Spannend, gruselig, gewitzt und geheimnisvoll mit einer Spur von Romantik

Dieser Roman hat wohl so ziemlich alles zu bieten, was das Leserherz begehrt. Hier kommen Liebe und Humor keinesfalls zu kurz. Neben einer recht mysteriösen Geschichte, in der eine Braut vor den Augen ihres Ehemannes auf der Hochzeitsreise entführt wird, spielt ein seltsames Portal eine Rolle, das anscheinend in eine andere Zeit führt. Eine spannende Suche mit vielen Hindernissen beginnt und führt letztendlich in das Venedig einer längst vergangene Epoche. Doch dort lauert eine ganz andere Gefahr …
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Mystica Venezia
Eine verschwundene Braut, ein Sensenmann als Gondoliere, eine blinde Malerin, ein seltsames Zeichen an einer Mauer und ein geheimnisvoller Orden, Guido hat sich seine Hochzeitsreise nach Venedig dann doch etwas anders vorgestellt. Verzweifelt macht er sich gemeinsam mit seiner Schwägerin Ana Karina in den Wirren des Karnevals, der durch die engen Gassen der Lagunenstadt tobt, auf die fast aussichtslose Suche nach Christina Maria und stößt dabei auf eine uralte Legende.

Leseprobe aus dem Buch
Karinas Vater wurde aschfahl im Gesicht und musterte seinen Schwiegersohn mit bösem Blick.
„Das heißt also, sie ist dir weggerannt. Noch in den Flitterwochen, ha. Wusste es doch gleich, dass das nichts wird mit euch”, zischte er, und Guido schrumpfte förmlich auf seinem Sitz. Unglücklich schaute er vor sich hin.
„Nein, Vater, so war es nicht! Guido ist unschuldig!” Zum ersten Mal in ihrem Leben verteidigte Ana Karina ihren Schwager.
Jetzt mischte sich die Mutter ein:
„Woher willst du denn das wissen? Du warst doch gar nicht dabei.” Stirnrunzelnd sah sie von ihrer Tochter zu Guido.
„Ich weiß es eben, da steckt ganz etwas anderes dahinter”, lautete die bestimmte Antwort.
„Sagt mal, wisst ihr vielleicht, mit wem sich Christina in Venedig treffen wollte? Estrella war es nicht, bei der waren wir schon, und ich soll euch ihre Grüße ausrichten.”
Die Mutter überlegte und schüttelte dann den Kopf. „Nein, davon wissen wir nichts. Wie geht es Estrella? Hat sie sich immer noch nicht zur Ruhe gesetzt?”
„Sie ist weiterhin als Wahrsagerin tätig, Mama, du weißt doch, dass dieser Beruf ihre Berufung ist und sie ihn bis zum letzten Atemzug ausüben wird. Sie hat jetzt übrigens eine Ratte adoptiert, die ihr beim Kartenlegen zur Hand geht. Ein äußerst intelligentes und zuvorkommendes Tier, nicht wahr Guidolein?!” Grinsend sah sie ihren Schwager an. Der war bei dem Namen Estrella bereits rot angelaufen. ‘Aha, also doch! Da mach dir mal keine Hoffnungen, alter Knabe’, dachte Karina, der nichts entging.
„Ja und was sagen denn Estrellas Karten zu dem Verschwinden deiner Schwester?” Die temperamentvolle Italienerin wurde plötzlich lebhafter und fuchtelte mit den Händen vor Guidos Gesicht herum. Der zuckte nervös zurück.
Au weia, jetzt wurde es brenzlig. Die Hexe zu erwähnen war nicht besonders klug gewesen, aber es war nun mal geschehen.
„Es ist etwas verworren, Mama”, begann Karina zögernd.
„Verworren, pappalapapp! Lass mal hören, und dann entscheide ich, ob das verworren ist und wie ich es zerwirren kann.”
„Entwirren”, murmelte Guido.
„Wie bitte, mein Junge?” Marcella sah ihren Schwiegersohn drohend an. Der sagte nun lieber gar nichts mehr.
Ana Karina warf Micha einen hilfesuchenden Blick zu.
„Noch etwas Kaffee, Signora Marcella?” Die gute alte Micha eilte mit der Kaffekanne herbei und erntete ein wohlwollendes Kopfnicken.
„Ja, gern. Nein, du nicht mehr, Bodo! Denk an dein Herz”, sagte sie streng, als ihr Mann ebenfalls seine Tasse hochhielt.
„Es ist doch koffeinfreier, Mama”, beschwichtigte Karina.
„Ah, deshalb schmeckt das Gebräu nicht! Habe ich doch gleich gemerkt, dass etwas anders ist. Mit dem Koffein steht und geht auch das Aroma. Aber egal! Denk nicht, dass ich mich davon ablenken lasse! Also, was haben die Karten gesagt?”
„Non è buono per papa”, raunte Ana Karina ihr zu und warf einen besorgten Blick auf ihren Vater.
„Was ist nicht gut für mich?”, bellte Bodo. „So viel Italienisch verstehe ich auch noch! Ich will jetzt wissen, was wirklich passiert ist. Sofort!”
Micha nickte ihr zu, und Karina zuckte ergeben mit den Schultern.
„Also gut, ihr habt es so gewollt …”
Sie erzählte alles von Anfang an. Ab und zu warf auch Guido etwas ein, wenn sie stockte. Sie ließ nichts aus, bis auf die Sache mit Toni, denn die hatte ja nichts unmittelbar mit dem Geschehen zu tun. Schonungslos prasselten Tatsachen und Vermutungen auf die Eltern nieder. Und als Karina am Ende ihrer Erzählung angelangt war, war der Kaffee in den Tassen kalt, und Bodo und Marcella sahen sich fassungslos an. Guido hatte den Kopf müde in die Hände gestützt, und Micha sah erwartungsvoll von einem zum andern.
Ana Karina atmete tief durch, bevor sie sagte:
„Im Oktober werde ich Christina zurückholen. Ich hoffe es zumindest.”
„Ich will nicht noch eine Tochter verlieren, mia cara!” Ihre Mutter sah sie unglücklich an.
„Wenn das wirklich so ist, wie du sagst, dann ist die Gefahr zu groß!”
Der Vater saß schweigend wie ein Häufchen Elend in der Sofaecke.
„Es gibt keinen anderen Weg, Mama. Ich kann sie doch nicht einfach dort lassen. Schließlich scheine ich ja wohl der Grund für das alles zu sein.”
Karina sah sinnend vor sich hin. Noch etwas hatte sie wohlweislich verschwiegen: die düstere Offenbarung in der Kristallkugel der Hexe.

©byChristine Erdic

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Die deutsche Buchautorin Christine Erdic lebt zur Zeit hauptsächlich in der Türkei.
Beruflich unterrichtet sie in der Türkei Deutsch für Schüler (Nachhilfe), sie gab
Sprachtraining an der Uni und machte Übersetzungen für türkische Zeitungen.

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Frau Christine Erdiç

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