Solarthermie im Aufwind

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Köln, Mai 2021. Im vergangenen Jahr haben sich wesentlich mehr private Bauherren für eine solarthermische Anlage entschieden als in den vorhergehenden Jahren. Das ist auch kein Wunder, wenn man sich die seit Anfang 2020 geltenden Förderbedingungen des Bundes ansieht: Die staatliche Unterstützung bei der Anschaffung einer "Sonnigen Heizung" ist so lukrativ wie nie zuvor – und bleibt auch für 2021 weiterhin auf diesem hohen Niveau. Wer sich jetzt also für die Solarthermie zur Heizungsunterstützung und/oder Trinkwassererwärmung entscheidet, profitiert neben den hohen Fördersätzen von bis zu 45 % auch von mehr Nachhaltigkeit, geringeren Heizkosten und der immensen Flexibilität von solarthermischen Anlagen. Diese lassen sich mit jedem erdenklichen Wärmeerzeuger kombinieren und passen im Prinzip auf jedes Hausdach!

Die Zahlen sprechen für sich: 2020 wurden allein in Deutschland gut 80.000 neue Solarthermie-Anlagen installiert, das entspricht einem flächenmäßigen Zuwachs von gut einem Viertel im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Boom der "Sonnigen Heizung" kommt nicht von ungefähr: Im letzten Jahr hat die Bundesregierung im Zuge des "Klimaschutzprogramms 2030" die Förderung für nachhaltiges Heizen nochmal stark aufgestockt. Der Plan, Verbrauchern einen Anreiz zum Umstieg auf nachhaltiges Heizen zu geben, scheint aufgegangen zu sein. Dabei ist in puncto Zuwachspotential immer noch viel Luft nach oben.

So stehen in deutschen Heizungskellern ca. 12 Millionen veraltete Heizungsanlagen, die nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen und zu viel Energie verbrauchen. Daher bleibt das staatliche Förderangebot für klimafreundliche Heizungen auch weiterhin bestehen und wird mit der Finanzspritze für energieeffiziente Gebäude in der neuen "Bundesförderung für effiziente Gebäude" (BEG) zusammengeführt. Unterm Strich bedeute das: Wer seine Heizung im Keller mit einer Solarthermie-Anlage auf dem Dach nachrüstet, bekommt 30 % der damit verbundenen Kosten vom Staat zurück. Bei einer sogenannten Gas-Hybridheizung, also einem Gas-Brennwertkessel in Kombination mit einer solarthermischen Anlage, beträgt der Förderzuschuss ebenfalls 30 Prozent – in Kombination mit einer Holzzentralheizung, einem Pelletofen mit Wassertasche oder einer Wärmepumpe sogar 35 %. Besonders belohnt wird die Modernisierung von Ölheizungen: Beim Tausch der alten Heizölanlage gegen eine nachhaltige Hybridheizung mit Solarthermie winkt dank zusätzlicher Austauschprämie eine Finanzspritze von 40 bis 45 Prozent.

Die Solarthermie lohnt sich übrigens nicht nur im Sommer, denn die kostenlose Sonnenwärme kann auch in weniger sonnenstarken Monaten optimal genutzt werden. Selbst im Winter kann die "Sonnige Heizung" einen Teil des Warmwasserbedarfs abdecken und entlastet das zentrale Heizsystem. Und von Mai bis Oktober bleibt die Heizung im Keller dank der Kraft der Sonne oftmals sogar komplett ausgeschaltet. Eine solarthermische Anlage nutzt zudem perfekt die unterschiedlichsten Rahmenbedingungen vor Ort. Durch flexible Montagemöglichkeiten kann sie nahezu an alle denkbaren baulichen Gegebenheiten angepasst werden – ganz nach der Devise "Geht nicht, gibt"s nicht".

Interessierte Verbraucher sollten allerdings unbedingt den Leitsatz "Erst beantragen, dann beauftragen!" befolgen. Der Antrag auf Förderung muss nämlich beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingegangen sein, noch bevor mit den Baumaßnamen begonnen wird. Bauherren sollten sich in jedem Fall auch nach regionalspezifischen Förderanreizen erkundigen, die oft sogar noch auf die Unterstützung des Bundes aufgeschlagen werden können. Als Alternative zu direkten Zuschüssen können sich Verbraucher auch 20 % der Investitionssumme für eine neue Solarthermieanlage über die Steuererklärung vom Staat zurückholen.

Mehr Informationen rund um das Thema Förderung der Solarthermie gibt es auf dem Verbraucherportal "Sonnige Heizung" – betrieben vom Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) – unter www.sonnigeheizung.de oder direkt beim BAFA unter www.bafa.de.

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