Digitalisierung rückt weiter in den Fokus – Übergreifende Strategie und Cybersecurity bleiben im Hintertreffen

Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der Initiative Industrie 2025 zeigen klar auf, dass Entscheider und Verantwortliche die Digitalisierung ihrer Betriebe stärker in den Fokus nehmen als dies bislang der Fall gewesen ist. Allerdings stehen eine übergeordnete Strategieplanung sowie umfassende Investitionen in Sicherheitstechnologien und Cybersecurity nicht im Mittelpunkt vieler Befragter.

Roger Hunziker, Country Sales Director bei Rockwell Automation, erläutert hierzu, dass einerseits die stärkere Fokussierung auf die Digitalisierung ein überfälliger Schritt ist; andererseits dürfen entscheidende Aspekte – etwa hinsichtlich der Cybersecurity innerhalb digitalisierter Infrastrukturen – nicht vernachlässigt werden:

"Zentrale Erkenntnisse aus der Umfrage der Initiative Industrie 2025 zur Digitalisierung lassen durchaus die Hoffnung aufkeimen, dass dieses zukunftsweisende Thema mittlerweile in den Köpfen der meisten Entscheider angekommen ist. Allerdings kann aktuell nur von einem Teilerfolg gesprochen werden, wenn man sich die Ergebnisse der Umfrage genauer ansieht und zentrale Aspekte wie Cybersecurity und eine holistische Planung zur Strategie berücksichtigt", erklärt Roger Hunziker.

"Während die Digitalisierung von einer Mehrheit der Befragten als eines der drei wichtigsten strategischen Themen genannt wird, verfügen 58 Prozent noch über keine eigene Digitalstrategie. Diese ist allerdings die Grundlage für eine erfolgreiche Implementierung moderner Technologien und den Aufbau zukunftsfähiger Produktionsanlagen. Unternehmen, die noch keine umfassenden Planungen zu einer entsprechenden Strategie vorgenommen haben, sollten sich dem immensen Risiko bewusst sein von Mitbewerbern aus dem Markt gedrängt zu werden, die ihre Produktionsprozesse bereits digitalisiert und damit effizienter gestaltet haben.

Neben einem weitreichenden Mangel an tatsächlicher Strategieplanung ist es allerdings noch viel erstaunlicher, dass nur 20 Prozent der befragten Industrieunternehmen angeben, umfassende Investitionen in ihre Sicherheitstechnologie und Cybersecurity zu tätigen. Durch zahlreiche Schlagzeilen von Unternehmen, die in den vergangenen Jahren mit Cyberattacken zu kämpfen hatten, sollten mittlerweile alle Verantwortlichen wissen, welchen Stellenwert eine durchdachte Cybersecurity und ein umfassender Schutz der Anlagen einnehmen muss. Dass nur ein Fünftel der Befragten die Relevanz einer funktionierenden Cybersecurity-Strategie erkannt zu haben scheint, ist mehr als besorgniserregend. Dies beweist, dass hier noch viel Arbeit zu leisten ist – sowohl vonseiten der Unternehmen als auch vonseiten der Anbieter durch Aufklärungsarbeit.

Während die digitale Sicherheit nach wie vor eine Baustelle zu bleiben scheint, ist positiv zu vermerken, dass die Corona-Pandemie einen Katalysator-Effekt für die Digitalisierungsstrategie der Unternehmen zu haben scheint. Ganze 70 Prozent der Befragten gaben zum Beispiel an, dass die Digitalisierung durch die Krise zusätzlich an Bedeutung für ihr Unternehmen gewonnen hat. Lediglich einige wenige haben aufgrund der schwierigen Situation einzelne Projekte stoppen müssen. Das ist ein eindeutiger Hinweis darauf, dass die Digitalisierung als das erkannt wird, was sie ist: eine Möglichkeit durch Resilienz und weitreichende Flexibilität in der Produktion eine Vielzahl an Vorteilen zu erzielen – um auf diese Weise auch in Zukunft konkurrenzfähig zu bleiben."

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