie der EU aus Kopenhagen von 2010 durch die verschiedenen Verläufe der COVID-19 Erkrankung leicht erklären lassen.
„"…T-Zellen brauchen unbedingt ausreichende Mengen an Vitamin D im Blut, um in Aktion treten und entsprechend funktionieren zu können..
Sind keine ausreichenden Mengen dieses Vitamins im Blut verfügbar – so die Forscher – blieben die Zellen in einem schlafähnlichen Zustand und seien daher unfähig zur Aktivierung" und somit zur gezielten Bekämpfung fremder Krankheitskeime. "
https://cordis.europa.eu/article/id/31850-more-sun-means-a-better-immune-system/de
Studie:
"Vitamin D controls T cell antigen receptor signaling and activation of human T cells"
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20208539/
Wenn man dazu noch weiß, das Vitamin-D zum aktiven von T-Zellen verbraucht wird, und bei schwer an COVID-19 Erkrankten üblicherweise ein sehr niedriger Vitamin-D Spiegel gemessen wird, ist der ganz unterschiedliche Verlauf der COVID-19 Infektion leicht zu erklären.
Genügend: Die Infektion wird meist gut überstanden
Mangelhaft: Ist zu wenig vorhanden, gewinnen die Viren ab dem Zeitpunkt, zu dem Vitamin-D Vorrat aufgebraucht ist, die Oberhand.
Ausreichend: Reicht der Vorrat nur aus, um die akute Erkrankung zu überstehen, tritt eine mehr oder weniger schwere Form von Long-Covid auf, da Viren im Körper für längere Zeit verbleiben können.

Das gilt bei allen Erkrankungen. Da das COVID-19 Virus aber aggressiver als andere Viren ist, werden mehr T-Zellen benötigt, so dass der Vitamin-D Vorrat öfter als üblich nicht ausreicht.

Somit sollte man nach einer überstanden Infektion noch für einige Zeit Vitamin-D Supplementieren, um den Topf wieder aufzufüllen. Ansonsten kann sich eine Erholung monatelang hinziehen und verbliebene Viren können verspätet Organe schädigen. Häufig ist dabei die Bauspeicherdrüse betroffen, etwa 10% der schwer an COVID-19 Erkrankten entwickeln danach eine Diabetes.

Der in der Studie beschrieben Mechanismus ist detailiert erforscht worden, und es ist auch kein anderer Mechanismus bekannt, durch den T-Zellen aktiviert werden können.
Ein COVID-19Patient, bei dem die Virenlast noch groß ist, aber bei dem der Vitamin-D Vorrat im Blut aufgebraucht ist hat somit kaum eine Chance zu überleben, solange der Mangel nicht ausgeglichen wird, und das wird nicht empfohlen. Wann haben die Vertreter der DIVI zuletzt etwas von Ethik gehört?

Gekonnt werden auch die Ergebnisse aus dem Ausland ignoriert, denn es gibt mindestens in Irland und Andalusien bereits gute Erfahrungen mit beim Einsatz von Vitamin-D.
In Irland wurde der Bevölkerung Ende November empfohlen Vitamin-D einzunehmen. Leider etwas zu spät, so dass es dort noch eine sehr hohe 2te Welle gab. Aber schon während der 2ten Welle ist Fallsterblichkeit dort stark gesunken.
Das ist in den Grafiken von OurWorldInData.org gut zu sehen.
https://ourworldindata.org/explorers/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=true&time=2020-06-25..latest&pickerSort=desc&pickerMetric=new_deaths_per_million&Metric=Case+fatality+rate&Interval=7-day+rolling+average&Relative+to+Population=true&Align+outbreaks=false&country=DEU~IRL~FIN~NOR
Seit der Empfehlung zur Vitamin-D Supplementation ist die Fallsterblichkeit in Irland um mehr als 2% in Vergleich zu Deutschland gesunken. Länder wie Finnland und Norwegen, in denen Nahrungsmittel mit Vitamin-D angereichert werden, stehen jetzt im Winter sehr viel besser da, weil Vitamin-D Spiegel dort kaum fällt. Die prozentuale Zahl der Impfungen ist den verglichenen Ländern sehr ähnlich, so dass diese beim Vergleich keine Rolle spielen.

Aufgrund der dortigen Entwicklung hat die Irische Regierung am 7.4.2021 Ihre Empfehlung an die Bevölkerung bekräftigt hat.
https://www.breakingnews.ie/ireland/covid-19-report-recommends-every-adult-in-ireland-supplement-vitamin-d-1107922.html

In Andalusien hat die dortige Regionalregierung aufgrund der Cordoba Studie die Anweisung herausgegeben, COVID-19 Erkrankte durch Hausärzte und in Krankenhäusern mit Calcidiol, der schnell wirksamen Form vom Vitamin-D zu behandeln.
https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wissen/mensch/2080799-Vitamin-D-beeinflusst-Covid-19-Verlauf.html
Da keine Empfehlung an die Bevölkerung herausgegeben wurde, gibt es immer noch viele Infizierte, aber trotzdem ist die Lage in den Krankenhäusern nicht kritisch, da nur wenig Infizierte durch die Behandlung bei den Hausärzten schwer erkranken.
Von 9401 Erkrankten in der letzten Woche (Tagesdaten 20.4.2021) mussten nur 35 beatmet werden und 20 sind gestorben.
Die Fallsterblichkeit liegt somit dort bei 0,21% .
https://pakillo.github.io/COVID19-Andalucia/evolucion-coronavirus-andalucia.html
In Deutschland sterben mit Momentan 2,5% der Infizierten, also etwa 11mal so viele wie in Andalusien.

Um noch etwas Positives zu sagen, der einzige relevante Lichtblich ist die Empfehlung des RKIs in Krankenhäusern mit Vitamin-D zu behandeln, die allerdings konträr zur Empfehlung der DIVI ist, so das abhängig davon behandelt wird, was die Ärzte sich aussuchen, oder was ihnen von der Krankenhausleitung vorgeschrieben wird, und das muss dann nicht das beste für den Patienten sein.
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/COVRIIN_Dok/Therapieuebersicht.pdf?__blob=publicationFile

Wie gut könnten wir dastehen, wenn einerseits wie in Irland die Bevölkerung aufgefordert würde, Vitamin-D zu Supplementieren und anderseits mit Vitamin-D in den Krankenhäusern behandelt würde. Dann wären viele Restriktionen nicht nötig, und die Pandemie wäre leichter zu überstehen gewesen.

Aber der fehlende Mut unserer Politiker und die Übervorsichtigkeit und Ignoranz unserer Ärzte an Schlüsselpositionen haben für einen Verlauf der COVID-19 Pandemie gesorgt, der vergleichbar dem Verlauf der Pest im Mittelalter ist, auch diese verbreitete sich im Winter besser als im Sommer, so wie auch die Grippeviren.

Ch.Wiechering
Kiel

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